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Daniel Schulz wurde 1979 in Potsdam geboren und wuchs in einem Dorf in Brandenburg auf. Er studierte Politikwissenschaften und Journalistik in Leipzig. Er arbeitete als Journalist für die Märkische Allgemeine, die Zitty und das Freie Wort. Bei der taz.die tageszeitung leitet er heute gemeinsam mit Sabine Seifert das Ressort Reportage und Recherche. Er erhielt den Reporterpreis und wurde mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Im Januar 2022 erscheint bei Hanser Berlin der Roman "Wir waren wie Brüder".
Wir sprechen über den Prozess der Fiktionalisierung von biografischen Erfahrungen, über Sprache, die mit dem Erzähler mitwächst, über Wutketten beim Schreiben, einem leser*innenfreundlichen Schreiben über Gewalt und Sex, über Sprachsubtraktionen, über Männlichkeitsbilder und das schräg-liebevolle in Männerfreundschaften, über die Normalität rechter Gewalt nach der Wende und - Daniels anarchiefreundliches Herz.
Die Reportage "Wir waren wie Brüder".
Daniel Schulz im Gespräch mit Ambros Waibel über Väter beim Militär in Ost- und Westdeutschland.
Daniela Dröscher wurde 1977 in Rheinland-Pfalz geboren. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und London und promovierte im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam mit einer Arbeit über die Poetologie Yoko Tawadas. Sie studierte zudem szenisches Schreiben bei uniT Graz. 2021 kuratierte sie die Online-Projekte „Check your habitus“ und „Soll & habitus“. Sie ist Mitglied des PEN-Zentrum Deutschland und lebt in Berlin.
Wir sprechen über ihr letztes Buch "Zeige deine Klasse", erschienen bei Hoffmann & Campe
Zu "Check your habitus" und "Soll & habitus" sind auch Begleitbände bei Sukultur erschienen.
Außerdem nehmen wir im Gespräch Bezug auf den Begriff "Critical Westdeutschness", den Matthias Warkus und Peter Neumann in einer dreiteiligen Serie auf 54books diskutieren.
Eva Schörkhuber wurde 1982 in St. Pölten geboren. Sie hat Germanistik und Komparatistik in Wien und Marseille studiert. 2021 ist ihr dritter Roman „Die Gerissene“ in der Edition Atelier erschienen. Ihre ersten beiden Romane waren „Nachricht an den Großen Bären“ (2017) und „Quecksilbertage“ (2014). Sie lebt als Schriftstellerin in Wien, ist Mitglied im Redaktionskollektiv von P.S. Politisch Schreiben sowie im Papiertheaterkollektiv Zunder, und als Herausgeberin, Lektorin und Literaturwissenschaftlerin tätig.
Hier noch der Hinweis auf den Podcast „Auf Buchfühlung“ über kreative Kollektive mit Eva Schörkhuber & Kaská Bryla im Gespräch mit Victoria Strobl und Irene Zanol.
PS. Am Ende des Gesprächs empfiehlt Eva das Essay "Luxus für alle. Die politische Gedankenwelt der Pariser Kommune" von Kristin Ross. Eigentlich Stoff für einen weiteren Podcast.
Die Schriftstellerin, Journalistin und Musikerin Manja Präkels wurde 1974 in Zehdenick geboren. 2017 erschien im Verbrecher Verlag ihr Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“, der mit dem Anna-Seghers-Preis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Sie ist Herausgeberin des Lyrikbandes „Kaltland“ und Mitgründerin des Erich-Mühsam-Fests. Sie erhielt das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste und ist derzeit 53. Stadtschreiberin in Rheinsberg.
Wir sprechen darüber, welche Rolle Musik ihrem Schreiben spielt, wie Stoffe ihre Form finden und wie sich der eigene Blick auf die Herkunft durch das Schreiben verändert hat.
Der Essay "Unterm Gras die Knochen" ist Thema im Gespräch, ebenso der Film "Märkische Ziegel" von Volker Koepp.
"Gedankenmanufaktur", die Website von Manja Präkels und Markus Liske.
Die Lyrikerin und Autorin Simone Scharbert ist 1974 in Aichach geboren. Sie hat Politikwissenschaft, Philosophie und Literatur in München, Augsburg und Wien studiert und im Fach Politikwissenschaft promoviert.
Sie ist Lehrbeauftragte am Deutschen Institut für Sprache an der Universität Köln.
Wir sprechen über das Dialogische in ihrer Arbeit und ihre Auseinandersetzung mit Alice James, über Gattungsbegriffe, Aneignung von Literatur, Frauenbilder, Feminismus und Denken ohne Geländer, Pandemie-Arbeit und Sichtbar-Machen.
