
Sign up to save your podcasts
Or


»[…] er sagte nur so zu mir: ›Darfst halt nicht so viel fressen, dann biste auch nicht so fett‹, und ging weg.« Wir sprechen mit Thomas Heinrich über seine Stigmatisierung von übergewichtigen Menschen, die verschiedenen Aspekte einer Magenoperation und über Selbsthilfe als Kraft um zu sich selbst zu finden.
Hier sind Deine Shownotes für diese Episode.
Thomas Heinrich von der SHG Adipositas und Bariatrische OP Halle.
• Definition laut Deutscher Adipositas Gesellschaft: „Adipositas ist eine chronische Krankheit, die definiert ist als eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts. Berechnungsgrundlage für die Gewichtsklassifikation ist der Körpermasseindex, der sog. Body Mass Index (BMI).“
• Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahre 2021, sind in Deutschland rund 47 Prozent der Frauen und knapp 61 Prozent der Männer von Übergewicht inklusive Adipositas betroffen.
• Laut Deutscher Adipositas Stiftung können sichtbares Übergewicht, ein Missverhältnis zum eigenen Körper, Essstörungen wie Binge-Eating und psychologische Erkrankungen wie Depressionen in einem direkten Verhältnis stehen.
• Im Zuge der Verabschiedung des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG), hat der Deutsche Bundestag Adipositas 2020 offiziell als Krankheit anerkannt.
• Unter Bariatrischer oder auch Adipositas Chirurgie versteht die Medizin eine Reihe chirurgischer Techniken, um bei Betroffenen von krankhaftem Übergewicht eine dauerhafte Gewichtsreduktion einzuleiten. Weltweit werden etwa 300.000 Eingriffe dieser Art pro Jahr durchgeführt.
Quellen:
In der Selbsthilfegruppe unterstützen und motivieren sich derzeit ca. 6 Betroffene gegenseitig beim Thema Adipositas inkl. Adipositas-OP. Themen sind u.a. Nachsorge, Ernährung, Supplementierung und Begleiterkrankungen der Bariatrischen OP. (Stand April 2024; Informationen bereitgestellt durch Thomas Heinrich; Anm. d. Red.)
Selbsthilfegruppe Adipositas & Bariatrische OP Halle
im mitteldeutschen Raum (Auszug):
Sachsen-Anhalt /: https://www.med.uni-magdeburg.de/Patienten+_+G%C3%A4ste/Ratgeber+Gesundheit/Adipositas.html (Magdeburg)
Sachsen: https://www.klinikumchemnitz.de/kliniken-bereiche/behandlungszentren/adipositas-zentrum (Chemnitz)
Thüringen: https://www.adipositaszentrum-erfurt.de/ (Erfurt)
bundesweit:
Adipositas Verband Deutschland e.V.: https://www.adipositasverband.de/
So wie viele andere Menschen mit Übergewicht, hat auch Thomas Heinrich Ausgrenzungserfahrungen im Kindes- und Jugendalter erfahren. Auf diesen Zusammenhang geht auch das Bundeszentrum für Ernährung in seinem Beitrag von „Wie sich Übergewicht auf die Psyche auswirkt“ (Stand: 22.09.2021): https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2021/september/wie-sich-uebergewicht-auf-die-psyche-auswirkt/
Auch Familienblogger und Vater Mario Förster schreibt auf seinem Blog „NetPapa“ über „Mobbing in der Schule wegen Übergewicht“: https://www.netpapa.de/magazin/mobbing-in-der-schule-wegen-uebergewicht/
Passend zum Thema „Selbsthilfe bei Adipositas“ sprechen wir in dieser Episode auch kurz über „Weight Watchers“. Bei Weight Watchers handelt es sich um ein US-amerikanisches Unternehmen, das ein spezielles Programm zur Gewichtsreduktion anbietet. Das Konzept basiert, vereinfacht gesagt, auf einem Punktesystem. Lebensmittel haben verschiedene Punkte. Innerhalb eines vorher definierten individuell festgelegten Wertes können Teilnehmende dann essen und trinken was sie mögen, solange sie sich in diesem Punktesystem bewegen. Die Mitgliedschaft ist kostenpflichtig – in Deutschland ab 12,50 € pro Monat.
Das Portal „Mindful Meals“ weist darauf hin, dass eine Versteifung auf eine Punktesystem unter Umständen zu einer „ungesunden Beziehung zum Essen“ führen kann. Ferner berücksichtige das Konzept keine Gesundheitszustände wie „Diabetes, Herzkrankheiten oder Lebensmittelallergien“. Der Gesellschaft für Ernährung e.V. kommt diesbezüglich zum gleichen Ergebnis, bescheinigt dem System darüber hinaus aber eine Tauglichkeit, unter ernährungswissenschaftlichen Gesichtspunkten (siehe Quelle).
Quellen:
Wann: jährlich am 04. März
Quellen:
Kontakt
Für die Bereitstellung der Räumlichkeiten danken wir Helke Werner.
Du hast Fragen, Anregungen und konstruktive Kritik zum Podcast und dieser Episode? Dann schreib uns einfach eine Mail:
ausgesprochen menschlich – Selbsthilfe auf Sendung ist ein Podcast der AOK Sachsen-Anhalt. Mehr Informationen zum Angebot der AOK und viele Tipps und Hinweis rund um Deine Gesundheit findest Du unter www.deine-Gesundheitswelt.de/Selbsthilfe
By Robert Gryczke, Axel Fichtmüller, AOK Sachsen-Anhalt»[…] er sagte nur so zu mir: ›Darfst halt nicht so viel fressen, dann biste auch nicht so fett‹, und ging weg.« Wir sprechen mit Thomas Heinrich über seine Stigmatisierung von übergewichtigen Menschen, die verschiedenen Aspekte einer Magenoperation und über Selbsthilfe als Kraft um zu sich selbst zu finden.
