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Was Nora zunächst nicht ahnt: Sie wird Teil eines komplexen Systems, in dem andere Menschen – oft ohne es zu wissen – für Leons Zwecke eingespannt werden. Nach der ersten Trennung kommen Freunde und Mitarbeiter auf Nora zu. Leon leide so sehr. Er habe sich geändert. Er habe jetzt Verständnis für ihr Kind. Diese Menschen meinen es vermutlich gut, wissen aber nicht, dass sie Teil eines Musters sind. In der Psychologie gibt es dafür einen Begriff: Flying Monkeys. Menschen, die Botschaften überbringen, Konflikte bereinigen oder die Agenda eines anderen umsetzen. Nora selbst wurde zur Flying Monkey, als sie nach Leons Wutausbrüchen dessen Mitarbeiter tröstete und die emotionale Schadensbegrenzung übernahm.
Gleichzeitig erlebt Nora ein ständiges Wechselspiel zwischen Idealisierung und Abwertung. Leon sagt: „Du bist meine Seelenverwandte. Nur dir kann ich vertrauen." Aber derselbe Mensch sagt auch: „Ich hätte mehr Intelligenz von meiner Partnerin erwartet. Hör auf zu denken, du kannst nicht denken." Diese beiden Dynamiken greifen ineinander wie Zahnräder. Die Idealisierung bindet emotional, die Abwertung hält klein. Leon ruft Nora 20 Mal am Tag an, erzählt ihr alles – und gibt ihr damit eine exklusive Rolle, die sie gleichzeitig nutzbar macht.
Vier Jahre lang weiß Nora von Cora, der anderen Frau in Leons Leben. Sie erträgt, dass er mit Cora Urlaube verbringt, Weihnachten feiert, auf Hochzeiten geht. Warum? Weil Leon sagt: „Das andere ist nur temporär. Du bist die eine." Diese Idealisierung gibt Nora immer wieder Hoffnung. Später kommt Tina. Wieder eine parallele Beziehung. Und wieder sagt Leon: Nora sei die Wichtigste. Die Realität sieht anders aus. Nora ist diejenige, die eine Stunde am Tag sieht, während andere Frauen die Wochenenden und Urlaube bekommen.
Dabei brauchen gesunde Partnerschaften klare, liebevolle Grenzen. Sätze wie „Ich liebe dich, aber ich akzeptiere keine Gewalt" oder „Ich unterstütze dich, aber ich bin nicht für deine Heilung verantwortlich" sind keine Zeichen mangelnder Liebe, sondern von Selbstrespekt. In Noras Beziehung gab es diese Gegenseitigkeit nicht. Sie war rund um die Uhr verfügbar, kümmerte sich um seine Tiere, half in seiner Firma, tröstete seine Mitarbeiter. Was bekam sie zurück? Abwertung, parallele Beziehungen und das Gefühl, nie wichtig genug zu sein.
Der Wendepunkt kommt, als Noras Kind seine Geschlechtsidentität wechselt und den Namen ändert. Leon reagiert mit verbalen Angriffen: „Die müsste man doch mal richtig zusammenschlagen, damit sie klare Bilder sieht." In diesem Moment erkennt Nora: Hier ist die Grenze. Sie packt ihre Sachen, zieht um, beantragt eine Auskunftssperre, blockiert Leon auf allen Kanälen. Doch Leon gibt nicht auf. Er schickt ein Paket mit Tracker, findet ihre Adresse trotz Auskunftssperre, steht plötzlich vor ihrer Tür. Bis heute kämpft Nora damit, ihn endgültig loszuwerden. Aber sie ist sich sicher: „Ich kann das nicht mehr. Es geht jetzt nur noch um mich. Es geht um mein Kind und um nichts anderes mehr."
Noras Weg zeigt: Der Ausstieg aus einer toxischen Beziehung erfordert oft mehrere Anläufe. Aber er ist möglich. Und er ist es wert.
