Christoph predigt

Alles neu?


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Gnade mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn!

Geschwister -- also: Brüder und Schwestern, Kinder Gottes und alle zusammen, nicht nur die Gewählten: seine Kirche...

Es hat etwas von einer Zeitenwende hier in Gäufelden. Gerade haben wir die Menschen verabschiedet, deren Einsatz es maßgeblich zu verdanken ist, dass aus drei ursprünglich eigenständigen Kirchengemeinden nicht nur ein gutes Miteinander gewachsen ist, sondern tatsächlich, vor einem Jahr, eine Kirchengemeinde wurde. Ich weiß, das manche das auch immer noch betrauern. Dass sich manche das anders gewünscht hätten. Aber ich würde auch sagen, die, die in diesem letzten Jahr am intensivsten in dieser neuen Struktur arbeiten mussten (oder: durften?) können bestätigen, dass sich um ein Erfolgsmodell handelt. Ein Modell mit Zukunft, für Gäufelden, und mit Sinn sowieso, weil wir alle schon immer Teil der einen Kirche Jesu Christi waren. Alle Unterteilungen davon sind ja nur unsere menschlichen Erfindungen und keineswegs das Maß aller Dinge.

Nun ist das also geschafft und zeitweise mehr als 20 Menschen haben ein Jahr lang miteinander getagt und geplant und gearbeitet und dürfen sich heute auch zurecht feiern lassen für das, was erreicht wurde. Und ein neues Gremium tritt an--mit Kontinuität bei den einen und Menschen, die sich neu haben rufen lassen auf der anderen Seite. Der erste von ganz Gäufelden gewählte Kirchengemeinderat. Eine Zeitenwende?

Wer weiß denn, was kommt, in dieser nächsten Zeit. Aufregend ist ja gerade nicht nur die große Weltlage, ob politisch, wirtschaftlich oder ökologisch. Aufregende Zeiten sind es auch für die Kirchen in einer immer säkularer werdenden Gesellschaft. Schon seit zwei Jahren gehört erstmals die Mehrheit der Menschen in Deutschland nicht mehr zu einer Kirche. Und die Tendenzen gehen weiter. Bis 2060, so schätzen Statistiker, wird sich unsere Landeskirche noch einmal halbieren. Die Pfarrer:innen werden jetzt schon weniger und wir haben den Pfarrplan 2030, der auch für Gäufelden noch einmal Einschnitte bringt, noch gar nicht umgesetzt. Große Fragen liegen vor uns in diesen nächsten Jahren: Wie gehen wir mit diesen strukturellen Veränderungen um? Was machen wir mit unseren geringer werdenden Ressourcen? Welche Prioritäten setzen wir? Welche Einschnitte müssen wir noch machen? Wie gehen wir--das ist zum Beispiel ein großes Fragezeichen in unserer Landeskirche mit der aktuellen "Oikos"-Studie--mit unseren Gebäuden um? Wo bewahren wir das Erbe? Wo müssen wir neue Wege gehen? Spannend, liebe neue Kirchengemeinderät:innen, wird's auf jeden Fall.

Und mitten drin, heute, an diesem Wendepunkt, wo sich Abschied und Neuanfang begegnen, da trifft uns die neue Jahreslosung noch einmal nicht nur im persönlichen Umfeld, sondern als Kirche und Kirchengemeinde: "Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu." (Offb. 21,5)

Siehe, ich mache alles neu.

Für manche klingt das eher wie eine Drohung. Es klingt nach einer Abwertung des Alten. Als müsse man noch mehr Vertrautes und Geliebtes hergeben. Als würde alles (alles!) radikal umgekrempelt und man könne am Ende gar nichts mehr wiedererkennen. "Das ist nicht mehr meine Kirche", sagen manche dann. Und andere, die bisher schon kritisch waren, fühlen sich bestätigt. Weg mit dem alten Krempel! Wenn überhaupt, dann muss radikal Neues her!

Siehe, ich mache alles neu.

Darüber ist schon manches gesagt worden in den ersten paar Tagen des neuen Jahres und wird es auch noch werden, bis dann unweigerlich spätestens im März irgendwann die Kurve abflacht und die Jahreslosung vielleicht doch eine Zweitmonatslosung bleibt. Wie hieß nochmal die vom letzten Jahr? Wie dem auch sei, gerade ist das Thema ganz aktuell und ich will mich daher auch auf drei Aspekte des Ganzen beschränken, die mir für diesen besonderen Termin heute relevant erscheinen.

