Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.
Kommentar von MacDonald (CLV)
3,16 Wenn Paulus von der ganzen »Schrift« spricht, dann bezieht er sich auf das vollständige AT und auch auf die Teile des NT, die damals schon existierten. In 1. Timotheus 5,18 zitiert er das Lukasevangelium (10,7) als Schriftstelle. Und Petrus spricht von den Paulusbriefen als »Schrift« (2. Petr 3,16). Heute können wir gerechtfertigterweise den Vers auf die gesamte Bibel beziehen.
Dies ist einer der wichtigsten Verse der Bibel zum Thema Inspiration. Er lehrt, dass die Schrift von Gott »eingehaucht« wurde. Auf wunderbare Weise hat Gott sein Wort den Menschen vermittelt und sie geleitet, es festzuhalten, indem sie es niederschrieben. Was sie schrieben, war ganz Wort Gottes, inspiriert und unfehlbar. Es stimmt zwar, dass der individuelle Schreibstil der Verfasser nicht unberücksichtigt blieb, doch ist es ebenso wahr, dass genau jene Worte, die sie verwendeten, vom Heiligen Geist »eingegeben« wurden. So lesen wir in 1. Korinther 2,13: »Davon reden wir auch, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, indem wir Geistliches durch Geistliches deuten.« Wenn diese Verse überhaupt eine Bedeutung haben, dann diese, dass die inspirierten Autoren Worte gebrauchten, die der Heilige Geist sie lehrte. Das ist mit Verbalinspiration gemeint.
Die Autoren der Bibel legten nicht ihre eigene Lehrinterpretation dar, sondern schrieben die Botschaft nieder, die ihnen von Gott gegeben war. »Indem ihr dies zuerst wisst, dass keine Weissagung der Schrift aus eigener Deutung geschieht. Denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen Geist« (2. Petr 1,20.21).
Es ist falsch, wenn man sagt, dass Gott einfach den einzelnen Schreibern seine Gedanken eingegeben und ihnen erlaubt habe, diese Gedanken mit ihren eigenen Worten auszudrücken. Die Wahrheit, worauf die Schrift nachdrücklich besteht, lautet: Jedes einzelne Wort, das »Gott« den Menschen gegeben hat, wurde von ihm eingehaucht.
Weil die Bibel das Wort Gottes ist, erweist sie sich als »nützlich«. Jeder Teil davon ist »nützlich«. Obwohl man sich fragen mag, inwieweit das auf die Ahnentafeln und unverständliche Abschnitte zutrifft, wird doch der vom Geist gelehrte Verstand erkennen, dass in jedem Wort, das vom Mund Gottes ausgegangen ist, geistliche Nahrung steckt.
Die Bibel ist »nützlich zur Lehre«. Sie zeigt, wie Gott über solche Themen wie Dreieinheit, Engel, den Menschen, die Sünde, die Errettung, die Heiligung, die Gemeinde und die Zukunft denkt.
Außerdem ist sie »nützlich zur Überführung«. Wenn wir die Bibel lesen, so spricht sie eindeutig zu uns über die Dinge in unserem Leben, die Gott nicht gefallen. Auch ist sie nützlich, um Irrlehren zurückzuweisen und dem Versucher zu antworten.
Ferner ist das Wort »nützlich zur Zurechtweisung«. Es zeigt uns nicht nur, was wir falsch machen, sondern weist uns auch den Weg, wie wir unser Handeln verbessern können. Z. B. sagt die Schrift nicht nur: »Wer gestohlen hat, stehle nicht mehr«, sondern sie fügt hinzu: »Er mühe sich vielmehr und wirke mit seinen Händen das Gute, damit er dem Bedürftigen etwas mitzugeben habe.« Der erste Teil des Verses stellt eine »Überführung« dar, während der zweite die »Zurechtweisung« enthält.
Schließlich ist die Bibel »zur Unterweisung in der Gerechtigkeit« nützlich. Die Gnade Gottes lehrt uns, gottesfürchtig zu leben, doch das Wort Gottes zeigt uns die Details, die ein gottesfürchtiges Leben ausmachen.
3,17 Durch das Wort kann der »Mensch Gottes vollkommen« oder reif werden. Er ist »völlig zugerüstet« mit allem, was er benötigt, um »jedes gute Werk« zu vollbringen, was dem Ziel seiner Errettung entspricht (Eph 2,8-10). Dies steht im scharfen Kontrast zur modernen Vorstellung, dass man sich durch akademische Abschlüsse »zurüsten« könne.
Lenski schreibt:
Die Schrift ist deshalb völlig unvergleichlich. Kein anderes Buch, keine Bibliothek oder sonst etwas anderes in der Welt ist in der Lage, den Sünder zum Heil zu führen. Keine andere Schrift, welchen Nutzen sie auch immer haben mag, ist dazu nützlich, weil ihr die Inspiration Gottes fehlt: Die Schrift allein lehrt uns die wahren Fakten der Erlösung. Sie weist die Lügen und Illusionen zurück, die diese Tatsachen leugnen wollen. Sie bringt den Sünder oder gefallenen Christen erstmals oder wieder in die Stellung von Aufrichtigen. Und sie lehrt, unterweist und macht uns zu Jüngern in wahrer Gerechtigkeit.
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