Che Guevara war wohl der Popstar unter den Revolutionären. Vor und 50 Jahren ist er gestorben. Als Kind krank an allen Gliedern und trotzdem ein Getriebener, er triumphierte im kubanischen Befreiungskampf gegen die Batista-Diktatur. Er starb ausgemergelt, allein und zerrupft im bolivianischen Dschungel. Dort herrschte zu der Zeit eine Militärdiktatur, die linke Nostalgie nicht zuließ. Die Leute hatten Angst und irgendwie auch kein Interesse an diesem Fremden, der zum Kampf für Gerechtigkeit aufrief und die indigenen Bauern gleichzeitig bevormundete, ganz so als sei er ein besserer Mensch. Boliviens Provinz war definitiv der falsche Ort für die Weltrevolution. Doch es war der beste Ort der Mythen- und Legendenbildung.