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5 Gründe für nasse Fenster im Winter


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(Bildquelle: Imago / Zoonar / Bearbeitung: GIGA)

Trotz Heizen und Lüften bildet sich an euren Fenstern ständig Kondenswasser? Das Problem ist oft vielfältiger, als ihr glaubt.

Wenn im Winter die Fensterscheiben von innen nass sind, obwohl die Heizung läuft, steckt oft mehr dahinter als nur kalte Außentemperaturen. Die Ursache ist eine Kombination aus zu hoher Luftfeuchtigkeit und kalten Oberflächen. Trifft die warme, feuchte Raumluft auf die kühle Fensterscheibe, kühlt sie ab und gibt die Feuchtigkeit als Kondenswasser ab. Das ist ein idealer Nährboden für Schimmel.

Fünf Gründe für Kondenswasser am Fenster

1. Ein häufiges Problem ist falsches Heizverhalten. Wer die Heizung nur stundenweise aufdreht, erwärmt zwar die Luft, doch die Wände und Fenster bleiben kalt. Es wird daher geraten, eine konstante Raumtemperatur zu halten und sie bei Abwesenheit nur um wenige Grad abzusenken. So kühlen die Oberflächen nicht vollständig aus, und die Feuchtigkeit kann sich schlechter festsetzen.

2. Auch die Art des Lüftens ist entscheidend für ein gesundes Raumklima. Ein dauerhaft gekipptes Fenster sorgt kaum für einen effektiven Luftaustausch, kühlt aber die Wände und Fensterlaibungen stark aus. Besser ist kurzes, kräftiges Stoßlüften für fünf bis zehn Minuten, bei dem die verbrauchte, feuchte Luft schnell durch frische, trockene ersetzt wird, ohne dass der Raum stark auskühlt.

3. Oft sind es alltägliche Gewohnheiten, die die Luftfeuchtigkeit unbemerkt in die Höhe treiben. Zu den größten Feuchtigkeitsquellen zählen das Trocknen von Wäsche in der Wohnung, das Kochen ohne Deckel oder lange, heiße Duschen. Selbst die Anwesenheit mehrerer Personen erhöht den Feuchtigkeitsgehalt der Luft spürbar, weshalb gezieltes Lüften danach besonders wichtig ist.

4. Manchmal liegt die Ursache aber auch am Fenster selbst. Veraltete oder beschädigte Dichtungen führen zu sogenannten Wärmebrücken, an denen kalte Luft von außen eindringt. An diesen Stellen ist die Oberfläche besonders kühl und zieht Kondenswasser regelrecht an. Ein einfacher Test mit einer Kerzenflamme kann verräterische Zugluft schnell entlarven.

5. Zuletzt kann auch eine schlechte Luftzirkulation das Problem verschärfen. Stehen große Möbelstücke, viele Pflanzen oder schwere Vorhänge direkt vor dem Fenster, kann die erwärmte Heizungsluft die Scheibe nicht erreichen. Dadurch bleibt die Glasfläche kalt, und die Feuchtigkeit aus der Raumluft schlägt sich genau dort nieder (Quelle: Umweltbundesamt).

Viele Ursachen für nasse Fenster

Nasse Fenster sind selten auf eine einzige Ursache zurückzuführen, sondern meist das Ergebnis eines Zusammenspiels mehrerer Faktoren. Oft genügen schon kleine Anpassungen im Alltag, um das Problem in den Griff zu bekommen. Dazu gehören konstantes Heizen, richtiges Stoßlüften und das Freihalten der Fensterbereiche. Damit schützt ihr nicht nur eure Fenster, sondern sorgt auch für ein gesünderes Wohnklima und beugt Schimmelbildung effektiv vor.

Peter Hryciuk (Eigene Meinung):

Erfahrung aus dem Altbau

In meiner alten Altbauwohnung hatte ich das Problem oft im Winter. Anständiges Heizen und richtiges Lüften haben nicht geholfen. Am Ende mussten neue Fenster her. Seitdem diese verbaut sind, hat sich die Luftfeuchtigkeit in den Räumen stabilisiert und es sammelt sich kein Wasser mehr am Fenster.

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