Im März 1939 wird der Gast dieser Folge in Oberschlesien geboren; wenige Monate später überfallen die Deutschen Polen, sein Vater „durch und durch deutsch“ muss nach dem Krieg erst mal untertauchen; der Sohn muss polnisch lernen, als Kind mit der Feindlichkeit vieler Polen klar kommen – mit einem Kumpel wird er Elektrosteiger, arbeitet im Kohlebergbau, wo er seinen mittlerweile wieder gemeldeten Vater kurz wiedertrifft – aber „das war kein Verhältnis“. Seine Frau gefällt ihm früh, sie wohnt einige Straßen weiter, ist mit dem drei Jahre jüngeren Bruder in einer Schulstufe; der ist strebsamer, studiert neben der Arbeit, wird Direktor. Ende der 80er verlassen seine beiden Kinder Polen; kurze Zeit später folgt er, mittlerweile als Bergmann früh berentet, mit seiner Frau; er arbeitet in Essen noch einige Jahre für eine bekannte Security- Firma; nutzt die Reisefreiheit: Inseln, Sonne und Meer. Er erzählt von seinen Hobbys, dem Fallschirmspringen, der Musik und der schwarz-weiß Fotografie; aber auch vom Sterben seines gerade mal 57 Jahre alten Sohnes.
Wir haben am 24.9.25 miteinander gesprochen. Die Tageszeitung berichtet im Titel, die „Städte wollen Uber ausbremsen“. Zum Geburtsort Klausberg:https://de.wikipedia.org/wiki/Mikulczyce Ein Teil Deutschlands war die Stadt, wie ich behaupte, zum Zeitpunkt der Geburt des Gastes dieser Folge, also am 7.3.39 nicht. Kohlebergbau in Oberschlesien, heute:https://www.silesia-news.de/2024/12/04/oberschlesien-nimmt-abschied-von-steinkohle/ Von der komplizierten Beziehung zwischen den Polen und den Deutschen in der Region bekommt man auch hier einen Eindruck:https://de.wikipedia.org/wiki/Aufst%C3%A4nde_in_Oberschlesien https://www.deutscheundpolen.de/ereignisse/ereignis_jsp/key=teilung_oberschlesiens_1921.html Rückmeldungen sind möglich unter: https://ruhrtal.letscast.fm.