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Sechs Jahre lang trennt sich Antonia immer wieder von ihrem Partner und kommt immer wieder zurück. Sie beschreibt es selbst als Sucht: "Ich musste irgendwie immer wieder zu ihm zurück." Einmal steht er sogar vor ihrer Arbeitsstelle, beobachtet sie durch eine Glasfront und bringt ihr Blumen und Schokolade, nachdem sie ihn rausgeworfen hatte. Eine Kollegin findet das romantisch. Sie weiß, wie viel dahintersteckt.
Der Kreislauf endet erst, als Antonia sich einer Bibelschule anschließt und Abstand zu ihm sucht, während er versucht, sie über seine Familie und über die gemeinsame Gemeinde zurückzuholen. Den letzten Cut setzt am Ende ein einziges Detail: Er verweigert ihr den Blick auf sein Handy. Erst danach findet sie zu einer neuen Beziehung, in der sie zwar zunächst mit Panikattacken und Vertrauensproblemen kämpft, sich inzwischen aber sicher fühlt.
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Nach der Fehlgeburt sollte Anna so tun, als wäre nichts gewesen
Anna beschreibt eine Beziehung, die von Anfang an zwei Gesichter hatte. Nach außen ein Paar, das ständig gemeinsame Fotos postete, mit abgestimmten Hashtags und immer lächelnd. Zu Hause eine Wohnung, in der sie nicht einmal normal durch den Flur gehen durfte, ohne dass er sich gestört fühlte. Sie selbst hat dafür später einen treffenden Begriff gefunden: einen goldenen Käfig.
Besonders eindringlich schildert Anna, wie sehr ihr eigenes Leben nach und nach kleiner wurde. Kontakte zu Freundinnen schliefen ein, weil er ausnahmslos jeden Menschen in ihrem Umfeld abwertete. Kleine Freuden, ein neuer Tisch, ein Nachmittag vor dem Fernseher in der Schwangerschaft, wurden ihr regelmäßig madig gemacht. Und als sie die Trennung schließlich kommen sah, verlief sie anders, als sie erwartet hatte: Er beendete die Beziehung mit dem gemeinsamen Sohn auf dem Arm, vor der Tür ihrer Tochter, und ließ Anna anschließend binnen weniger Wochen ohne finanzielle Mittel aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen.
In der theoretischen Einordnung ordne ich unter anderem ein, wie eine frühe Abwertung zum Köder werden kann, warum reaktiver Missbrauch Betroffene oft zusätzlich beschämt, und was es mit Anna und ihrem Nervensystem im Dauerzustand von Alarm auf sich hat.
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Marlene lernte früh, dass ihre Grenzen niemanden interessierten
Drei Geschwister auf einer Luftmatratze, hellwach in einer Nacht, in der niemand von ihnen schlafen konnte. Ein Partner ihrer Mutter, der über fünfzig Tiere hält, während für die Kinder selbst kaum etwas übrig bleibt. Ein Nachmittag beim Kartoffelanhäufeln, der zu einer Machtprobe wird, ohne dass Marlene je erfährt, was sie richtig machen sollte. Marlene erzählt in dieser Folge von einer Kindheit, in der Vernachlässigung und Kontrolle so alltäglich waren, dass sie lange nicht wusste, dass es auch anders geht.
Der schwerste Moment kommt nicht mit der Flucht, sondern danach: Als Marlene sich offenbart, glaubt ihr niemand, weder die eigene Mutter noch ihre Brüder. Erst mit der Jugendwohngruppe und der Schule als verlässlichem Ort findet sie langsam sicheren Boden. In der Einordnung gehen wir außerdem auf Fragen ein, die im Gespräch selbst offengeblieben sind, und auf Marlenes schriftliche Antworten dazu im Nachgang.
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Miri beschreibt sich selbst als jemanden, der Liebe empfangen möchte, und er gibt ihr davon am Anfang alles, bis daraus eine Abhängigkeit wird.
Wir hören, wie sie abgewiesen wird, wenn sie mit ihm in Kontakt bleiben möchte, und das die Regel für die ganze Beziehung setzt. Wie er ihre Kindheit später gegen sie verwendet und wie eine Freundin, 800 Kilometer entfernt, über heimliche Sprachnachrichten zu Miris einzigem Beleg dafür wird, dass sie sich sein Verhalten nicht nur einbildet.
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Schon früh lernt er, wann Helene kurz davor ist zu gehen, und genau dann wird er nah, verletzlich, macht große Versprechen. Diese Fähigkeit begleitet die beiden über Jahrzehnte, bis hin zu dem Morgen nach einer nächtlichen Eskalation, an dem er ihr Frühstück macht und fragt, ob sie mit ihm duschen möchte, als wäre nichts gewesen.
Kurz nach der Geburt ihres ersten Sohnes will Helene wegen einer beginnenden Angststörung in Therapie. Ihr Mann stellt ihr ein Ultimatum: Wenn sie das Thema noch einmal anspreche, ziehe er noch am selben Abend aus dem gemeinsamen Schlafzimmer aus. Kein Schlag, kein Wutausbruch, nur ein Ultimatum, formuliert wie ihre eigene Konsequenz statt wie seine Drohung. Über die Jahre bleibt seine Eskalation stets so austariert, dass niemand, auch keine Paartherapeutin, je den einen Moment findet, an dem eindeutig eine Grenze überschritten wurde.
