Sonntag, 22. Februar
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Von Aigle nach St. Maurice
Ein Segen. Es geht stetig bergauf und die Alpen erweisen sich nicht nur als imposante Kulisse mit verschneiten Gipfeln, sondern auch als eine Herausforderung an die Kondition mit steilen Anstiegen durch Weinberge und Wälder. Gegen Ende verliere ich den markierten Pfad und gehe eine gute halbe Stunde an einer Straße entlang. Vor St. Maurice mündet sie in einen Kreisverkehr, wo ich eine überraschende Entdeckung mache. Durch die Abgase hindurch duftet es nach Bärlauch, der üppig in der Kreismitte wächst.
Ein Impuls
Letzten Freitag in Frankfurt: Die Sonne ist nicht nur herausgekommen, sondern strahlt von einem blauen Himmel. Die wärmenden Strahlen tun gut. Ein Segen kann aus Worten bestehen und auch ganz anders sein, wie Sonnenstrahlen am kalten Vormittag oder wie Bärlauch auf der Straße. Du kannst auf das Segensreiche dieses Tages achten, auf das, was sich oft unvermutet zeigt. Und als Impuls für das Verweilen in der Gegenwart gibt es heute, in der Tradition der Meditationskirche Frankfurt, einen Segen für den Tag und die Woche.
Verweilen in der Gegenwart
Pilgern braucht Segen:
Dieser Segen wird dir nichts schön reden.
Es ist, was es ist,
Der Tag ist so, wie er ist,
Dir ist so, wie dir ist.
Der Segen möchte hineingehen,
sich zu dem dazugesellen, was ist,
in diesen Tag
zu dir, wie du bist.
und mit dir lauschen
auf die leisen Töne
achten auf den zarten Duft
die besondere Farbe
und spüren,
so, wie es ist
und darin:
Gegenwart.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.