Ich will heute nicht sagen, wie Kirche neu werden soll. Sondern ich will hinschauen auf das, was Gott selbst sagt. Und zwar Wort für Wort. Drei davon, zumindest. Das Jahr ist ja noch lang für den Rest. Drei Worte also:

Erstens: Ich.

Siehe, ich mache alles neu.

Das ist vielleicht das wichtigste von allem: Gott ist der Handelnde in diesem Satz: Gott macht alles neu.

Ich glaube, das ist eines der entlastendsten Dinge überhaupt, die man einer neuen KGR-Periode voranstellen kann. Das ist das, wovon wir singen: "Die Sach' ist dein, Herr Jesu Christ, die Sach' an der wir stehn." Das ist das, was ihr Gewählten gleich wieder neu versprechen werdet: "Im Aufsehen auf Jesus Christus, den alleinigen Herrn der Kirche, will ich meinen Teil dazu beitragen, das Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Heiligen Schrift gegeben und in den Bekenntnissen der Reformation bezeugt ist, aller Welt zu verkündigen..." Stellt euch vor, diesen ersten Satzteil gebe es nicht! Stellt euch vor, das wäre alles unsere Aufgabe! Nein, stellt es euch lieber nicht vor. Das bringt euch nur Stress und schlaflose Nächte. Glaubt mir, es ist so viel besser, die Aufgaben, die vor uns liegen anzugehen mit dem Wissen, dass Gott selber der ist, der die Dinge -- und vor allem: die Kirche -- in seiner Hand hat. Und ich darf Teil von dem sein, was er tut. Ich trage Verantwortung, aber nicht allein.

Das ist vielleicht auch die eine Aussage, die es dir leichter macht, loszulassen, wenn dein Amt im Kirchengemeinderat mit dem heutigen Tag endet. Denn du weißt ja, was alles unvollendet bleibt. Miteinander haben wir bei unserer Schlussauswertung in Gedanken einen Spaziergang gemacht und wir blieben auch bei der Brache stehen -- beim unbeackerten Feld all der Dinge, die wir hätten machen wollen und sollen und die nicht geschehen sind (aus welchen Gründen auch immer). Und du weißt auch um viele Fragen, die noch kommen werden. Vielleicht fällt es dir gar nicht leicht, das alles jetzt in die Hand anderer zu legen -- gerade auch das, was wir gemeinsam erreicht haben. Was werden die jetzt daraus machen?

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu. Das hat sich nicht verändert. Er hat sich nicht verändert. Und wir alle, auch als die Institution seiner Kirche, sind und bleiben in seiner Hand. Du durftest sein Werkzeug sein. Nicht der Eigentümer. Und das war immer gut so. Das bleibt es auch.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Vielleicht ist das auch eine Aussage, die gut tut für alle die, die heute weder anfangen noch aufhören, sondern uns lediglich begleiten in diesem Moment. Kirche sind wir alle miteinander. Und jede Wahl heißt ja auch, anderen stellvertretend Dinge anzuvertrauen, die mir lieb und wichtig sind. Du darfst vertrauen, statt nur kritisch abzuwarten. Auf ihn vertrauen--nicht auf uns. Das ist doch das, was Glauben ausmacht!

Ich bin glücklich über die elf Personen, die sich haben wählen lassen. Aber noch unendlich viel glücklicher bin ich über den Einen, der das sagt:

Ich mache alles neu.

Ich bin froh und glücklich, dass die Zukunft der Kirche und unserer Gemeinde hier in Gäufelden nicht in der Hand von Gremien und Komitees liegt, nicht beim Oberkirchenrat oder der Synode, nicht bei Gesprächskreisen oder Berater:innen – und auch nicht in meiner Hand.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Manches von dem, was kommt, kann ich ahnen, vielleicht sogar erhoffen. Anderes weiß ich noch nicht. Aber ich bin unendlich erleichtert, dass das, was kommt, nicht aus Reformdebatten und Strukturpapieren entsteht, nicht aus kirchlichem Aktionismus und nicht von SPI oder PriceWaterhouseCooper, die unsere Verwaltungsreform geplant haben.

Kirche erneuert sich nicht selbst. Sie wird erneuert. Und Gott lässt sich dabei nicht festlegen – weder durch unsere Konzepte noch durch unsere besten Absichten. Er handelt frei. Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu. Und ihr glaubt nicht, wie viel Hoffnung mir das gibt. Wenn ich in all den Jahren eines gelernt habe, dann das: Kirche lebt nicht davon, dass wir alles im Griff haben, sondern davon, dass Gott uns nicht loslässt.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Zweitens: Mache.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Ist euch aufgefallen, dass dieser Satz im Präsens steht? Nicht: "Ich werde alles neu machen." Sondern: "Ich mache alles neu."

