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Anlass und Inhalt der Sendung ist der tragische Fall eines 14-Jährigen in Untersuchungshaft, der Anfang Mai in einer Zelle auf der Jugendabteilung der Justizanstalt Wien-Josefstadt von zwei älteren Mitgefangenen gedemütigt, gequält und vergewaltigt wurde. Medial wurde neben dem Rücktritt der Justizministerin vor allem eine Verbesserung der Haftbedingungen für Jugendliche gefordert und die skandalösen Zustände in den Knästen thematisiert.
Uns AnarchistInnen interessiert bekanntlich weder eine Reformierung der Einsperrung noch scheinbar fortschrittliche Neubauprojekte wie aktuell z.B. in Salzburg/Puch, wo unter schönen, neuen Bedingungen WG-artig die Freiheitsstrafen abgesessen werden können. Wir kämpfen für die totale Abschaffung von Knast an sich. Weder Jugendliche noch irgendwelche anderen Personen sollen sich hinter Gitter befinden müssen.
Ansonsten Daten, Zahlen, Fakten zu österreichischen Häfn.
Der Hambacher Forst, ein ursprünglich ca. 5.500 Hektar großer Wald in Nordrhein-Westfalen, soll für den Klimakiller RWE, einer der größten Energieversorgungskonzerne Europas zwecks Abbauung von Braunkohle gerodet werden. Durch die Zerstörung des Waldes werden ganze Dörfer in ihrer Existenz sowie die Gesundheit vieler Menschen bedroht. Um das zu verhindern wurde im April 2012 der Hambacher Forst besetzt und damit versucht, einen lebendigen Aushandlungsprozesses in Gang zu bringen darüber, wie mit der Problematik der Klima- und Umweltzerstörung umgegangen werden soll. Berichte, Interviews und das leidige Thema der Repression rund um die Kämpfe im Hambacher Forst. Mehr Infos z.B. hier.
10 Jahre nach der Ermordung von Seibane Wague wollen wir mit einem Beitrag ab 37:20 an ihn erinnern. Er war u.a. bei der Sendung „Radio Afrika“ auf Orange 94.0 aktiv. Seibane Wague ist am 15. Juli 2003 in Folge von einem rassistischen Polizei- und Rettungseinsatz im Wiener Stadtpark verstorben. Der österreichische Staat mordet, der rassistische Grundkonsens in der Gesellschaft macht es möglich und die Marionetten der Politik schauen zu. Wir verachten eure Gerechtigkeit und euren Frieden: Österreich muss sterben, damit wir leben können!
Slowenien wird von massiven Protesten erschüttert, welche sich gegen das politische Establishment und gegen die Sparmaßnahmen richten. Die dezentralisierte und nicht-hierarchische Revolte begann im November 2012 und dauert bis heute an.
Kürzlich ist im Unrast Verlag das Einführungsbändchen “Tierrechtsbewegung: Geschichte – Theorie – Aktivismus” erschienen, das von Autor und Aktivist Klaus Petrus im Rahmen einer kleinen Diskussionstournee Ende April auch in Wien vorgestellt wurde. Im Interview gibt Petrus Auskunft über sein neues Buch, weiters machen wir uns Gedanken, inwieweit der “tierfreundliche” Anspruch der Gesellschaft, der auch die Ablehnung “unnötigen” Tierleidens beinhaltet, interpretativ gegen die Praxis der Tierausbeutung gewendet werden kann.
Im September 2012 fand in der Altmark in Sachsen-Anhalt das “War Starts Here”-Camp statt. Die Idee war oder vielmehr ist mit einem internationalen Diskussions- und Aktionscamp einen Kristallisationspunkt antimilitaristischer Politik zu schaffen, um verschiedene Teilbereichskämpfe, Strömungen und Länder zu breitem Widerstand zu verbinden.
Das Gefechtübungszentrum (GÜZ) der Deutschen Bundeswehr in der Colbitz-Letzlinger Heide ist mit 232 km² einer der größten und modernsten Truppenübungsplätze Europas und damit von zentraler Bedeutung für die Bundeswehr und andere europäische Armeen. Das österreichische Bundesheer ist beispielsweise zweitgrösster Investor und Nutzer des GÜZ. Hier werden SoldatInnen mit lasersimulierten Waffensystemen auf Auslandseinsätze vorbereitet, Panzergefechts- und Truppenübungen, Riot and Crowd Control in nachgebauten Dörfern trainiert.
