Alter, was geht?

Alter, was geht?

By Elmar StrackeScienceSocial Sciences
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Alter, was geht? episodes

  • Fernreise zur Lernreise - Lernen als lebenslange Einstellungssache mit Sandra von Doetinchem

    Lernen hört nicht mit dem Abschluss auf und schon gar nicht mit einem bestimmten Geburtstag - jedenfalls, wenn man mit Lernen positive Erfahrungen verbindet.


    In dieser Folge spreche ich mit Sandra von Doetinchem, die ziemlich vom anderen Ende der Welt zugeschaltet ist: aus Honolulu auf Hawaii. Sie hat zu Bildung im Alter promoviert, forscht an der Universität Hawaii und berät mit ihrer Firma Skilled Tomorrow Unternehmen und Menschen in der zweiten Karrierehälfte. Ein Gespräch über Lernfreude, Altersdiskriminierung und darüber, warum Erfahrungswissen gerade jetzt wertvoller ist, als viele denken.

    Einige Themen der Folge:

    • Warum „lebenslanges Lernen" in Deutschland und den USA zwei verschiedene Dinge meint

  • Kinder lernen, weil sie müssen – Erwachsene, weil sie wollen: was das für Weiterbildung bedeutet

  • Der zweite Grund, warum Ältere in Kurse gehen: die anderen Teilnehmenden

  • Reskilling-Müdigkeit im KI-Zeitalter – wenn die nächste Schulung schon wartet

  • Drei von fünf Beschäftigten über 50 erleben Altersdiskriminierung am Arbeitsplatz

  • Was eine „longevity smart" Regierung anders machen müsste

  • Challenge, Novelty, Variety: die drei Zutaten, die Lernen wirklich fürs Gehirn wirksam machen

  • Warum Hawaii eine höhere Lebenserwartung hat als das amerikanische Festland

  • Und was das hawaiianische Aloha mit gutem Altern zu tun hat

  • 49 min
  • Das Rentenpaket: Ein Gesamtkunstwerk für die Rente - Folge 53

    Ausnahmsweise geht es in dieser Folge nicht um Megatrends und langfristige Entwicklungen, sondern um Tagespolitik: die Alterssicherungskommission der Bundesregierung hat 33 Maßnahmen zur Rente vorgelegt – und die Bundesregierung will sie tutto completo umsetzen. Was steckt drin?

    Ich schaue mir die drei größten Blöcke genauer an:

    • das Gesamtversorgungsniveau als neue politische Leitgröße,

  • das Rentenalter – und warum ich die Anhebung für richtig und sozial halte, auch wenn das erstmal seltsam klingt – und

  • die Kapitalrente nach schwedischem Vorbild, inklusive der Frage, warum das Geld im Ausland angelegt werden muss und was die Konsequenzen sind.

  • Mein Fazit: Das Paket ist klug, durchdacht und ausgewogen. Ob es durchkommt – das ist die andere Frage. Bärbel Bas hat gesagt, es sei ein Gesamtkunstwerk, welches als Ganzes verabschiedet werden soll. Wenn das gelingt, wäre es ein politisches Gesamtkunststück.

    43 min
  • Mit Walter Riester - Die Rente ist nicht sicher und das Rentenniveau eine Nullnummer

    "Die Rente ist sicher" – einer der berühmtesten Sätze der deutschen Nachkriegspolitik. Und laut Walter Riester völlig irreführend.

    In dieser Folge spreche ich mit dem früheren Bundesarbeitsminister (1998–2002) über die Mythen und Trugbilder der Rentendebatte, über das, was das Grundversprechen des deutschen Rentensystems wirklich wert ist – und warum er einmal 52 Flaschen Rotwein von der Chefredakteurin der Bunten gewonnen hat.

    Einige Themen der Folge:

    • Warum die Rente strukturell gar nicht sicher sein kann – und was das bedeutet

  • Das Rentenniveau als „Nullnummer" und Trugbild: Warum die Zahl nur Verwirrung stiftet

  • Wie sich das, was wir unter „Lebensstandardsicherung" im Alter verstehen, seit den 1950ern komplett gedreht hat

  • 45 Beitragsjahre als Zugangskriterium: Was dabei schiefgeht

  • Wenn die Wirtschaft nach dem billigsten Sozialstaat brüllt – und sich gleichzeitig von ihm subventionieren lässt

  • Ein Fliesenleger im Kabinett: Was Nicht-Akademiker der Politik beibringen

  • Viel Spaß beim Zuhören – und beim Weiterdiskutieren beim nächsten Grillfest!

