#unravel

#2 Björn, warum fühlen Männer so wenig?


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Ihr werdet hören:

  • Ein super spannendes Gespräch mit dem Autoren, Psychologen und Männerberater Björn Süfke über Männlichkeit (überrascht euch nicht, oder?) und Gefühle - haben, nicht haben, zeigen, kanalisieren und abspalten.


Die 5 wichtigsten Punkte aus dem Gespräch mit Björn Süfke

1. Männlichkeit und Gefühlsverbote

Männer werden oft früh dazu sozialisiert, ihre Gefühle nicht zuzulassen – mit Ausnahme von Wut. Diese emotionale Unterdrückung führt dazu, dass sie sich im Laufe ihres Lebens zunehmend von ihren Gefühlen distanzieren. Dadurch fehlt ihnen oft der Zugang zu sich selbst, was langfristig Probleme in Beziehungen und im eigenen Wohlbefinden verursachen kann.

2. Männliche Gefühlsabwehr und ihre Folgen

Um nicht mit ihren Emotionen konfrontiert zu werden, nutzen Männer häufig Abwehrmechanismen wie Rationalisierung, übermäßige Leistungsorientierung oder Ablenkung durch Sport, Zocken oder Humor. In manchen Fällen kann dies auch in Gewalt umschlagen. Viele Männer kommen erst in Krisensituationen dazu, ihre Gefühle zu hinterfragen.

3. Die gesellschaftliche Veränderung und der Backlash

Während junge Frauen zunehmend feministische und gleichberechtigte Perspektiven vertreten, gibt es unter jungen Männern eine gegenläufige Entwicklung. Viele sind verunsichert, weil traditionelle Männlichkeitsbilder infrage gestellt werden, und suchen Halt in antifeministischen Strömungen. Diese Verunsicherung wird häufig nicht ausreichend aufgefangen, weshalb Männer sich in toxischen Online-Communities radikalisieren.

4. Niedrigschwellige Wege für Männer, ihre Gefühle zu erkunden

Björn empfiehlt, bewusst emotionale Filme oder Musik zu konsumieren und zu beobachten, welche Szenen oder Texte einen berühren. Dies kann ein erster Schritt sein, sich mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen, bevor man sich aktiv in Gespräche begibt oder professionelle Hilfe sucht.

5. Männlichkeit als gesellschaftliches Thema und die Bedeutung von Vorbildern

Die Veränderung von Männlichkeit kann nur als gesellschaftlicher Prozess geschehen. Männer, die sich reflektieren und neue Wege gehen, brauchen unterstützende Räume – sei es in Beratungsstellen, Unternehmen oder im privaten Umfeld. Gleichzeitig ist es wichtig, positive männliche Vorbilder sichtbar zu machen, die alternative Männlichkeitsbilder verkörpern und zeigen, dass emotionale Kompetenz und Verletzlichkeit eine Stärke sind.


Das Gespräch hat viele tiefgehende und wichtige Impulse gegeben – und zeigt, dass wir neue Narrative für Männlichkeit brauchen, die Männern und der Gesellschaft insgesamt gut tun.


Ihr werdet sehen:

Leider nichts, denn die Folge haben wir ohne Video aufgenommen. Mehr Fokus auf's Gesagte! 😇


Seid so lieb und abonniert / bewertet #unravel direkt, darüber würde ich mich unglaublich freuen! 🫶🏼


xoxo, Vanessa


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#unravelBy Vanessa Jobst-Jürgens