Bibelkenner:innen werden wissen, wo dieser Satz hingehört. In einer großen Vision am Ende der Bibel zeigt Gott dem Seher Johannes mitten in einer schrecklich turbulenten Zeit, wie das Ende aussieht: "Ich mache alles neu." Dann sieht er Gott, der selbst bei den Menschen wohnt. Der alle Tränen abwischt. Allem Leid ein Ende macht "und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!" (Offb. 21,4b-5a). Im nächsten Kapitel folgt dann das "himmlische Jerusalem", das perfekte Gottesreich, mit Frieden und Ruhe und Leben für alle.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Wir sind es gewohnt, darüber in einer weit entfernten "Hoffnungszukunft" zu denken. Ist euch klar, dass Gott damit längst begonnen hat?

Das ist doch jetzt eine super Nachricht für alle, die bisher im Kirchengemeinderat waren! Für alle, die schon lange dabei sind, auch die Vorgänger:innen und die Vor-Vorgänger:innen und für alle, die sich auch sonst schon einmal irgendwo eingebracht haben in das große Ganze der Kirche Jesu Christi: Das "Neue" beginnt nicht erst jetzt. Die elf Gewählten, die gleich vor euch stehen, sind nicht die Superheld:innen, auf die Gäufelden und die Kirche immer gewartet haben. Die, die endlich das Ruder herumreißen, weil ja bisher alles nur schief gelaufen ist. Nein! Ihr alle seid schon lange--immer schon--Teil der großen Erneuerung.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Vor zweitausend Jahren. Zum Seher Johannes. Er malt ein Zukunftsbild, von dem wir heute, zweitausend Jahre später, mit Sicherheit sagen können, dass der Weg dahin etwas länger ist, als Johannes sich das vermutlich vorgestellt hat. Und doch spricht Gott damals schon im Präsens. Siehe, ich mache alles neu.

Das Neuwerden liegt nicht in einer fernen Zukunft (und auch nicht in einer neuen KGR-Periode), sondern es hat schon begonnen, während wir hier unterwegs sind.

Weil Gott immer schon dabei ist,--seit er die Welt geschaffen hat--zum Heil der Menschen zu wirken. Weil er in Jesus, dem Messias, damals Mensch geworden ist und das Reich Gottes anbrach unter uns. Weil in der Aufweckung des Gekreuzigten das ewige Heilsreich Gottes seinen Anfang nahm. Ja, "klein wie ein Senfkorn", sagt Jesus selbst. Aber seither wächst es "zu einem großen Baum".

Auch wenn es manchmal noch ganz anders aussieht: Gottes Neuwerden geschieht nicht ohne Kreuz und Anfechtung. Gott macht neu, nicht indem er Leid überspringt, sondern indem er mitten hindurchgeht – durch Scheitern, Zweifel und das, was uns selbst unvollendet bleibt. Wo Gott Tränen abwischt, da ist er heute schon bei denen, die unter Ungerechtigkeit, Einsamkeit oder Armut leiden. Vielleicht ganz nah: bei denen, die sich hier im Ort abgehängt fühlen, bei denen, die still geworden sind, oder bei denen, die kaum noch jemand besucht. Dort beginnt sein Neuwerden oft zuerst.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu. Christ:innen sind immer schon Teil dieses Wegs. Unsere Hoffnung ist nicht nur ein vager Wunsch nach einer fernen Zukunft, sondern ein Wahrnehmen dessen, was auf uns zukommt. Der auf uns zukommt. Und der mitbringt, was Gott selbst für uns bereit hat. Wir werden es gleich singen: "Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land."

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Das sind wunderbare Startbedingungen für die, die sich jetzt auf eine neue Periode einlassen. Ihr müsst "es" gar nicht "reißen". Ihr startet nicht bei Null. Ihr steht nicht vor der riesigen (unlösbaren) Aufgabe, jetzt irgendwie in allem die Wende zu schaffen. Nein! Ihr reiht euch ein in die große Schar derer, die mit Gott unterwegs sind in der Erneuerung, die er macht. Seine Zukunft hat schon Gegenwartsform.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Deshalb, drittens: Siehe.

Siehe, ich mache alles neu.