Irgendwann übernimmt Helenes Körper, was ihre Stimme nicht mehr aussprechen durfte, bis hin zu Schmerzen, die sie kaum bis zur Toilette kommen lassen. Am Ende ist es ein Mensch, der ihr einfach zuhört, der ihr den Weg zur Frauenberatungsstelle öffnet. Selbst ihr Ausstieg trägt noch die Handschrift der Beziehung: Um schnell und ohne weiteren Kampf herauszukommen, verzichtet sie auf Unterhalt und Versorgungsausgleich.
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Magdas Partner schrieb einer anderen: Ich habe von dir geträumt, wir hatten Sex
Magda und ihr Partner lernen sich über ihre Arbeit kennen. Sehr schnell ist da der Wunsch nach einer monogamen Beziehung, seinerseits geäußert, noch bevor die beiden überhaupt besprochen haben, was sie füreinander sind. Was am Anfang wie besondere Aufmerksamkeit wirkt, füllt bald jeden Abend, jede freie Minute, kaum Raum bleibt für alte Freundschaften oder für sie selbst.
Ein Muster zieht sich durch die ganze Beziehung: Magda entdeckt etwas, das sich nicht wegerklären lässt, konfrontiert ihn, er findet eine Ausrede, und kurz darauf folgt eine Phase intensiver Nähe. Dieses Muster wiederholt sich, mit immer eindeutigeren Beweisen und einer Reaktion seinerseits, die sich nie verändert. In einer Phase wirkt er plötzlich präsenter und aufmerksamer, fast zeitgleich damit, dass eine Kollegin, mit der es eine nie ganz geklärte Nähe gab, aus dem gemeinsamen Unternehmen ausscheidet.
Ein Zufallsfund gibt einen tiefen Einblick in sein soziales Umfeld: ein Chatverlauf mit seinem besten Freund, der über ein Jahr zurückreicht, in dem sich beide gegenseitig dafür feiern, wie viele Frauen sie "zerstört" haben.
Und schließlich der Abend, an dem ein Streit eskaliert. Er droht, ihren Vater anzurufen, sie hätte den Verstand verloren. Magda beginnt zu packen. Er stellt sich vor die Tür und lässt sie nicht raus.
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In dieser Folge spreche ich mit Olha Latikaynen, die sich neben ihrer Arbeit in IT und Cybersecurity ehrenamtlich für Menschen einsetzt, die nach einer Trennung in Sorgerechts- und Kontaktverfahren feststecken. Olha kennt dieses Thema auch aus eigener Erfahrung, sie hat selbst jahrelang vor Gericht um ihre Kinder gekämpft. Wir sprechen über Nachtrennungsgewalt, über Begriffe wie Bindungsintoleranz und Parental Alienation Syndrome, die oft gegen Mütter verwendet werden, und darüber, was sich in Österreich und Deutschland gesetzlich gerade bewegt und wo es weiterhin hakt.
Wenn du Unterstützung suchst
Kontakt
Olha Latikaynen
FEM.A – Verein Feministischer Alleinerzieherinnen
StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt
Reform des Gewaltschutzgesetzes (elektronische Fußfessel)
Reform des Kindschaftsrechts (KiMoG)
Istanbul-Konvention und GREVIO
Exakt Beitrag vom 08.07.2026
Kerstin und ihr Ex-Partner kennen sich schon aus der Schulzeit, bevor sie sich Jahre später über Instagram wieder annähern. Was als vertraute, harmonische Verbindung beginnt, verändert sich mit der Zeit, bis Kontrolle zum festen Bestandteil des Alltags wird und sie beginnt, ihr eigenes Verhalten infrage zu stellen statt seines. Nach der Trennung hört das nicht auf. Kerstin erzählt, wie sie über anderthalb Jahre hinweg dokumentiert, Anzeigen stellt und sich durch mehrere Gerichtsverfahren kämpft, bis am Ende ein Haftbefehl steht. Ich schaue mit ihr gemeinsam zurück auf die Mechanismen, die sie lange gehalten haben, und auf den langen juristischen Weg, den es oft braucht, um sich wirklich zu schützen.
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Über zwei Jahre war Mia die heimliche Frau an der Seite eines verheirateten Mannes. Er versprach ihr eine gemeinsame Zukunft, verschob die Trennung von Frist zu Frist und sprach ihr immer wieder ihre eigene Wahrnehmung ab. Ich ordne die Muster dahinter ein, von Love Bombing über Triangulierung bis zu Future Faking und Gaslighting.
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In dieser Folge geht Lillys Geschichte weiter. Falls du Teil 1 noch nicht gehört hast: bitte hol das zuerst nach. Du findest ihn direkt vor dieser Folge.
Lilly erzählt, wie die Konfrontation mit ihm und seiner Ex ausgeht, was sie in diesem Gespräch noch erfährt und was danach noch kommt. Ein gemeinsamer Urlaub, in dem er bestimmt, wo sie sitzen darf und wann sie ins Bett geht. Ein Körper, der irgendwann aufhört mitzumachen. Und ein Ende, das Lilly sich erkämpft hat.
Der Körper als letztes Warnsystem: Was chronischer Stress mit Immunsystem, Darm und Muskulatur macht, was somatisches Gedächtnis bedeutet und warum körperliche Symptome in toxischen Beziehungen oft rätselhaft wirken, bis man den Kontext kennt.
Kindheitstrauma als Risikofaktor: Warum Hyperempathie kein Talent ist, sondern ein Schutzmechanismus, was der Wiederholungszwang damit zu tun hat und weshalb Intensität sich nach Liebe anfühlen kann, wenn man es nie anders gelernt hat.
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