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By Jennyfer Wörner | www.narzissmus-coach.deProfessionelle kostenfreie Ersteinschätzung:
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Was Nora zunächst nicht ahnt: Sie wird Teil eines komplexen Systems, in dem andere Menschen – oft ohne es zu wissen – für Leons Zwecke eingespannt werden. Nach der ersten Trennung kommen Freunde und Mitarbeiter auf Nora zu. Leon leide so sehr. Er habe sich geändert. Er habe jetzt Verständnis für ihr Kind. Diese Menschen meinen es vermutlich gut, wissen aber nicht, dass sie Teil eines Musters sind. In der Psychologie gibt es dafür einen Begriff: Flying Monkeys. Menschen, die Botschaften überbringen, Konflikte bereinigen oder die Agenda eines anderen umsetzen. Nora selbst wurde zur Flying Monkey, als sie nach Leons Wutausbrüchen dessen Mitarbeiter tröstete und die emotionale Schadensbegrenzung übernahm.
Gleichzeitig erlebt Nora ein ständiges Wechselspiel zwischen Idealisierung und Abwertung. Leon sagt: „Du bist meine Seelenverwandte. Nur dir kann ich vertrauen." Aber derselbe Mensch sagt auch: „Ich hätte mehr Intelligenz von meiner Partnerin erwartet. Hör auf zu denken, du kannst nicht denken." Diese beiden Dynamiken greifen ineinander wie Zahnräder. Die Idealisierung bindet emotional, die Abwertung hält klein. Leon ruft Nora 20 Mal am Tag an, erzählt ihr alles – und gibt ihr damit eine exklusive Rolle, die sie gleichzeitig nutzbar macht.
Vier Jahre lang weiß Nora von Cora, der anderen Frau in Leons Leben. Sie erträgt, dass er mit Cora Urlaube verbringt, Weihnachten feiert, auf Hochzeiten geht. Warum? Weil Leon sagt: „Das andere ist nur temporär. Du bist die eine." Diese Idealisierung gibt Nora immer wieder Hoffnung. Später kommt Tina. Wieder eine parallele Beziehung. Und wieder sagt Leon: Nora sei die Wichtigste. Die Realität sieht anders aus. Nora ist diejenige, die eine Stunde am Tag sieht, während andere Frauen die Wochenenden und Urlaube bekommen.
Dabei brauchen gesunde Partnerschaften klare, liebevolle Grenzen. Sätze wie „Ich liebe dich, aber ich akzeptiere keine Gewalt" oder „Ich unterstütze dich, aber ich bin nicht für deine Heilung verantwortlich" sind keine Zeichen mangelnder Liebe, sondern von Selbstrespekt. In Noras Beziehung gab es diese Gegenseitigkeit nicht. Sie war rund um die Uhr verfügbar, kümmerte sich um seine Tiere, half in seiner Firma, tröstete seine Mitarbeiter. Was bekam sie zurück? Abwertung, parallele Beziehungen und das Gefühl, nie wichtig genug zu sein.
Der Wendepunkt kommt, als Noras Kind seine Geschlechtsidentität wechselt und den Namen ändert. Leon reagiert mit verbalen Angriffen: „Die müsste man doch mal richtig zusammenschlagen, damit sie klare Bilder sieht." In diesem Moment erkennt Nora: Hier ist die Grenze. Sie packt ihre Sachen, zieht um, beantragt eine Auskunftssperre, blockiert Leon auf allen Kanälen. Doch Leon gibt nicht auf. Er schickt ein Paket mit Tracker, findet ihre Adresse trotz Auskunftssperre, steht plötzlich vor ihrer Tür. Bis heute kämpft Nora damit, ihn endgültig loszuwerden. Aber sie ist sich sicher: „Ich kann das nicht mehr. Es geht jetzt nur noch um mich. Es geht um mein Kind und um nichts anderes mehr."
Noras Weg zeigt: Der Ausstieg aus einer toxischen Beziehung erfordert oft mehrere Anläufe. Aber er ist möglich. Und er ist es wert.
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