    59 min
  • Bedeutsam und gelassen älter werden mit Bertram Kasper - Folge 51

    Jeder Mensch hat zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn er erkennt, dass er nur eines hat.

    In dieser Folge spreche ich mit Bertram Kasper, dem Autor von "Die größte Reise deines Lebens - gelassen älter werden", über das Älterwerden, die Vergänglichkeit, die Leistungsgesellschaft und die vielen Sätze in seinem Buch, die einem im Kopf bleiben, darunter auch: Jeder Mensch braucht seine tägliche Dosis Bedeutung.

    Einige Themen der Folge:

    • Warum die Erkenntnis der Endlichkeit unser Leben verändern kann

  • Gelassenheit als aktive Haltung – nicht als Rückzug

  • Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Älterwerden

  • Die Rolle von Beziehungen und sozialen Netzwerken im Alter

  • Intergenerationeller Dialog und was wir voneinander lernen können

  • Konkrete Impulse wie „Mit-mir-Spaziergänge“ und die „Ehrenrunde“

  • Warum wir ein neues, positiveres Altersbild brauchen

  • Eine Folge über das Leben, den Tod und die große Reise dazwischen: das Älterwerden.

    Zu seinem Buch, welches am 7. April 2026 erscheint, geht es hier: https://amzn.eu/d/00yH9oOq

    53 min
  • Teilhab und Gut im Alter - Jubiläumsfolge zum 9. Altersbericht der Bundesregierung mit Frank Berner, Deutsches Zentrum für Altersfragen - 50. Folge

    Teilhaben oder abgehängt werden? Wer profitiert vom langen Leben – und wer nicht? Wann und wie geht es auseinander und wie weiter?

    „Alter, was geht?“ feiert Jubiläum! In der 50. Folge spreche ich mit Dr. Frank Berner vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) über den 9. Altersbericht der Bundesregierung – und über die großen Ungleichheiten im Alter, die oft hinter Durchschnittszahlen verschwinden.

    Die großen Fragen der Episode:

    • Wie ungleich sind die Lebenssituationen älterer Menschen wirklich?

  • Warum wächst die Altersarmut? Warum hilft die Grundsicherung nicht so gut, wie sie könnte?

  • Weshalb sind besonders Frauen ohne deutsche Staatsbürgerschaft stark betroffen?

  • Was heißt Teilhabe jenseits von Job, Familie und Ehrenamt?

  • Wie hängen finanzielle Ressourcen und Selbstbestimmung zusammen?

  • Warum Altersbilder (Alterismus, Ageismus) unser Verhalten – und sogar Selbstdiskriminierung – prägen

  • Dr. Berner erklärt, wie die Altersberichte entstehen, welche Rolle die Sachverständigenkommission spielt und warum der Bericht mehr ist als eine politische Pflichtübung.

    Im Zentrum steht die Frage, was „Teilhabe im Alter“ eigentlich bedeutet – und warum Selbstbestimmung ohne passende gesellschaftliche Rahmenbedingungen oft eine Illusion bleibt.

    Diese Jubiläumsfolge ist Rückblick und Realitätscheck zugleich: Sie zeigt, warum Alter kein einheitlicher Lebensabschnitt ist – und warum wir dringend über unsere Vorstellungen vom Altern nachdenken müssen, wenn Teilhabe mehr sein soll als ein Schlagwort.

    Viel Spaß beim Zuhören – und beim Weiterdiskutieren auf der nächsten Party!


    Zum 9. Altersbericht geht es hier: Link.

    Und zu meinem neuen Buch Aha sagt man überall geht es hier: Link.

    1 hr 2 min
  • Mit Kraft vom Fach - Demografie, Fachkräfte und Arbeitsmarkt im Gespräch mit Martin Müller von KfW Research

    Altern wir uns arm? Oder arbeiten wir einfach falsch? Und überhaupt: wer macht die passende Arbeit in einer schrumpfenden Gesellschaft?

    Deutschland altert – und das ist erstmal eine gute Nachricht. Wir leben länger, oft gesünder und verbringen mehr Jahre im Ruhestand als jede Generation vor uns. Gleichzeitig geraten Arbeitsmarkt, Wachstum und Wohlstand unter Druck: Fachkräftemangel, steigende Rentenausgaben, schwächelnde Produktivität.

    In der neuen Folge von „Alter, was geht?“ spreche ich mit Martin Müller von KfW Research über die Auswirkungen der alternden Gesellschaft auf den Arbeitsmarkt.

    Wir reden darüber,

    • warum der Fachkräftemangel kein vorübergehendes Konjunkturproblem ist,

  • weshalb Zuwanderung allein die demografische Lücke nicht schließen kann,

  • und wieso Deutschland trotz hoher Arbeitslosigkeit gleichzeitig Arbeitskräfte fehlen.

