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Amazons neues Feature verspricht mehr Auswahl – doch es birgt das Risiko, dass Bestellungen nie ankommen.
Für Kunden auf den ersten Blick kaum zu erkennen, testet Amazon in den USA ein neues KI-System namens „Buy For Me“. Die KI listet eigenständig Produkte von kleinen, unabhängigen Online-Shops, die nicht beim Amazon Marketplace verkaufen. Doch durch Buy for Me tauchen sie genau dort auf – oft ohne Wissen und Zustimmung der eigentlichen Händler. Für Kunden kann das ein unkalkulierbares Risiko bergen.
Neues KI-Feature geht für Amazon nach hinten losDas Problem ist, dass eine Bestellung möglicherweise bei einem Händler landet, der sie gar nicht bearbeiten will oder kann, was im schlimmsten Fall zur Stornierung führt. Genau zu solchen Fällen ist es in den USA bereits gekommen.
Denn von den betroffenen Unternehmen haben sich einige bewusst dagegen entschieden, über Amazon zu verkaufen. Kritik an Arbeitsbedingungen oder der Schutz der eigenen Marke werden im Bericht des US-Branchenportals Modern Retail als Gründe genannt.
Amazon hält die Unterschiede zwischen Marketplace-Händlern und externen zwar für deutlich gekennzeichnet, eben durch den Schriftzug Buy for Me. Doch Kritiker argumentieren, dass die gesamte Aufmachung für Kunden dafür sorge, dass kaum zu erkennen sei, wenn man bei einem Händler kauft, der nicht Teil des Amazon Marketplace ist. Zumal die Anbieter eben nicht eingeweiht, gefragt oder überhaupt informiert werden. Buy for Me ist Teil von Amazons Strategie, das Online-Shopping durch KI-Funktionen weitgehend zu automatisieren.
Den Berichten zufolge war mehreren Anbietern zunächst nicht klar, dass sie Bestellungen über Amazon erhalten. In solchen Fällen haben Kunden vielleicht einfach Glück. Fällt es aber auf, haben Amazon-kritische Händler die Wahl: Entweder sie spielen mit und versenden die Ware für einen Konzern, den sie eigentlich meiden, oder sie stornieren den Auftrag.
Amazon macht sich zum undurchsichtigen MittelsmannAmazon selbst bezeichnet Buy for Me als Test, der Kunden helfen soll, neue Marken zu entdecken, und der Händler bekannter machen könne. Wer nicht teilnehmen will, könne per E-Mail verlangen, aus dem Programm entfernt zu werden, was Amazon sofort umsetze. Einem Unternehmenssprecher zufolge habe Amazon „positives Feedback“ zu Buy for Me erhalten. Der Versandriese sieht sich außerdem als Unterstützer unabhängiger Kleinunternehmen, die über 60 Prozent der Verkäufe ausmachen würden.
Einige der betroffenen Shops kritisieren aber vehement, dass sie überhaupt erst ohne ihre Zustimmung aufgenommen wurden. Das führe nicht nur zu ungewollten Einkäufen über Amazon. Auf der Plattform würden zudem auch fehlerhaft Produkte dargestellt, die nicht lieferbar sind oder sogar aus dem Sortiment genommen wurden.
Was bleibt, ist ein Experiment auf dem Rücken eigentlich unbeteiligter Händler, das direkt auf euch als Kunden durchschlagen kann. Jedenfalls, wenn ihr in der Testphase über Amazon USA einkauft und dort bei einem Drittanbieter landet, der von seinem Glück nichts weiß. Die gewohnte Zuverlässigkeit von Amazon-Bestellungen wird damit zumindest für einige Fälle infrage gestellt. Für Deutschland habe man bisher keine entsprechende Ankündigung gemacht, erklärt Amazon auf unsere Nachfrage.
By Amazons neues Feature verspricht mehr Auswahl – doch es birgt das Risiko, dass Bestellungen nie ankommen.
Für Kunden auf den ersten Blick kaum zu erkennen, testet Amazon in den USA ein neues KI-System namens „Buy For Me“. Die KI listet eigenständig Produkte von kleinen, unabhängigen Online-Shops, die nicht beim Amazon Marketplace verkaufen. Doch durch Buy for Me tauchen sie genau dort auf – oft ohne Wissen und Zustimmung der eigentlichen Händler. Für Kunden kann das ein unkalkulierbares Risiko bergen.
Neues KI-Feature geht für Amazon nach hinten losDas Problem ist, dass eine Bestellung möglicherweise bei einem Händler landet, der sie gar nicht bearbeiten will oder kann, was im schlimmsten Fall zur Stornierung führt. Genau zu solchen Fällen ist es in den USA bereits gekommen.
Denn von den betroffenen Unternehmen haben sich einige bewusst dagegen entschieden, über Amazon zu verkaufen. Kritik an Arbeitsbedingungen oder der Schutz der eigenen Marke werden im Bericht des US-Branchenportals Modern Retail als Gründe genannt.
Amazon hält die Unterschiede zwischen Marketplace-Händlern und externen zwar für deutlich gekennzeichnet, eben durch den Schriftzug Buy for Me. Doch Kritiker argumentieren, dass die gesamte Aufmachung für Kunden dafür sorge, dass kaum zu erkennen sei, wenn man bei einem Händler kauft, der nicht Teil des Amazon Marketplace ist. Zumal die Anbieter eben nicht eingeweiht, gefragt oder überhaupt informiert werden. Buy for Me ist Teil von Amazons Strategie, das Online-Shopping durch KI-Funktionen weitgehend zu automatisieren.
Den Berichten zufolge war mehreren Anbietern zunächst nicht klar, dass sie Bestellungen über Amazon erhalten. In solchen Fällen haben Kunden vielleicht einfach Glück. Fällt es aber auf, haben Amazon-kritische Händler die Wahl: Entweder sie spielen mit und versenden die Ware für einen Konzern, den sie eigentlich meiden, oder sie stornieren den Auftrag.
Amazon macht sich zum undurchsichtigen MittelsmannAmazon selbst bezeichnet Buy for Me als Test, der Kunden helfen soll, neue Marken zu entdecken, und der Händler bekannter machen könne. Wer nicht teilnehmen will, könne per E-Mail verlangen, aus dem Programm entfernt zu werden, was Amazon sofort umsetze. Einem Unternehmenssprecher zufolge habe Amazon „positives Feedback“ zu Buy for Me erhalten. Der Versandriese sieht sich außerdem als Unterstützer unabhängiger Kleinunternehmen, die über 60 Prozent der Verkäufe ausmachen würden.
Einige der betroffenen Shops kritisieren aber vehement, dass sie überhaupt erst ohne ihre Zustimmung aufgenommen wurden. Das führe nicht nur zu ungewollten Einkäufen über Amazon. Auf der Plattform würden zudem auch fehlerhaft Produkte dargestellt, die nicht lieferbar sind oder sogar aus dem Sortiment genommen wurden.
Was bleibt, ist ein Experiment auf dem Rücken eigentlich unbeteiligter Händler, das direkt auf euch als Kunden durchschlagen kann. Jedenfalls, wenn ihr in der Testphase über Amazon USA einkauft und dort bei einem Drittanbieter landet, der von seinem Glück nichts weiß. Die gewohnte Zuverlässigkeit von Amazon-Bestellungen wird damit zumindest für einige Fälle infrage gestellt. Für Deutschland habe man bisher keine entsprechende Ankündigung gemacht, erklärt Amazon auf unsere Nachfrage.