Gender, unser soziales Geschlecht, ist ein komplexes Thema. Meistens wird es für uns zu einem Thema, wenn es zu Reibungspunkten kommt, sei das wegen geschlechterspezifische Diskriminierung, Rollenbilder und Schönheitsidealen. Für trans Menschen kommt auch noch hinzu, dass sie eine schmerzhafte Inkongruenz empfinden zwischen dem, wie ihr Körper ist und von der Gesellschaft wahrgenommen wird dem wie der Körper eigentlich sein sollte und wie sie eigentlich von der Gesellschaft wahrgenommen werden möchten. Das nennt sich Gender-Dysphorie. Doch Gender hat auch das Potential zu Freude und Zufriedenheit zu führen. Gender-Euphorie, quasi das Gegenteil von Gender-Dysphorie.
Gender-Euphorie ist ein Begriff, der von der trans Community etabliert wurde und immer mehr benutzt wird. Er ist aber längst nicht so verbreitet und geläufig wie der Begriff der Gender-Dysphorie. Wir hatten das Vergnügen mit fünf trans Menschen über ihre gelebten Realitäten sprechen zu dürfen. Ély, Henriette, Adam, Anna und Sol erzählen, wie ihre Beziehung zu Gender-Euphorie ist. Wie wichtig ist sie für sie, wie fühlt sie sich an, glauben sie, dass sie, dass Gender-Euphorie die Gender-Dysphorie als Identifikationsmerkmal von trans-sein ablösen könnte?
Dieser Podcast ist Teil einer Doppelfolge. Der erste Teil „Gender-Euphorie aus fachlicher Perspektive“ kann hier gehört werden. Dort durften wir mit Dr. David Garcia Nuñez sprechen, dem Leiter des Innovations-Focus Geschlechtervarianz des Unispitals Basels. Gender-Dysphorie begegnet ihm in seiner Praxis täglich, es ist ein medizinisch definierter Begriff. Doch wie sieht es mit Gender-Euphorie aus?
Moderation und Redaktion: Charly Ruff
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