Über "du, alice. eine anrufung" (edition Azur) erschien ein Text von Jan Kuhlbrodt bei piqd.de
Die Website von Simone Scharbert mit dem Podcast "Nahaufnahme".
Simone Scharbert ist Teilnehmende des Literaturprojekts ["Transit"] am Ebertplatz im Köln. (https://unser-ebertplatz.koeln/transit-literatur-am-ebertplatz/).
Kaśka Bryla wurde in Wien geboren und ist zwischen Wien und Warschau aufgewachsen. Sie schloss ein Studium der Volkswirtschaft ab und ist Absolventin des Deutschen Literaturinstituts in Leipzig. Sie ist Mitgründerin der Literaturzeitschrift und des „Autor*innennetzwerks PS: Politisch Schreiben“, zu deren Redaktion sie seit 2015 gehört. 2013 erhielt sie das START-Stipendium und 2018 den Exil Preis für Prosa.
Wie du mir, so ich dir. Das Prosadebüt im Gefangenendilemma, erschienen in PS: Politisch Schreiben #6 (2020)
Kaśka Bryla war auch in dem Podcast „Auf Buchfühlung“ zu Gast.
Nadire Y. Biskin wurde in Berlin als Enkeltochter türkischer Gastarbeiter*innen geboren. Sie schloss eine kaufmännische Ausbildung ab, studierte anschließend Philosophie, Ethik und Spanisch an der Humboldt Universität und an der Universität von Alacant, absolvierte das Referendariat an zwei Berliner Schulen, das sie mit dem Zweiten Staatsexamen abschloss.
Sie schreibt unter anderem für das Neue Deutschland, den Fluter, Spiegel Online und die Berliner Zeitung und veröffentlicht Kurzgeschichten, Essais und Lyrik in Anthologien und Magazinen wie Bella Triste, Metamorphosen und PS Politisch Schreiben. Sie arbeitet an ihrem Debütroman, der Anfang 2022 erscheint.
Nadire Y. Biskin im Gespräch mit DER ZEIT, und in der
Mein heutiger Gast ist der Schriftsteller Markus Ostermair. Er lebt in München, arbeitet seit dem Studium der Literaturwissenschaft auch als Übersetzer, Texter und Lehrer für Englisch sowie Deutsch als Fremdsprache. In seinem Roman Der Sandler setzt er sich mit dem Thema Obdachlosigkeit auseinander. Seine Beschäftigung damit begann als Zivildienstleistender in der Bahnhofsmission München. Der Sandler ist sein literarisches Debüt.
Er ist Teilnehmer der Bayerischen Akademie des Schreibens und erhielt diverse Auszeichnungen und Förderungen, darunter das Literaturstipendium der Stadt München, ein Residenzstipendium auf Schloss Wiepersdorf und zuletzt den Tukan-Preis der Stadt München.
Wir sprechen über darüber, warum er sich dem Thema Obdachlosigkeit literarisch genähert hat. Es ist ein Gespräch über engagierte Literatur, und warum es gut sein kann, sich Mitstreiter*innen bei der Schreibarbeit zu suchen.
Markus Ostermair im Interview mit Leo F. Seidl, das im Neuen Deutschland erschien.
Besprechung von Alex Rühle in der Süddeutschen Zeitung.
Besprechung in der taz.die tageszeitung von Michaela Maria Müller.
Mein heutiger Gast ist die Schriftstellerin Sabine Scholl. Sie wurde in Oberösterreich geboren. Ihr bisheriges Werk ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Theodor-Körner-Preis, dem Rauriser Literaturpreis und zuletzt mit dem Anton-Wildgans-Preis. Sie unterrichtet am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und an der Universität für Angewandte Künste in Wien. Ihre Romane erschienen im Secession Verlag für Literatur. Zuletzt erschien O., ein kühn erzähltes Heldinnenepos, das die Geschichte der Odyssee aus weiblicher Sicht neu erfindet.
Wir sprechen über ihr Leben in Chicago, über die Verantwortung, in der Familie heute manchmal schwierige Debatten - von Corona bis Rassismus - führen zu müssen, und die Freiheit beim Schreiben ihres letzten Romans. Eingangs haben wir uns über das Arbeiten in Zeiten von Corona und den Kulturbetrieb unterhalten.
Die angesprochenen Essais sind im Standard erschienen:
Rassismus in den USA: oben weiß, unten schwarz
Was genau empört uns?
Die Seite der Autorin bei Secession Verlag für Literatur.
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