Was passiert eigentlich mit einem Gefühl, das du nicht fühlen willst?
Wenn du traurig bist, aber nicht weinen darfst.Wenn du wütend bist, aber deine Wut unterdrückst.Wenn du Angst hast, aber stark sein musst.Wenn du enttäuscht bist und trotzdem sagst: „Alles gut.“
Verschwindet dieses Gefühl dann einfach?
Oder wartet es irgendwo in dir darauf, wieder gesehen und gefühlt zu werden?
In dieser Folge von „Anatomie des Lebens“ geht es um das EE, die eingelagerten Emotionen aus meiner Formel der Gesundheit: B + E − EE = G³
Ich spreche darüber, warum wir zwischen Gefühlen und Emotionen unterscheiden sollten und weshalb Emotionen mehr sein können als ein momentaner Gefühlszustand. Es geht um Erfahrungen, die uns prägen können, um alte Muster und um Gefühle, die wir vielleicht nie vollständig verarbeitet haben.
Eine Geschichte aus meiner Coachingpraxis zeigt dabei etwas Entscheidendes:
Ein anderer Mensch kann etwas in dir auslösen, aber er ist nicht automatisch die Ursache deiner Gefühle.
Vielleicht kennst du das selbst.
Jemand sagt einen einzigen Satz und plötzlich reagierst du viel stärker, als du eigentlich möchtest.
Du bist verletzt.
Du wirst wütend.
Du ziehst dich zurück.
Und später fragst du dich:
„Warum hat mich das eigentlich so getroffen?“
Vielleicht war es nicht nur dieser eine Satz.
Vielleicht hat dieser Mensch etwas berührt, das schon vorher in dir war.
Eine alte Angst.
Eine alte Verletzung.
Eine alte Geschichte.
In dieser Folge geht es deshalb nicht um die Frage:
„Wer ist schuld?“
Sondern um eine viel kraftvollere Frage:
„Woher kenne ich dieses Gefühl?“
Denn genau dort beginnt Bewusstsein.
Du erfährst außerdem, warum wir manchmal unbewusst das wählen, was uns vertraut ist – selbst wenn wir uns eigentlich etwas ganz anderes wünschen. Und warum unsere persönliche Geschichte möglicherweise nicht mit uns selbst beginnt, sondern auch durch familiäre Prägungen und Muster beeinflusst sein kann.
Es geht auch darum, zu erkennen, was heute noch in dir wirkt und welche Geschichte du vielleicht nicht länger weitertragen möchtest.
Denn du kannst deine Vergangenheit nicht verändern.
Aber du kannst deine Beziehung zu ihr verändern.
Und genau darin liegt Freiheit.
Wenn eine starke Emotion in dir auftaucht, halte einen Moment inne und frage dich:
Was hat das gerade mit mir zu tun?
Und danach:
Woher kenne ich dieses Gefühl?
Und vielleicht noch eine Frage, die noch tiefer geht:
Welche Emotion trage ich vielleicht noch mit mir herum, obwohl die Situation längst vorbei ist?
Denn zwischen Reiz und Reaktion kann ein Raum entstehen.
Dort liegt die Wahl.
Dort liegt Bewusstsein.
Dort beginnt Freiheit.
Vielleicht lernst du in dieser Folge nicht einfach etwas über Emotionen.
Vielleicht beginnst du, deine eigene Geschichte mit etwas mehr Abstand und gleichzeitig mit etwas mehr Liebe zu betrachten.
Denn du bist nicht nur dein Körper.
Du bist nicht nur deine Gedanken.
Du bist nicht nur deine Gefühle.
Und du bist auch nicht die Geschichte, die andere über dich geschrieben haben. Du bist der Mensch, der heute entscheiden kann, welche Geschichte weitergeschrieben wird.
Wenn dich diese Folge berührt hat, freue ich mich sehr, wenn du sie mit einem Menschen teilst, der sie gerade hören sollte.
Wenn dir diese Folge einen Gedanken, einen Impuls oder vielleicht sogar eine neue Perspektive geschenkt hat, würde ich mich sehr über deine 5-Sterne-Bewertung freuen.
Damit hilfst du nicht nur mir, sondern auch dem Podcast.
Denn jede Bewertung macht „Anatomie des Lebens“ ein Stück sichtbarer und hilft dabei, dass noch mehr Menschen diesen Podcast entdecken können.
Danke für deine Unterstützung!
Bleib gesund.
Denn alles andere ist krank.
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