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Die Still-Krankheit oder Morbus Still umfasst sowohl die Erkrankung des Erwachsenenalters als auch die systemische juvenile idiopathische Arthritis mit Beginn in der Kindheit. Beide Formen gelten als unterschiedliche Ausprägungen derselben autoinflammatorischen Erkrankung. Betroffene zeigen typische Symptome wie Fieber, Hautausschläge, Arthralgien, erhöhte Entzündungswerte und ausgeprägte Müdigkeit. Die Erkrankung beeinträchtigt die Lebensqualität massiv und kann zu gefährlichen Komplikationen führen. Unterschiedliche Zytokinprofile wie etwa Interleukin-1, Interleukin -6 oder Tumornekrosefaktoren prägen den Verlauf. Besonders kritisch ist die frühe systemische Phase, in der ein Zeitfenster für eine wirksame Therapie besteht. Eine verzögerte Behandlung kann zu chronischen Schäden, unnötiger Glukokortikoidbelastung und langfristigen Einschränkungen führen. In der Vergangenheit kamen für die Therapie nichtsteroidale Antirheumatika, Glukokortikoide und konventionelle krankheitsmodifizierende Antirheumatika, die sogenannten bDMARDs, zum Einsatz. Mit der Einführung von Interleukin-1- und -6-Inhibitoren hat sich das Therapiekonzept deutlich verändert. Leitlinien empfehlen zunehmend einen frühen Einsatz dieser Biologika. Doch Patienten sprechen unterschiedlich an, nicht alle erreichen eine Remission. Forscher aus Italien, Deutschland und der Schweiz führten eine PubMed-Literaturrecherche durch, um verfügbare Erkenntnisse zum Wechsel zwischen bDMARDs bei der Behandlung von Morbus Still zu finden. Sie kamen zu dem Resultat, dass ein Wechsel zwischen verschiedenen bDMARDs eine sinnvolle Strategie sein kann, die mit klinischen Vorteilen für die Patienten verbunden ist.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40738082/
Dagna L et al. Current evidence on switching between biologic therapies for Still's disease: A systematic literature review. Semin Arthritis Rheum 2025; 74:152789
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
By Thieme GruppeDie Still-Krankheit oder Morbus Still umfasst sowohl die Erkrankung des Erwachsenenalters als auch die systemische juvenile idiopathische Arthritis mit Beginn in der Kindheit. Beide Formen gelten als unterschiedliche Ausprägungen derselben autoinflammatorischen Erkrankung. Betroffene zeigen typische Symptome wie Fieber, Hautausschläge, Arthralgien, erhöhte Entzündungswerte und ausgeprägte Müdigkeit. Die Erkrankung beeinträchtigt die Lebensqualität massiv und kann zu gefährlichen Komplikationen führen. Unterschiedliche Zytokinprofile wie etwa Interleukin-1, Interleukin -6 oder Tumornekrosefaktoren prägen den Verlauf. Besonders kritisch ist die frühe systemische Phase, in der ein Zeitfenster für eine wirksame Therapie besteht. Eine verzögerte Behandlung kann zu chronischen Schäden, unnötiger Glukokortikoidbelastung und langfristigen Einschränkungen führen. In der Vergangenheit kamen für die Therapie nichtsteroidale Antirheumatika, Glukokortikoide und konventionelle krankheitsmodifizierende Antirheumatika, die sogenannten bDMARDs, zum Einsatz. Mit der Einführung von Interleukin-1- und -6-Inhibitoren hat sich das Therapiekonzept deutlich verändert. Leitlinien empfehlen zunehmend einen frühen Einsatz dieser Biologika. Doch Patienten sprechen unterschiedlich an, nicht alle erreichen eine Remission. Forscher aus Italien, Deutschland und der Schweiz führten eine PubMed-Literaturrecherche durch, um verfügbare Erkenntnisse zum Wechsel zwischen bDMARDs bei der Behandlung von Morbus Still zu finden. Sie kamen zu dem Resultat, dass ein Wechsel zwischen verschiedenen bDMARDs eine sinnvolle Strategie sein kann, die mit klinischen Vorteilen für die Patienten verbunden ist.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40738082/
Dagna L et al. Current evidence on switching between biologic therapies for Still's disease: A systematic literature review. Semin Arthritis Rheum 2025; 74:152789
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].