Mit dem Baubeginn einer kompletten Großstadt ab Herbst 2012 errichtet das GÜZ eine militärische Kulissenstadt, in der SoldatInnen verschiedener NATO-Staaten Krieg und Aufstandsbekämpfung in den Städten dieser Welt lernen und üben werden.
Unsere Studiogästin aus dem Orga-Team des “War Starts Here”-Camps berichtet über das GÜZ, vergangene Aktionen dagegen sowie das geplante Camp im Juli 2013.
Eine Radiosendung mit aktuellen Infos zu den jüngsten Riots in Schweden, dem Widerstand gegen den Bau eines Wasserkraftwerks an der Schwarzen Sulm in der Steiermark und dem internationalen Aktionstag für anarchistische Langzeitgefangene in den USA.
Außerdem jede Menge Veranstaltungsankündigungen und passende Musik zum Aufstand.
Mehr dazu lesen?
An seinem Geburtstag am 15. April 2013 ist der indigene Lehrer und politische Aktivist Alberto Patishtán seit 4.686 Tagen in Mexiko in Haft gesessen, verurteilt in einem mehr als unregelmäßigen Verfahren für den Mord an acht Polizisten. Im Herbst vorigen Jahres gab es Hoffnung, dass der Oberste Gerichtshof sich seines Falles annehmen würde, dieser erklärte sich jedoch für nicht zuständig und verwies den Fall an das Gericht in Tuxtla Gutierrez, der Hauptstadt von Chiapas – weitere Monate vergingen.
Nun naht der Termin, an dem durch das Gericht in Chiapas über die Wiederaufnahme des Falls des Zapatisten entschieden werden soll.
Aus diesem Anlass senden wir eine Sendung der Mexiko Plattform Salzburg über Albertos Fall und seine Gefangenenorganisation ‘La Voz del Amate’, um auf das Schicksal und den Widerstand der indigenen Gefangenen in Chiapas/Mexiko aufmerksam zu machen.
auf Deutsch und Spanisch / en Alemán y Español
Update: Ende Oktober 2013 wurde Alberto Patishtán nach mehr als dreizehn Jahren Haft freigelassen – nicht per Entscheid einer juristischen Instanz sondern durch eine persönliche Begnadigung durch den mexikanischen Staatspräsidenten Enrique Peña Nieto, ermöglicht durch eine unmittelbar vorangegangene Reform des Strafgesetzbuches. O-Ton Patishtán: “Hier endet nicht der Kampf – hier beginnt er.”
In der heutigen Sendung gibt’s Vermischtes rund um den 1. Mai. Das Hauptthema ist ein Interview mit einem Aktivisten vom “schwarzen radieschen” in Graz. Das Nachbarschaftscafe in der Steinfeldgasse 2 ist schon seit Anfang des Jahres offen, der zweite Teil des Projekts, Infoladen und Bibliothek, wird am 1. Mai mit einem umfangreichen Programm eröffnet.
http://schwarzesradieschen.noblogs.org/
Anlässlich des 17. Aprils, Tag des kleinbäuerlichen Widerstands, berichten Gäst_innen von der Landbesetzung Solila 2012, geplanten Landbesetzungen in Wien, der seit zwei Jahren trotz militärischer Räumungsversuche besetzten ZAD in Notre-Dame-des-Landes und von der mit diesen Initiativen im Zusammenhang stehenden Konstellation Reclaim the Fields. Hier wird für Ernährungssouveränität, für alternativen Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen, alternative Lebens- und Wohnprojekte und die Wiederaneignung von Land im Kontext der skrupellosen Rentabilisierung Europas durch gigantische Infrastrukturprojekte gekämpft…
Aufgrund ihres professionellen Auftretens und konsequenten Ablehnens von Tierausbeutung wird diese in Spanien als „Igualdad Animal“ gegründete Organisation in weiten Teilen der Tierrechtsbewegung sehr geschätzt und konnte Geschwistergruppen in verschiedenen Ländern der Welt gründen. Zum Verhängnis wurde ihr Aktivismus allerdings auch einigen Aktivist_innen in Spanien, die jetzt mit einem Verfahren zu kämpfen haben, das sich nicht nur zufällig an den §278a-Vorwürfen in Österreich zu orientieren scheint.
In Interviews mit zwei Aktivist_innen von “Animal Equality” aus Spanien und Deutschland bekommen wir etwas mehr Einblick in die Ideen hinter der Organisation. Wir diskutieren einige ihrer Aktionen, ihren Umgang mit Medien und stoßen dabei auf Problemfelder der modernen Tierrechtsbewegung, die die Grundlagen unserer Bewegung und ihr Verhältnis zu anderen progressiven Kämpfen betreffen.
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