  • Mit Zahlen, Szenarien und internationalen Vergleichen zeigt sich , was passiert, wenn Millionen Babyboomer in Rente gehen – und warum die Wirtschaft kaum noch wächst oder sogar effektiv schrumpft, wenn wir nicht gegensteuern.

    Die großen Fragen der Episode:

    • Wie stark trifft uns der demografische Wandel wirklich?

  • Reichen Produktivität und KI aus, um weniger Arbeitskräfte zu kompensieren?

  • Müssen wir länger arbeiten – oder einfach klüger?

  • Warum Bildung der mächtigste, aber langsamste Hebel ist

  • Weshalb Arbeitszufriedenheit entscheidend dafür ist, ob Menschen bereit sind, mehr zu arbeiten

  • Und was Deutschland von Japan, Schweden und der Schweiz lernen kann

  • Außerdem geht es um:

    • Fachkräftemangel vs. Arbeitslosigkeit – ein scheinbarer Widerspruch

  • Teilzeit, Vier-Tage-Woche und die Grenzen individueller Lösungen

  • Ältere Erwerbstätige, Aktivrente und mögliche Mitnahmeeffekte

  • Die stille Reserve am Arbeitsmarkt

  • Alternde Mittelständler, fehlende Nachfolge und Investitionszurückhaltung

  • Warum viele Länder Europas uns beim Altern bald überholen – und was das für Migration bedeutet

  • Funfact der Folge:

    Die Arbeitszufriedenheit steigt mit dem Alter. Ältere Beschäftigte sind im Schnitt zufriedener mit ihrer Arbeit als Jüngere – in der Schweiz sogar auf „Glatte Eins“-Niveau. Vielleicht liegt genau hier der Schlüssel, warum dort mehr gearbeitet wird.

    Und hier noch drei interessante Papiere von KfW Research und Martin Müller:

    Martin Müller (2025): Was tun gegen den Fachkräftemangel in der Industrie?


    Martin Müller (2025): Wachstumsschwäche durch Fachkräftemangel: Wohin führt ein „weiter so“, was können wir tun?

    Schwartz/Gerstenberger (2025): Alterung: unterschätztes Hemmnis von Investitionen im Mittelstand

    Viel Spaß beim Zuhören – und beim Weiterdiskutieren auf der nächsten Party!

    0 min
  • Südkorea – Keine Kinder, kein Wachstum, kein Grund alt auszusehen? mit Fabian Kretschmer

    0,75 Kinder pro Frau. Das ist der OECD-Rekord nach unten und die Hälfte gegenüber dem notorisch alternden Deutschland.


    In der neuen Folge „Alter, was geht?“ spreche ich mit Fabian Kretschmer, Korrespondent in Seoul (u.a. für die taz), über die Demografie von Südkorea und was die Alterung mit dem Land macht.

    Hier ein kleiner Ausblick, warum es so wenige Kinder in Südkorea gibt:

    Es hat mit der Arbeitskultur zutun, die kaum Raum für Familie lässt,
    mit enorm hohen Wohnkosten und teurer Bildung,
    mit Idealen von Jugendlichkeit, die sich schlecht mit Familie vereinbaren lassen,
    und schlichtweg mit einer sehr männlich geprägten Gesellschaft, die Frauen, insbesondere Müttern, das Leben sehr schwer macht.

    Die Folgen?

    • Eine Gesellschaft, die schneller altert als jede andere.

  • Wachsende Einsamkeit und ein steigendes Risiko sozialer Isolation.

  • Ein Rentensystem, das kaum zu halten ist.

  • Schwierigkeiten, das eigene Militär mit Nachwuchs zu versorgen

  • Und ein schwächelndes Wirtschaftswachstum – weil schlicht die Arbeitskräfte fehlen.

  • Aber auch:

    • Zunehmende Offenheit für Immigration: nicht aus Weltoffenheit, sondern aus purer Notwendigkeit.

  • Eine nachwachsende Generation, die sich dem Leistungsdruck verweigert, und auch wieder ein positiveres Bild von Nachwuchs und Familienplanung hat.


  • Die Podcasts von Fabian sind:

  • Beijing Briefing

  • Asien-Copy-Paste

  • Viel Spaß beim Zuhören!

    53 min
  • Rente in den Niederlanden: Grundrente mit gutem Grund und 1000 Euro mehr im Monat - Folge 47

    Brauchen wir mehr Cappuccino in der Rente?

