Lukas Hurrle ist Vater von drei Kindern – und jemand, der Vereinbarkeit nicht nur fordert, sondern lebt.
Bei Beiersdorf in Hamburg arbeitet er in einer verantwortungsvollen Position und hat gemeinsam mit Kolleg:innen das Väternetzwerk dad.icated gegründet – eine Initiative von Vätern für Väter, die zeigt, wie gelebte Gleichberechtigung im Unternehmen aussehen kann.
Diese Folge ist in den schönen Räumen von Beiersdorf entstanden – in ruhiger Atmosphäre, aber mit viel Energie. Und vielleicht ist sie genau deshalb so besonders: weil sie leise, aber eindringlich zeigt, was passiert, wenn Männer anfangen, Verantwortung anders zu denken.
Ihr werdet hören:
Lukas und ich sprechen darüber, warum Teilzeit kein Karriereknick ist, sondern ein Kulturbeitrag, wie Jobsharing in Führungspositionen funktioniert – und was es bedeutet, wenn Väter ihre Rolle nicht nur „unterstützend“, sondern wirklich partnerschaftlich verstehen.
Wir reden über Strukturen, Privilegien und Mut – und über #300kmehr, eine Kampagne, die sichtbar macht, wie viel gesellschaftliches Potenzial freigesetzt würde, wenn Mütter mehr und Väter weniger arbeiten könnten.
Ein Gespräch über Vereinbarkeit, Haltung – und die Idee, dass Care Work auch Kulturarbeit ist.
Die 5 wichtigsten Punkte aus dem Gespräch mit Lukas:
⚡ Teilzeit ≠ weniger Leistung.
Wer 60 oder 80 Prozent arbeitet, bringt oft 100 Prozent Fokus. Leistung misst sich nicht an Präsenz, sondern an Wirksamkeit.
🤝 Jobsharing ist Führung – nur smarter.
Zwei Menschen, eine Rolle, geteilte Verantwortung: ein Modell, das mehr Perspektiven, mehr Stabilität und mehr Innovation ermöglicht.
🍼 Care Work = Share Work.
Aktive Vaterschaft stärkt Bindung – und entlastet Mütter. Vereinbarkeit ist kein Frauenthema, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
🌱 Netzwerke verändern Kultur.
Mit dad.icated hat Beiersdorf ein Väternetzwerk geschaffen, das Austausch, Sichtbarkeit und echtes Umdenken ermöglicht – von innen heraus.
📈 #300kmehr: Wenn Arbeit gerechter verteilt wäre.
Würden alle Mütter so viel arbeiten, wie sie möchten, und alle Väter so wenig, wie sie möchten, entstünden rechnerisch 300.000 zusätzliche Vollzeitstellen – und unzählige Zufriedenheitsmomente.
Chapters
00:00 Einstieg & „kleine Erfolge“
01:09 Wer ist Lukas – und warum sprechen wir über Vereinbarkeit?
03:41 Jobsharing in Führung: gelebte Flexibilität
05:15 Warum 40 Stunden kein Produktivitätsmaßstab sind
13:52 Wenn Strukturen mitwachsen müssen
19:19 Kultur bei Beiersdorf & Entstehung von dad.icated
26:47 Aktive Vaterschaft & Teilzeit als Vorbild
30:25 Von „Familie oder“ zu „Familie und“ Karriere
46:17 Warum ein Väternetzwerk mehr bewirkt als ein Familiennetzwerk
52:12 Vereinbarkeitsurlaub & neue Sichtbarkeit
53:18 #300kmehr – Kampagne und Wirkung
55:28 Mut machen durch Vorbilder
59:19 Aktive Vaterschaft als Zukunftsfrage
1:00:05 Outro & Dank
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Ihr werdet sehen:
Lukas und mich in einem schönen Konferenzraum bei Beiersdorf– in einem Gespräch, das ruhig beginnt und mit Nachhall endet. Und ihr werdet merken: Wenn wir anfangen, Vereinbarkeit laut zu denken, bewegt sich mehr, als jede Policy es könnte.
💜 Seid so lieb und abonniert / bewertet #Unravel – das hilft, neue Stimmen, andere Perspektiven und echte Vorbilder sichtbar zu machen.
Danke fürs Zuhören – und fürs Weiterdenken.
xoxo, Vanessa