Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten?
Kommentar von MacDonald (CLV)
4,1.2a Jakobus hat dargestellt, dass der weise Mensch gleichzeitig friedliebend ist. Nun erinnert er sich an tragische Auseinandersetzungen, die es oft innerhalb des Volkes Gottes gibt. Was ist die Ursache all dessen? Warum gibt es so viele zerrüttete Familien und so viele Gemeinden, die durch Spaltung entzweit sind? Wieso gibt es solch bitteren Streit zwischen christlichen Mitarbeitern im Heimatdienst und den Missionaren im Ausland? Das hat seinen Grund darin, dass wir immer wieder versuchen, unsere Gier nach Vergnügen und Besitz zu befriedigen und andere immer zu übertreffen.
Es ist eine traurige Tatsache, dass es »Kriege und Streitigkeiten« unter Christen gibt. Die Auffassung, dieser Abschnitt beziehe sich nicht auf Gläubige, ist unrealistisch und beraubt uns seines ganzen Wertes für unser persönliches Leben. Was ist die Ursache all dieser Kämpfe? Sie entstehen aus den starken »Lüsten« in uns, die immer darum kämpfen, befriedigt zu werden. Da gibt es die Lust, materiellen Reichtum anzusammeln. Da ist das Streben nach Ansehen. Begierde regt uns immer an, den körperlichen Bedürfnissen nachzugeben. Diese Mächte sind in uns am Werk. Wir sind nie zufrieden. Stets wollen wir mehr. Und doch werden wir immer wieder in unserem Streben enttäuscht, das zu bekommen, was wir wollen. Die unerfüllte Sehnsucht wird so stark, dass wir diejenigen tyrannisieren, die scheinbar unser Weiterkommen behindern wollen. Jakobus sagt: »Ihr tötet.« Er verwendet das Wort im übertragenen Sinne. Natürlich morden wir nicht wörtlich, aber im Zorn, der Eifersucht und der Grausamkeit, die wir hervorbringen, ist der Mord bereits im Ansatz vorhanden.
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