ZDF/ Markus Lanz vom 15. Januar 2026
Quelle: https://www.zdf.de/play/talk/markus-lanz-114/markus-lanz-vom-15-januar-2026-100
FB: Franziska Brantner - Chefin der Grünen
MH: Martin Huber - CSU-Generalsekretär
RA: Robin Alexander - Journalist
ML: Anderes Thema: wie ist gerade das Verhältnis von Markus Söder zu Daniel Günther? Das wollte ich aus aktuellem Anlass fragen.
ML: Wie haben Sie den Auftritt diskutiert letzte Woche?
MH: Es wurden Verbotsdebatten angestoßen, das hat mich etwas irritiert, weit gesagt wurde, man soll einzelne Plattformen verbieten, ich halte das nicht für den richtigen Weg. Gerade haben einige Leute den Eindruck, man darf nicht mehr alles sagen. Und dann mit so einem Verbot darein zu gehen, das halte ich nicht für richtig.
ML: Welche Verbotsdebatte?
MH: Das Social-Media-Verbot, aber zwischen den Zeilen hieß auch,...
ML: Zwischen welchen Zeilen?
MH: Es wurde dann ja bereit berichtet.
ML: Haben Sie es gesehen?
MH: In allen Medien habe ich es mitbekommen. Fernsehsendungen, Nachrichten usw.
ML: Sie haben ja politisch darauf reagiert. Wo haben Sie es denn mitgekriegt?
MH: Er hat dann meines Wissens nach selber revidiert.
ML: Wie kommen Sie darauf, dass er das gesagt hat?
MH: Er hat offensichtlich die Frage diskutiert, ob Social Media Plattformen eingeschränkt werden sollten. Sie waren dabei, sie können es mir sicherlich noch dezidierter sagen.
ML: Er hat nur etwas klargestellt.
ML: Ich frage das nur deswegen, so klar nach, ihr Chef Markus Söder hat ein Tag danach ein Bild nach gelegt und gesagt, ich habe grundsätzlich eine andere Meinung, freie Meinungsäußerung ist im Grundgesetz verankert und gerade in Zeiten darf man doch von Verboten und Zensur reden.
MH: Markus Söder war nicht der einzige, der sich so geäußert hat.
ML: Um den geht es gerade. Ich frage noch mal nach, haben sie gehört, dass Daniel Günther in irgendeiner Form die freie Meinungsäußerung infrage gestellt hat?
MH: So wurde es berichtet.
ML: Sie sind doch Profi, sie müssen sich doch ein Urteil bilden, nachdem sie gesehen haben, was tatsächlich passiert ist.
ML: Sie müssen doch der Sache auf den Grund gehen, wenn ihr Ministerpräsident so etwas sagt am nächsten Tag?
MH: Der Eindruck war weitgehend so dar, dass er das gesagt hat. So muss man dem, wenn man gefragt wird auch entgegentreten.
MH: Wie gesagt, es war eine sehr breite Berichterstattung in diese Richtung. Hoffentlich stellen Sie die Berichterstattung dahingehend infrage, oder wie kann ich das verstehen?
ML: Sie können das ganze Gespräch noch mal in der Mediathek nachschauen, man kriegt möglicherweise einen leicht anderen Eindruck, Frau Brantner, was für ein Eindruck hatten Sie, was wurde gefordert, was ist passiert? Ich habe das mitbekommen und dachte, vielleicht weiß woanders.
FB: Ich habe mitbekommen, dass Herr Günther darüber gesprochen hat, wie wir unsere Demokratie im sozialen Zeitalter verteidigen können, er darüber gesprochen, dass sie eine digitale Plattform haben, die nicht unbedingt in europäischer Hand ist, es sind amerikanische, X, TikTok Zeitalter verteidigen können, er darüber gesprochen, dass sie eine digitale Plattform haben, die nicht unbedingt in europäischer Hand ist, es sind amerikanische, X, TikTok, China, er darüber gesprochen, dass wir unsere Rechte durchsetzen müssen, dass wir die europäischen Gesetze durchsetzen müssen. Wenn ich jetzt sagen würde, Herr Huber hat übrigens seine Großtante umgebracht, dann könnten Sie mich sofort anklagen, wenn ich das online sage als Synonym, haben sie die Schwierigkeit mich anzugehen? Per Günther total recht, die zweite Frage war spezifisch für junge Leute, die man damit umgeht, wie wir unsere Kinder und Jugendliche schützen, vor dem was da passiert Das ist das australische Gesetz, weil junge Menschen das anders empfinden, ich habe es nicht wahrgenommen als jemand, der gesagt hat ich schaffe die Meinungsfreiheit ab.
