Strom, Gas und Öl sind teurer geworden, was nun im beginnenden Herbst und Winter viele Menschen beschäftigt. Teilweise sind in alten Bauernhäusern noch Ölheizungen eingebaut. Zudem benötigen vor allem tierhaltende landwirtschaftliche Betriebe sehr viel Energie. Lohnt es sich jetzt, ein neues Wärmesystem zu installieren? Und falls ja: Was sollte man vorher bedenken?
Antworten auf diese Fragen gibt Gerold Tammen, Berater für Energietechnik und Erneuerbare Energien bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) in einer neuen Podcastfolge. Im Gespräch mit LAND & FORST-Redakteurin Heidrun Mitze erläutert er unter anderem, was bei einer Investition in eine neues Heizsystem zu beachten ist.
Wichtig bei allen Überlegungen ist aus Tammens Sicht, dass man die Wirtschaftlichkeit nicht außer Acht lässt. „Sie sollten ihren eigenen Energiebedarf kennen“, erklärt Tammen. Davon hänge dann auch die Größe der Anlage ab. Schließlich investiere man in ein neues System für viele Jahre im Voraus. Auch Nachhaltigkeit spiele vor allem für jüngere Kunden eine Rolle, wenn sie sich für ein neues Wärmesystem entscheiden, schildert der Experte.
Biomasse, Pellets, Hackschnitzel oder Scheitholz? Der Energieberater und die Redakteurin besprechen auch, welcher Heizrohstoff sich für wen am besten eignet, wie teuer er derzeit ist und wie viel Arbeit er mit sich bringt. Und: Darf zum Beispiel Strauch- und Heckenschnitt für die Anlagen verwendet werden?
Der Experte gibt nützliche Tipps, wo Interessierte Zuschüsse beantragen können und in welcher Höhe. Gerold Tammen weist in diesem Zusammenhang darauf hin: „Wenn Sie noch keinen Förderbescheid bekommen haben, dann dürfen Sie auch keine Umbaumaßnahmen in den Bereich vollziehen bzw. mit den Arbeiten beginnen.“ Außerdem sollte man einige Zeit einplanen, bis das Heizsystem installiert werden kann.
Bis dahin gilt Tammens Worten zufolge: „Nicht in Panik verfallen oder Entscheidungen übers Knie brechen.“ Solide Beratung und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung können helfen.