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Die Preisverleihung am vergangenen Freitag und die ADC-Gala am Samstag fanden im EWZ-Unterwerk Selnau in Zürich statt. «Es war glamourös», sagt Ackeret. Die Branche habe sich selbst gefeiert, die Stimmung sei gut gewesen – und das, obwohl die Werbung vom aktuellen Umbruch stärker betroffen sei als Medien oder Marketing. KI setze sich durch, lasse sich aber auch positiv nutzen: Der mit Gold ausgezeichnete Hiltl-Film von Stories und Ruf Lanz mit den «Tiersenioren» sei praktisch ausschliesslich KI-generiert.
Wie es um die Branche stehe, lasse sich schwer beurteilen, gibt Lüthi zu bedenken: «Es sind immer die anderen, denen es schlecht geht.» Ackeret bestätigt den Befund mit Blick auf die Mentalität der Werbenden: «Ein Werber wird niemals sagen, dass es ihm schlecht geht, selbst wenn es ihm schlecht geht.» Das Volumen aber hat abgenommen. Laut Werber Markus Ruf gingen früher rund 1000 Einsendungen pro Jahr ein, dieses Jahr noch 336 – mehr als im Vorjahr, aber nur ein Drittel des früheren Werts.
Es gebe weniger Agenturen und weniger Arbeiten, aber die Qualität sei dennoch hoch gewesen bei der diesjährigen Preisverleihung. Grösster Gewinner war Thjnk Zürich mit drei goldenen Würfeln und dem Grand Prix, davon zwei für die Ortsschilder-Kampagne der Migros Supermarkt AG. Als beliebteste Werbung der vergangenen 50 Jahre ermittelte das Publikum gemeinsam mit 20 Minuten die Mobiliar-Kampagne mit der Schadenskizze, als «Evergreen» setzte sich Thjnk mit Roger Federer für Schweiz Tourismus durch. «Es ist ein starkes Werbejahr», so Ackerets Fazit.
Zur Sprache kamen auch die Männerlastigkeit des Clubs – die Jury besteht zu 16 Prozent aus Frauen – sowie die Forderung der Young Creatives nach einem Sitz im Vorstand. «Es ist natürlich schwierig, wenn es weiterhin männerdominiert bleibt», sagt Lüthi. Die ADC-Podcast-Serie zum 50-Jahr-Jubiläum erreicht mit der nächsten Folge die Halbzeit; zu Gast ist dann Jean-Remy von Matt.
By Matthias Ackeret, Christian Beck, Nick Lüthi, Sandra PorchetDie Preisverleihung am vergangenen Freitag und die ADC-Gala am Samstag fanden im EWZ-Unterwerk Selnau in Zürich statt. «Es war glamourös», sagt Ackeret. Die Branche habe sich selbst gefeiert, die Stimmung sei gut gewesen – und das, obwohl die Werbung vom aktuellen Umbruch stärker betroffen sei als Medien oder Marketing. KI setze sich durch, lasse sich aber auch positiv nutzen: Der mit Gold ausgezeichnete Hiltl-Film von Stories und Ruf Lanz mit den «Tiersenioren» sei praktisch ausschliesslich KI-generiert.
Wie es um die Branche stehe, lasse sich schwer beurteilen, gibt Lüthi zu bedenken: «Es sind immer die anderen, denen es schlecht geht.» Ackeret bestätigt den Befund mit Blick auf die Mentalität der Werbenden: «Ein Werber wird niemals sagen, dass es ihm schlecht geht, selbst wenn es ihm schlecht geht.» Das Volumen aber hat abgenommen. Laut Werber Markus Ruf gingen früher rund 1000 Einsendungen pro Jahr ein, dieses Jahr noch 336 – mehr als im Vorjahr, aber nur ein Drittel des früheren Werts.
Es gebe weniger Agenturen und weniger Arbeiten, aber die Qualität sei dennoch hoch gewesen bei der diesjährigen Preisverleihung. Grösster Gewinner war Thjnk Zürich mit drei goldenen Würfeln und dem Grand Prix, davon zwei für die Ortsschilder-Kampagne der Migros Supermarkt AG. Als beliebteste Werbung der vergangenen 50 Jahre ermittelte das Publikum gemeinsam mit 20 Minuten die Mobiliar-Kampagne mit der Schadenskizze, als «Evergreen» setzte sich Thjnk mit Roger Federer für Schweiz Tourismus durch. «Es ist ein starkes Werbejahr», so Ackerets Fazit.
Zur Sprache kamen auch die Männerlastigkeit des Clubs – die Jury besteht zu 16 Prozent aus Frauen – sowie die Forderung der Young Creatives nach einem Sitz im Vorstand. «Es ist natürlich schwierig, wenn es weiterhin männerdominiert bleibt», sagt Lüthi. Die ADC-Podcast-Serie zum 50-Jahr-Jubiläum erreicht mit der nächsten Folge die Halbzeit; zu Gast ist dann Jean-Remy von Matt.