ML: Wie haben Sie es wahrgenommen?
RA: Ich habe es mir angeguckt und eigentlich möchte er sprechen über eins soziale Medienverbot unter 16. Das ist sozusagen ein klassischer Jugendschutz. Das steht deshalb im politischen Raum, weil es am August ein Schreiben der Akademie der Wissenschaften an die Politik gab, die gesagt haben, ihr müsst dringend etwas machen, weil die sozialen Medien auf Kinder anders wirken als auf Erwachsene. Ich glaube viele Eltern teilen diese Beobachtung. Dass das Thema Jugendschutz, dazu wollte er sich äußern, er hat es so ungeschickt getan, dass man eine Debatte machen konnte, möchte er rechtspopulistische Portale im Netz verbieten.
ML: Was ja etwas anderes ist.
RA: Das eine ist ein rechtspopulistisches Portal, das andere ist Facebook, Twitter usw. Es gibt nichts in der Bundesregierung, die für ein solches Verbot vorbereitet ist,
ML: Das hat er ja aber auch nicht gefordert.
RA: Er hatte auf die Nachfrage eine Unschärfe auf die man das hineininterpretieren konnte.
ML: Wir schauen uns gleich mal den Ausschnitt an, es ist danach vor allem unscharf gemacht worden. Wir sollten uns diese 1 Minute geben, das war ungeschnitten, was hier gesprochen wurde: - Ich glaube es den Leuten mittlerweile zuwider, wenn die Regierung uns in eine Krise regiert, sie wollen eine Partei haben, die an einem Strang zieht, die die Dinge in die Hand nimmt, die Dinge umsetzen, sie wollen nicht hören, wer setzt sich in welchen Punkt Durch? Wir dürfen auch diesen Medien nicht immer die Steilvorlagen geben, indem wir uns immer über irgendwelche Kleinigkeiten streiten. Das ist der Weg um Extremisten klein zu kriegen und wieder eine Stabilität in Deutschland hinzu bekommen. - Also was Sie jetzt gerade sagen ist, wir müssen das regulieren, zensieren und im Notfall sogar verbieten. - Ja. Wir reden darüber, darf bis 16-jährigen soziale Medien nicht mehr zugängig gemacht werden. Die Regierung macht es ähnlich wie es in Australien gemacht wurde um die Jugendlichen zu schützen.
ML: Herr Huber? Das war das Original. Haben Sie da jemanden gehört, der fordert, die Meinungsfreiheit abzuschaffen.
MH: Dieses kleine Ja auf die Frage, ob man regulieren oder zensieren soll, gibt die Möglichkeit, dass nachher in der Berichterstattung so zu berichten.
ML: Er danach weiter gesprochen.
ML: Er hat sogar den Satz gesagt, wir reden über folgendes, dieser Satz ist wichtig, klarer kann man es eigentlich nicht sagen. Ich finde sie haben recht, wenn man es an der Stelle abschneidet, dann kann man der Interpretation sehr viel Raum geben, weil es tatsächlich auch um die Plattform News ging, sollten uns gleich mal anschauen was danach passiert es, es wurden zwei Stellen herausgeschnitten, diese Aussage von Herr Günther, dass Politik nicht immer Medien Steilvorlagen liefern dürfte, da hat man ungefähr 50 Sekunden herausgeschnitten. Den entscheidenden Teil, wo er noch mal präzise erläutert, was er meint, wie er sagt, wir sollten es verbieten, was er meint mit dem Jahr 101, 100 1 Sekunden herausgeschnitten, Schauen Sie mal. - Gersdorf, wer hat denn dagegen geschossen, es gibt Leute, die so etwas lesen, weiterschicken, in WhatsApp sind die Feinde unserer Demokratie, wenn wir uns mit denen zusammenschließen, um uns gegen solche Exzesse zu wehren, dann werden wir Deutschland in den nächsten zehn Jahren nicht wiedererkennen.