Hier sind Deine Shownotes für diese Episode.
Thomas Heinrich von der SHG Adipositas und Bariatrische OP Halle.
• Definition laut Deutscher Adipositas Gesellschaft: „Adipositas ist eine chronische Krankheit, die definiert ist als eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts. Berechnungsgrundlage für die Gewichtsklassifikation ist der Körpermasseindex, der sog. Body Mass Index (BMI).“
• Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahre 2021, sind in Deutschland rund 47 Prozent der Frauen und knapp 61 Prozent der Männer von Übergewicht inklusive Adipositas betroffen.
• Laut Deutscher Adipositas Stiftung können sichtbares Übergewicht, ein Missverhältnis zum eigenen Körper, Essstörungen wie Binge-Eating und psychologische Erkrankungen wie Depressionen in einem direkten Verhältnis stehen.
• Im Zuge der Verabschiedung des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG), hat der Deutsche Bundestag Adipositas 2020 offiziell als Krankheit anerkannt.
• Unter Bariatrischer oder auch Adipositas Chirurgie versteht die Medizin eine Reihe chirurgischer Techniken, um bei Betroffenen von krankhaftem Übergewicht eine dauerhafte Gewichtsreduktion einzuleiten. Weltweit werden etwa 300.000 Eingriffe dieser Art pro Jahr durchgeführt.
Quellen:
In der Selbsthilfegruppe unterstützen und motivieren sich derzeit ca. 6 Betroffene gegenseitig beim Thema Adipositas inkl. Adipositas-OP. Themen sind u.a. Nachsorge, Ernährung, Supplementierung und Begleiterkrankungen der Bariatrischen OP. (Stand April 2024; Informationen bereitgestellt durch Thomas Heinrich; Anm. d. Red.)
Selbsthilfegruppe Adipositas & Bariatrische OP Halle
im mitteldeutschen Raum (Auszug):
Sachsen-Anhalt /: https://www.med.uni-magdeburg.de/Patienten+_+G%C3%A4ste/Ratgeber+Gesundheit/Adipositas.html (Magdeburg)
Sachsen: https://www.klinikumchemnitz.de/kliniken-bereiche/behandlungszentren/adipositas-zentrum (Chemnitz)
Thüringen: https://www.adipositaszentrum-erfurt.de/ (Erfurt)
bundesweit:
Adipositas Verband Deutschland e.V.: https://www.adipositasverband.de/
So wie viele andere Menschen mit Übergewicht, hat auch Thomas Heinrich Ausgrenzungserfahrungen im Kindes- und Jugendalter erfahren. Auf diesen Zusammenhang geht auch das Bundeszentrum für Ernährung in seinem Beitrag von „Wie sich Übergewicht auf die Psyche auswirkt“ (Stand: 22.09.2021): https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2021/september/wie-sich-uebergewicht-auf-die-psyche-auswirkt/
Auch Familienblogger und Vater Mario Förster schreibt auf seinem Blog „NetPapa“ über „Mobbing in der Schule wegen Übergewicht“: https://www.netpapa.de/magazin/mobbing-in-der-schule-wegen-uebergewicht/
Passend zum Thema „Selbsthilfe bei Adipositas“ sprechen wir in dieser Episode auch kurz über „Weight Watchers“. Bei Weight Watchers handelt es sich um ein US-amerikanisches Unternehmen, das ein spezielles Programm zur Gewichtsreduktion anbietet. Das Konzept basiert, vereinfacht gesagt, auf einem Punktesystem. Lebensmittel haben verschiedene Punkte. Innerhalb eines vorher definierten individuell festgelegten Wertes können Teilnehmende dann essen und trinken was sie mögen, solange sie sich in diesem Punktesystem bewegen. Die Mitgliedschaft ist kostenpflichtig – in Deutschland ab 12,50 € pro Monat.
Das Portal „Mindful Meals“ weist darauf hin, dass eine Versteifung auf eine Punktesystem unter Umständen zu einer „ungesunden Beziehung zum Essen“ führen kann. Ferner berücksichtige das Konzept keine Gesundheitszustände wie „Diabetes, Herzkrankheiten oder Lebensmittelallergien“. Der Gesellschaft für Ernährung e.V. kommt diesbezüglich zum gleichen Ergebnis, bescheinigt dem System darüber hinaus aber eine Tauglichkeit, unter ernährungswissenschaftlichen Gesichtspunkten (siehe Quelle).
Quellen:
Wann: jährlich am 04. März
Quellen:
Kontakt
Für die Bereitstellung der Räumlichkeiten danken wir Helke Werner.
Du hast Fragen, Anregungen und konstruktive Kritik zum Podcast und dieser Episode? Dann schreib uns einfach eine Mail:
ausgesprochen menschlich – Selbsthilfe auf Sendung ist ein Podcast der AOK Sachsen-Anhalt. Mehr Informationen zum Angebot der AOK und viele Tipps und Hinweis rund um Deine Gesundheit findest Du unter www.deine-Gesundheitswelt.de/Selbsthilfe