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Rund 70 Prozent der befristet beschäftigten Postdocs in Deutschland denken daran, die Wissenschaft zu verlassen. Dabei braucht Deutschland mehr Forschung, mehr Innovation – und dafür hervorragendes, motiviertes Personal. Wie können neue Personalstrukturen die Wissenschaft als Arbeitgeber attraktiver machen, um Forschung und Innovation zu stärken? Und welche Rolle spielt dabei das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG), das nun reformiert werden soll?
In dieser Folge von "9. Etage" ist WR-Mitglied Birgit Spinath zu Gast. Sie ist Professorin für Pädagogische Psychologie an der Uni Heidelberg und leitet den Ausschuss Tertiäre Bildung des Wissenschaftsrats, der ein neues Personalmodell für die Wissenschaft vorgeschlagen hat. Welche Vorschläge stecken im WR-Papier? Und wie optimistisch ist sie, dass die neuen Konzepte umgesetzt werden?
Host: Georg Scholl, Pressesprecher des Wissenschaftsrats
Mehr zum Gast:
Zum WR-Papier:
Als Gast in der 9. Etage erklärt der WR-Vorsitzende im Gespräch mit Georg Scholl, welche konkreten Schritte Politik, Medizin und Gesellschaft jetzt gehen müssen, damit der Kulturwandel im Gesundheitswesen gelingt.
Kernthemen:
Gast:
Host:
Key Takeaways:
✅Schnelle Erfolge möglich: Bereits kleine Reduktionen bei Gewicht, Blutdruck und Blutzucker zeigen nach wenigen Jahren messbare gesundheitliche und wirtschaftliche Effekte.
✅ Co-Benefits nutzen: Gesundheitsförderung verbessert nicht nur die individuelle Lebensqualität, sondern stärkt auch weitere gesellschaftliche Bereiche wie z. B. Wirtschaft und Umwelt.
✅ Früh ansetzen: Präventionsmaßnahmen in Kitas, Schulen und bei U-Untersuchungen sind zentral.
✅ Kulturwandel statt Verbote: Aufklärung und niedrigschwellige Angebote sind effektiver als reine Ge- und Verbote.
✅ Interdisziplinäre, interprofessionelle und ressortübergreifende Ansätze: Prävention erfordert wissenschaftlich interdisziplinäre Zusammenarbeit und ressortübergreifendes Handeln
✅ Internationale Vorbilder: Finnland (regionale Ansätze, interprofessionelle Zusammenarbeit) oder auch die Niederlande (Fokus auf Gesundheit als Investitionsfaktor) zeigen erfolgreiche Wege.
Links & Ressourcen:
📄 Positionspapier des Wissenschaftsrats zur Prävention
🏥 Universitätsklinikum Heidelberg – Neurologische Klinik
🔬 Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Universitäten stehen unter Druck durch populistische Parteien und Regierungen. Zugleich sind sie auch im Inneren anfälliger geworden für Politisierung. Was gelehrt und diskutiert werden soll, ist zunehmend umstritten. Wie umgehen mit Hörsaalbesetzungen und Protesten? Wie reagieren auf Forderungen nach mehr Schutz für Minderheiten, dem Canceln von Veranstaltungen oder universitären Stellungnahmen zum politischen Weltgeschehen?
Prof. Shalini Randeria ist Sozialanthropologin und ehemalige Rektorin der Central European University (CEU). Sie wurde in den USA geboren, ist in Indien aufgewachsen und lebt nach mehreren weiteren Stationen in Europa inzwischen dauerhaft in Wien. Bei uns in der 9. Etage gibt sie Einblicke, wie sie als Rektorin der CEU mit politischen Herausforderungen umgegangen ist und beschreibt, wie Hochschulen ihre Freiheit verteidigen und offene Diskussionen ermöglichen können.
Moderation: Georg Scholl, Pressesprecher des Wissenschaftsrats
Mehr Infos?
Die Hintergründe zur Exzellenzstrategie und eine interaktive Karte mit den bisherigen Standorten gibt es hier.
Zum Erklärvideo über das Förderprogramm geht es hier.
Alle Zahlen, Daten, Fakten zur aktuellen Auswahlrunde und den nächsten Schritten finden Sie hier.
Verantwortlich für den Podcast ist die Geschäftsstelle des Wissenschaftsrats, Stabsstelle für Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit.
Weiterer Schwerpunkt seiner aktuellen Arbeit ist das Themenfeld Künstliche Intelligenz (KI). Welche Entwicklungen lassen sich beobachten? Welche Gefahren und welche Chancen bringen die sich rasant weiterentwickelnden Anwendungen der generativen KI? Und wie verändern ChatGPT und Co Studium und Wissenschaft? Das besprechen die beiden im zweiten Teil dieser Folge.
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