Siehe--das ist so ein Kirchenwort. Irgendwie gibt's das nur in der Lutherbibel. Kein Mensch sagt heutzutage "siehe" im Alltag. Man bekommt den Eindruck: So redet Gott halt. Irgendwie schafft der es nie, etwas zu sagen, ohne mit "Siehe" zu beginnen. "Siehe" klingt für uns wie eine Art himmlisches Anführungszeichen. Hört eigentlich noch jemand auf das Wort selbst?

"Schaut!", sagt Gott. "Seht doch: Ich mache alles neu!"

Liebe Kirchengemeinderät:innen, das ist vielleicht die kürzeste Definition eurer Aufgabe für die kommenden sechs Jahre. Es ist genau das, wozu ihr euch heute verpflichtet: "Im Aufsehen auf Jesus Christus, den alleinigen Herrn der Kirche...". Wenn ihr euch eine Sache merken wollt, von heute, dann diese: Eure Aufgabe ist es gar nicht zuerst, zu machen. Eure Aufgabe ist, hinzuschauen. Zu sehen, zu entdecken, was Gott tut, der schon längst am Werk ist. Eure Aufgabe ist nicht, Türen und Fenster aufzureißen, sondern zu schauen, wo Gott Türen auftut und ihm dorthin zu folgen. Eure Aufgabe ist nicht, neue oder alte Aktivitäten zu betreiben, sondern zu schauen, was Gott tut und dabei mitzumachen. Eure Aufgabe ist es nicht, Traditionen zu pflegen, wie man es schon immer gemacht hat. Eure Aufgabe ist es auch nicht, alles anders zu machen. Eure Aufgabe ist es, zu sehen, was Gott macht. "Was Christum treibet", würde Martin Luther sagen. Und dann zu sehen, wie ihr euch -- und unsere ganze Kirchengemeinde -- darin einbringen könnt. Denn dann --aber erst dann-- heißt Hinsehen auch, sich rufen zu lassen und Schritte gehen, die oft auch etwas kosten.

"Schaut!", sagt Gott. "Seht doch: Ich mache alles neu!"

Das muss sich jeder von uns immer wieder sagen lassen. Es gäbe ja auch so viel anderes zu sehen: Die Meinung der Leute. Das "Erfolgsrezept" irgendwelcher anderen Gemeinden. Den neuesten Artikel in irgendeiner schlauen Zeitschrift oder einen Post im Internet. Wenn wir darauf schauen, dann sind wir am Ende wie Schafe, die in den Penny-Markt rennen, statt ihrem Hirten zu folgen.

"Schaut!", sagt Gott. "Seht doch: Ich mache alles neu!"

Es ist immer gut, auf die Fakten zu schauen. Auf die Menschen. Auf die Zeichen der Zeit. Vielleicht sehen wir Gottes Spuren zuerst dort, wo Menschen sonst übersehen werden. Darum lohnt es sich, gerade auf diese Stimmen zu hören. Es ist gut, nichts davon aus dem Blick zu verlieren. Aber das Wichtigste ist, ihn nicht aus dem Blick zu verlieren! Wer ihm folgt in seiner Mission der Liebe zu den Menschen, der wird mit Sicherheit nicht auf Abwege geraten. Der ist zuversichtlich unterwegs in die Zukunft des Reiches Gottes.

"Schaut!", sagt Gott. "Seht doch: Ich mache alles neu!"

Vielleicht ist das am Ende die Pointe der ganzen Jahreslosung. Wie würdet ihr die denn zusammenfassen? Viele würden sagen: "Alles neu." Das bleibt irgendwie hängen, am Ende des Satzes. Ich glaube, dass das Entscheidende vorne steht. "Schaut!"

"Schaut!", sagt Gott. "Seht doch: Ich mache..." Fangen wir doch damit einfach mal an: im eigenen Leben, an unserem Ort, im KGR und eigentlich überall. "Schaut! Seht doch: Gott macht...". Das "alles neu" kann man am Ende vielleicht noch gar nicht gut beschreiben. Schließlich ist es "neu" und nicht längst bekannt. Vielleicht wird es uns an vielen Stellen noch überraschen. Das können wir ja dann entdecken, wenn wir seinen Spuren folgen.

Hoffnung heißt nicht, dass wir das Neue immer schon sehen. Oft sehen wir zuerst das Alte, das Schwergewordene. Gerade dort hält Gott seine Verheißung offen – gegen den Augenschein.

"Schaut!", sagt Gott. "Seht doch: Ich mache alles neu!"

Amen.

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