Patienten mit rheumatoider Arthritis, kurz RA, erreichen heute häufiger eine stabile Remission. Dazu tragen frühzeitige Diagnosen und wirksame Therapiestrategien bei. Wenn konventionelle synthetische krankheitsmodifizierende Antirheumatika, abgekürzt csDMARDs, allein nicht ausreichen, kommt meist ein Tumornekrosefaktor-Inhibitoren hinzu. Spätestens, wenn eine längerfristige Remission erreicht ist, wünschen viele Patienten eine Reduktion ihrer Medikamente. Gründe sind mögliche Nebenwirkungen, die Belastung durch regelmäßige Injektionen und hohe Therapiekosten. Gleichzeitig haben sowohl Patienten als auch Ärzte Sorge vor einem erneuten RA-Schub. Internationale Leitlinien raten zur vorsichtigen Dosisreduktion, und dies nur bei stabiler Remission über mindestens 6 Monate. Dennoch zeigen mehrere Studien, dass das Risiko eines Schubs nach Reduktion oder Absetzen von Tumornekrosefaktor-Inhibitoren steigt. Forscher aus Norwegen stellten sich vor diesem Hintergrund nun die zentrale Frage, was langfristig passiert, wenn Patienten in anhaltender Remission ihren Tumornekrosefaktor-Inhibitor ausschleichen oder absetzen. Sie untersuchten über einen Zeitraum von 3 Jahren hinweg, ob eine Reduktion der Inhibitoren gegenüber einer stabilen Weiterbehandlung gleichwertig bleiben kann. Die Resultate zeigen jedoch deutlich, dass das Risiko für RA-Schübe steigt, wenn die Medikation reduziert oder abgesetzt wird.
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40289847/
Kjørholt KE et al. Three-Year Results of Tapering Tumor Necrosis Factor Inhibitor to Withdrawal Compared to Stable Tumor Necrosis Factor Inhibitor Among Patients With Rheumatoid Arthritis in Sustained Remission: A Multicenter Randomized Trial. Arthritis Rheumatol 2025; 77:1327-1336
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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