Auf Kamtschatka werden zwei Mädchen entführt. Julia Phillips nimmt das zum Anlass für einen Erzählreigen über das Verschwinden, das verschwinden wollen und das verschwunden sein. In der Hauptstadt der sibirischen Halbinsel Kamtschatka verschwinden zwei Mädchen spurlos. Über zwölf Monate begleiten wir verschiedene Frauen, die mit diesem ungelösten Fall mal direkt, mal indirekt in Verbindung stehen. Ein beeindruckendes Kaleidoskop von Geschichten, die auf ein spannungsreiches Finale zulaufen, in dem die von Schmerz geplagte Mutter der Kinder eine entscheidende Rolle spielt. Wir sind begeistert von der Romankonstruktion, sind fasziniert von einer fremden Welt, die durch die Porträts der russischen Frauen lebendig wird. Aber wir sind bei aller positiver Kritik nicht immer einer Meinung. Warum dieser Debütroman einer jungen amerikanischen Schriftstellerin trotzdem unbedingt lesenswert ist, erfahrt ihr in unserem Podcast.