Hinreichend verdächtig

Als eine nächtliche Explosion die Stadt erschütterte


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In dieser Folge von Hinreichend verdächtig sprechen wir über einen Fall, der beispielhaft für die Geldautomatensprengungen steht, die NRW jahrelang in Atem hielten. Drei junge Männer verschaffen sich gewaltsam Zugang zu einer Kaufland-Filiale in Mülheim, sprengen den Geldautomaten und flüchten mit der Beute. Doch ihr Fluchtfahrzeug verunglückt, und bei der Wiedereinreise in die Niederlande werden sie mit der Tatbeute und belastenden Beweismitteln erwischt.

Der Fall zeigt, wie moderne Ermittlungsarbeit funktioniert: Funkzellendaten, DNA-Spuren an einer Parkbank, Pyrotechnik-Rückstände und Zeugenaussagen fügen sich am Ende zu einem recht klaren Bild zusammen.

Wie gefährlich sind solche Sprengungen für Anwohner? Warum kommen die Ermittler kaum an die wahren Hintermänner heran? Und wie hat NRW das Problem der Geldautomatensprengungen schließlich in den Griff bekommen? Diese Fragen beleuchten wir gemeinsam mit unseren Gästen.

Jill McCuller, Staatsanwältin in Duisburg, erklärt die komplexe Spurenarbeit und warum dieser Fall untypisch schnell aufgeklärt werden konnte. Alexander Triesch, Reporter der Lokalredaktion, ordnet den Fall in den größeren Kontext der Geldautomatensprengungen ein, die mit 182 Fällen allein im Jahr 2022 ihren Höhepunkt erreichten.

Im True-Crime-Podcast von Rheinischer Post und Staatsanwaltschaft Duisburg beleuchten wir in jeder Folge einen abgeschlossenen Kriminalfall aus der Region mit einem Reporter aus der Lokalredaktion sowie einem Mitglied der Duisburger Staatsanwaltschaft. Gemeinsam zeigen wir, wie Strafverfolgung funktioniert und wie eine Anklage zustande kommt.

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Hinreichend verdächtigBy Lilli Stegner für die Rheinische Post und die Staatsanwaltschaft Duisburg