"Zerschlagt das Alte, bombardiert die Hauptquartiere", so erklärte Mao Zedong die Große proletarische Kulturrevolution in China. Ganze zehn Jahre dauerte sie, ihr Beginn ist nun rund 50 Jahre her. Hunderttausende Intellektuelle und Kulturschaffende wurden im Zuge der Kulturrevolution verfolgt, gefoltert, getötet oder in den Tod getrieben. Mao wollte Chinas Gesellschaft radikal umkrempeln und seine eigene Macht festigen. Aber eine Aufarbeitung der Gräueltaten von damals findet in China bis heute kaum statt. Eine kritische Debatte erlaubt das offizielle China nicht. Bislang bleiben es nur einzelne, die sich äußern.