Was passiert, wenn wir unseren Augen und Ohren nicht mehr trauen können? Deepfakes ermöglichen es heute, täuschend echte Bilder, Videos und Sprachaufnahmen mithilfe künstlicher Intelligenz zu erzeugen. Was zunächst wie ein technisches Phänomen wirkt, wirft grundlegende Fragen für Gesellschaft, Demokratie und Recht auf.
In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Deepfakes entstehen, welche Risiken sie für Einzelpersonen und die Öffentlichkeit mit sich bringen und warum sie zunehmend als Form digitaler Gewalt betrachtet werden. Dabei diskutieren wir aktuelle rechtliche Herausforderungen und die Frage, ob das bestehende Strafrecht ausreichend Schutz bietet.
Im Mittelpunkt steht die Analyse von Janine Blocher, die Deepfakes nicht nur als Angriff auf Persönlichkeitsrechte versteht, sondern vor allem als Täuschung über die Authentizität von Medieninhalten. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, warum Vertrauen in digitale Beweise und mediale Darstellungen für unseren Rechtsstaat und unsere demokratische Öffentlichkeit unverzichtbar ist.
Eine Folge über Wahrheit im digitalen Zeitalter, die Grenzen des Rechts und die Herausforderung, zwischen Realität und Fälschung zu unterscheiden. Wer entscheidet künftig, was echt ist – und wie schützen wir uns vor digitalen Täuschungen?
• Was sind Deepfakes und wie funktionieren sie?
• Deepfakes als Form digitaler Gewalt
• Aktuelle rechtliche Regelungen und Reformansätze
• Janine Blochers Konzept der „Authentizität von Medieninhalten“
• Die Zukunft von Vertrauen, Wahrheit und digitaler Kommunikation
Literaturgrundlage: Janine Blocher, „Strafbare Deepfakes als Täuschung über die Authentizität von Medieninhalten“, KIR 2025, S. 225–230.