Unter dem Titel Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten? zeigt das Städel Museum zu Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Amsterdamer Museum Bildkunst der Rembrandt-Zeit. Im Mittelpunkt stehen die herausragenden Gruppenbildnisse des Amsterdamer Museum, die selten ausgeliehen werden und in diesem großen Umfang erstmals in Deutschland zu sehen sind. Die Ausstellung hinterfragt die traditionelle Vorstellung des 17. Jahrhunderts als "Goldenes Zeitalter" der Niederlande. Die wirtschaftliche und kulturele Blüte der Zeit beruhte auch auf einer aggresiven Handelspolitik der Vereinigten Niederlande, deren Grundlage der Aufbau von Kolonien in Asien und Südamerika sowie die Versklavung und Ausbeutung von Menschen war. In dieser Podcastfolge wollen wir auf die Bedeutung dieser Ausstellung, die noch bis zum 23. März 2025 in Frankfurt zu sehen ist, und auf die Problematik des Begriffs 'Goldene Jahrhundert' näher eingehen. Unser Gesprächspartner ist Prof. Dr. Jochen Sander, stellvertretender Direktor des Städel Museums in Frankfurt, seit 2008 Inhaber der Städel-Kooperations-professur am Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Frankfurt und Kurator der Ausstellung Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten? Zur Ausstellung erschien der Katalog: Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten? Herausgegeben von Jochen Sander. München: Hirmer Verlag 2024.