#unravel

#3 Daniel & Jacomo, brauchen wir Allyship für Männer?


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Ihr werdet hören:

Ein ganz besonderes Gespräch mit Daniel und Jacomo, den beiden Autoren von New Work Men. Es geht um Männlichkeit – klar! Aber eben nicht nur: Wir sprechen über innere Arbeit, emotionale Selbstanbindung, Patriarchatskritik, Veränderung in Organisationen, toxische Rollenmuster, Sehnsüchte und die große Frage, wie Männer in eine neue Version von sich selbst hineinwachsen können.

Und ja, es wird tief, ehrlich – und auch mal unbequem.


Die 5 wichtigsten Punkte aus dem Gespräch mit Daniel und Jacomo:


1. Männlichkeit im Wandel braucht Räume – nicht nur Forderungen.

Viele Männer fühlen sich vom Diskurs um Gleichberechtigung eher angeklagt als eingeladen. Daniel und Jacomo zeigen, dass Veränderung nicht durch Druck gelingt, sondern durch sichere Räume für Reflexion und Dialog. Nicht „Du musst dich ändern“ ist der Anfang – sondern: „Schau mal, was sich für dich lohnen könnte.“


2. Männer sind auch Opfer des Patriarchats.

Ja, sie profitieren von struktureller Macht. Aber: Das Patriarchat amputiert ihnen auch den Zugang zu Gefühlen, Selbstkontakt und Beziehungsfähigkeit. Die erste Gewalt, so zitieren sie Bell Hooks, „geschieht am Mann selbst“. Dieses Spannungsfeld zwischen Verantwortung und Mitgefühl durchzieht das ganze Gespräch.


3. Emotionale Unterdrückung ist kein individuelles, sondern ein kollektives Problem.

Jungen werden früh weniger getröstet, weniger gespiegelt, weniger emotional begleitet. Die Folge: Erwachsene Männer haben oft keinen differenzierten Zugang zu ihren Emotionen – und kompensieren mit Leistung, Kontrolle oder Rückzug. Der Preis dafür: Einsamkeit und Konflikte in Beziehungen.


4. Organisationen und New Work brauchen neue Männlichkeiten.

Empathie, Kooperation, Selbstführung – alles Schlüsselkompetenzen moderner Arbeitswelten. Männer, die diese nicht entwickeln dürfen oder können, laufen Gefahr, in einer sich wandelnden Arbeitswelt den Anschluss zu verlieren. New Work braucht nicht nur neue Strukturen, sondern auch neue Selbstbilder.


5. Transformation geht nur gemeinsam.

Was es jetzt braucht, ist ein neuer Dialog: Zwischen Männern. Zwischen Frauen und Männern. Und innerhalb von Organisationen. Daniel und Giacomo fordern: weniger Scham, mehr Resonanz. Weniger Polarisierung, mehr Prozess. Ihr Buch, ihr Projekt und dieses Gespräch laden genau dazu ein.


Das Gespräch war interessanter und guter Impuls, ein echtes Miteinander auf Augenhöhe.

Und ja – es zeigt: Es ist höchste Zeit, dass wir über neue Männlichkeiten sprechen. Und dass wir es gemeinsam tun.


Ihr werdet sehen:

Daniel, Jacomo und mich im digitalen Setup.


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xoxo, Vanessa


Hier geht’s zu Daniel und Jacomos Website https://newworkmen.de/.

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#unravelBy Vanessa Jobst-Jürgens