Recharge Love

#16 - Vaterwunde vs. Mutterwunde


Listen Later

In dieser Folge von Recharge Love spreche ich über zwei tiefe Bindungswunden, die viele Menschen unbewusst in sich tragen: die Vaterwunde und die Mutterwunde. Beide entstehen aus einem Mangel an Sicherheit in der Kindheit – zeigen sich jedoch auf sehr unterschiedliche Weise im Erwachsenenleben und besonders in Beziehungen.

Die Vaterwunde entsteht häufig durch emotionale oder physische Abwesenheit, Leistungsdruck oder fehlende Anerkennung. Menschen mit dieser Wunde entwickeln oft den inneren Glaubenssatz, nur durch Leistung, Stärke oder Funktionieren wertvoll zu sein. In Beziehungen zeigt sich das durch ein starkes Bedürfnis nach Bestätigung, das Gefühl, Verantwortung für die Beziehung tragen zu müssen, sowie Schwierigkeiten, sich wirklich fallen zu lassen und zu entspannen.

Die Mutterwunde entsteht meist durch emotionale Überforderung, fehlende Feinfühligkeit oder Instabilität der Mutter. Betroffene lernen früh, die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen und Verantwortung für das emotionale Wohl anderer zu übernehmen. In Beziehungen äußert sich das häufig durch fehlende Abgrenzung, Schuldgefühle beim Nein-Sagen, emotionale Überanpassung und die Angst, Liebe zu verlieren, wenn man für sich einsteht.

Ich erkläre, warum sich Menschen mit Vater- und Mutterwunden oft gegenseitig anziehen, wie sich diese Wunden spiegeln und warum Partnerschaften häufig unbewusste Heilungsversuche des eigenen Systems sind. Gleichzeitig betone ich, dass der Partner niemals Elternersatz sein kann und Heilung nicht im Gegenüber, sondern im eigenen Inneren beginnt.

Die Folge lädt dazu ein, die eigenen Muster ehrlich zu erkennen, Trigger als Hinweise auf ungeheilte Anteile zu verstehen und Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse zu übernehmen – statt sie an den Partner abzugeben. Wahre Heilung entsteht, wenn wir lernen, aus unserem erwachsenen Ich heraus zu reagieren und unserem inneren Kind selbst die Sicherheit geben, die es damals nicht bekommen hat.

Takeaways:

  • Vater- und Mutterwunden entstehen beide aus fehlender Sicherheit, zeigen sich aber unterschiedlich.
  • Die Vaterwunde ist oft mit Leistung, Stärke und dem Wunsch nach Anerkennung verknüpft.
  • Die Mutterwunde zeigt sich häufig durch Überanpassung, fehlende Grenzen und Schuldgefühle.
  • Menschen mit Vater- und Mutterwunden ziehen sich oft gegenseitig an.
  • Beziehungen sind häufig unbewusste Heilungsversuche unseres inneren Systems.
  • Dein Partner kann kein Elternersatz sein – Heilung beginnt immer bei Dir selbst.
  • Trigger in Beziehungen weisen auf ungeheilte innere Kind-Anteile hin.
  • Bedürfnisse zu haben ist gesund – Verantwortung dafür abzugeben jedoch nicht.
  • Heilung bedeutet, vom erwachsenen Ich aus zu handeln, nicht aus der Wunde.
  • Wenn Du Dich selbst sicher hältst, verändern sich auch Deine Beziehungen.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, abonniere den Podcast Recharge Love, gib mir gerne eine Bewertung ab und teile deine Gedanken mit mir in den Kommentaren. Du findest mich für mehr Inspiration auf Instagram unter @alinabannweg

Ich freue mich, von Dir zu hören!

Schau außerdem gerne auf meiner Website vorbei: www.alinabannweg.com

...more
View all episodesView all episodes
Download on the App Store

Recharge LoveBy Alina