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Alte SD-Karte als Notfall-Helfer: Was sie im Krisenfall wirklich bringt


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Eine alte SD-Karte ist ein unterschätzter Schatz im Haushalt. (Bildquelle: IMAGO / Depositphotos / Bildbearbeitung GIGA)

Wenn ihr eure alten SD-Karten bislang immer zerstört und entsorgt habt, hört sofort auf damit! Jeder braucht eine davon im Haushalt.

Warum ihr eine SD-Karte in eurem Haushalt haben solltet

Ihr fragt euch jetzt wahrscheinlich, wozu alte SD-Karten dienlich sind. Tatsächlich können die kleinen und unscheinbaren Speichersysteme im Ernstfall Daten von eurem Computer retten.

Das Geheimnis dahinter besteht darin, dass ihr aus einer SD-Karte ein bootfähiges Laufwerk herstellt und es dann für die Datenrettung, aber auch für Wartungen und mehr nutzen könnt. Wenn es einmal ernst wird und ihr um die Daten auf eurem Rechner fürchtet, kann euch die unscheinbare SD-Karte tatsächlich vor dem Totalverlust retten.

Wie wird eine SD-Karte zum mobilen Betriebssystem?

Heute kommen SD-Karten in Smartphones oder für Kameras kaum noch zum Einsatz, sie liegen aber noch in vielen Schubladen herum. Da sie ähnlich wie eine SSD oder ein USB-Stick auf Flash-Speicher zurückgreifen, könnt ihr sie mit etwas Umrüstung als Rettungssystem für Laptop und PC verwenden. Selbst eine alte Karte ist tauglich, ihr braucht kein System mit maximaler Geschwindigkeit.

Euer großer Vorteil: Das System ist überall einsetzbar und nicht nur für einen Computer gedacht. Ihr könnt es mitnehmen und dort anwenden, wo es nötig ist.

Und so erstellt ihr euer Betriebssystem to go:
  • Nehmt eine SD-Karte mit acht GB Speicherplatz (mindestens) und speichert euch alles ab, was darauf noch zu finden ist.
  • Nutzt nun einen USB-Adapter oder den Kartenleser von Laptop und PC und lasst den Computer die Karte finden.
  • Hat er sie erkannt, ladet ihr euch eine ISO-Datei eines passenden Betriebssystems zur Rettung runter. Ihr könnt hier eine kostenlose Linux-Version verwenden oder ein Rettungssystem nutzen.

Die Vorbereitungen sind jetzt abgeschlossen. Nun startet ihr ein Programm auf dem Rechner und wählt eure SD-Karte als Zielmedium und die ISO-Datei auf der Karte als Quelle aus.

Wenn ihr nun auf „Start“ drückt und alle Hinweise mit „okay“ bestätigt, wird eure SD-Karte komplett formatiert. Wartet unbedingt ab, bis der Vorgang vollständig abgeschlossen ist. Ein gut geeignetes Programm ist beispielsweise Rufus.

Hey, Windows-Nutzer! Im nachfolgenden Video zeigen wir euch, warum es Zeit wird, das System zu deinstallieren.

» Video ansehen: Zeit, Windows zu deinstallieren

So nutzt ihr eure SD-Karte als Rettungssystem

Wenn eure SD-Karte bereit ist, startet ihr euren Rechner neu. Wählt euch beim Einschalten ins BIOS beziehungsweise Boot-Menü ein (je nach System F2, F12 oder ESC) und wählt eure SD-Karte in den Einstellungen des Boot-Menüs als Startlaufwerk aus.

Fährt euer Rechner nun hoch, bootet er von der SD-Karte und ihr könnt Daten retten, Reparaturen oder verschiedene Tests vornehmen. Das System funktioniert auch mit einem USB-Stick, falls ihr zu den wenigen Haushalten ohne vorhandene Speicherkarten gehört.

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