    Gemeinsam mit Professorin Lisa Brüggen (Universitäten Tilburg & Maastricht) beleuchten wir, warum Rentnerinnen und Rentner in den Niederlanden im Schnitt rund 1.000 Euro mehr im Monat erhalten als in Deutschland und wieso man auch als hochindividualistische Gesellschaft sich eine Rente geben kann, die für alle gleich hoch ist - egal wie viel man gearbeitet und verdient hat.

    Themen der Episode:

    • Das Cappuccino-System: Grundrente, Betriebsrenten und private Vorsorge

  • Wie die Niederlande Altersarmut erfolgreich vermeiden

  • Renteneintrittsalter und die große Rentenreform bis 2028

  • Altersbilder, Arbeitsmarkt und Demografie im Vergleich zu Deutschland

  • Die Niederlande zeigen, dass Rente auch anders geht – einfacher, gerechter und mit weniger Altersarmut. Höchste Zeit, dass wir genauer hinschauen und hinhören - nehmt euch gerne einen Cappuccino dazu!

    0:07 Ein Blick auf das Rentensystem

    3:15 Der niederländische Cappuccino-Rentensystem
    6:24 Die erste Säule: Grundrente erklärt
    14:08 Die zweite Säule: Betriebsrenten im Detail
    19:28 Die dritte Säule: Private Altersvorsorge
    25:12 Altersgrenze und Renteneintritt
    30:00 Funfact
    32:19 Demografie der Niederlande im Überblick
    37:30 Klimawandel vs. demografischer Wandel
    41:24 Altersbilder in Deutschland und den Niederlanden 48:11 Die große Rentenreform in den Niederlanden
    52:52 Lehren für Deutschland aus den Niederlanden

    59 min
  • Demografie und Rente in der Türkei: Einen Bienenkorb bekommen mit Yaşar Aydın

    Geburtenrückgang durch teuren Wohnraum, Urbanisierung, spätes Heiratsalter, hohe Lebenshaltungskosten, schlechte Vereinbarkeit von Karriere und Beruf - was für Deutschland offensichtlich ist, gilt auch für die Türkei. Ergebnis: auch die Bevölkerung der Türkei würde schrumpfen, wenn sie keine Einwanderung hätte.

    Mit Dr. Yaşar Aydın von der SWP spreche ich über die Gründe für den Geburtenrückgang und darüber was die türkische Politik dagegen tut, wie sich die Demografie in der politischen Landschaft niederschlägt und wie sich Generationenkonflikte zwischen konservativen Eltern und bauchfreitragenden Töchtern zeigen – oder auch nicht.

    Wir schauen uns an, wer in die Türkei einwandert und wozu -  wer aus dem Land auswandert und warum, wie das Rentensystem funktioniert, wie Pflege organisiert wird und was wir als alternde Gesellschaft von der Türkei lernen können.

    Und im Funfact erfahren wir, was die Demografie mit einem der liebsten Hobbys der Menschen in der Türkei zu tun hat: der Bienenzucht.

    Viel Spaß beim Zuhören!

    53 min
  • So gleich statt so fort - Eine einheitliche Bundesrente

    Das aktuelle Rentensystem hat auf mindestens drei Probleme keine guten Antworten: Altersarmut, unterschiedliche Lebenserwartungen und einen sich ausweitenden Leistungsbegriff. Das wird sich mit dem "so weiter" und "so fort", das zurzeit die politisch vorgetragenen Konzepte durchdringt, nicht lösen lassen.

    Vielmehr braucht es einen mutigen Paradigmenwechsel: einen Übergang zu einer einheitlichen, armutsvermeidenden Bundesrente in einheitlicher Höhe, gekoppelt an den Mindestlohn, für alle, die 50 Jahre im Land leben und 20 Jahre mindestens gearbeitet haben. Man kann natürlich immer noch reicher sein als andere in der Rente: aber eben nicht durch die gesetzliche. Denn deren Job wäre es, Armut zu verhindern, und nicht mehr Leistung zu belohnen. Das klingt radikal, ist aber in den Niederlanden bereits gelebte Praxis. Auch für Deutschland würde ich daher sagen: so gleich statt so fort. Hört gerne mal rein, was meine Gründe sind. Manche werden euch überraschen.

    Das Konzept habe ich in einem Impulspapier, welches beim Zentrum für neue Sozialpolitik erschienen ist, ausformuliert. Ihr findet es hier.

    Die im Funfact erwähnte Dokumentation "Die Wahrheit über unsere Rente" findet Ihr hier.

    Viel Spaß beim Zuhören!

    49 min

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Alter, was geht? ist ein Podcast über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Alters und des Alterns. Euch erwartet ist ein kurzweiliger und humorvoller Streifzug durch Kultur, Gesellschaft, Politik…

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