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Hallo zusammen, wir nähern uns dem Ende der 2. Staffel von Endstation Germering, die ja den Titel “Raus aus dem Kinderzimmer” trägt. In dieser Staffel habt mit mir nochmal meine ersten Auftritte als Liedermacher durchlebt, seid mit mir zusammen von zuhause in das blaue Zimmer in der Moosach WG gezogen und habt einige musikalische Zeugnisse dieser Zeit zu hören bekommen. Und der Gast (bzw. eigentlich die Gastgeberin) der heutigen Folge hat für mich eine ziemlich zentrale Rolle in dieser Zeit gespielt.
Wir schreiben den Frühsommer 1995, meine musikalischen Projekte kommen immer mehr in Schwung, ich bin sowohl solo als Goldberg als auch als Bassist der Band Splendid auf den Bühnen des Münchner Umlands unterwegs. Und mit dabei – manchmal im Publikum, manchmal zusammen mit Teresa auch hinter mir als Sängerin auf der Bühne – ist Anja, eine junge Frau aus unserer Freundesclique, die – das finde ich ziemlich cool – auch Schlagzeugerin bei der Germeringer Band Quill ist. Und es ergibt sich, dass wir uns näher kommen und dann – an einem schönen Julitag – feststellen, dass wir gerne ein Paar sein wollen. Das ist dann natürlich ein echtes Highlight in meinem Leben.
Der Haken ist, dass Anja kurz darauf (vielleicht war das sogar am nächsten Tag) für mehrere Wochen nach Griechenland reist und mich – frisch verliebt, aber einsam – in Moosach zurücklässt. Diese Sommerferien sind auf jeden Fall die längsten meines Lebens, ich arbeite 4 Wochen davon als Briefträger in Moosach und bin jeden Tag mit meinem gelben Fahrrad in den Nebenstraßen des Viertels unterwegs.
Anja und ich schreiben uns Briefe von Moosach nach Griechenland und zurück und träumen davon, wie es wird, wenn wir endlich zusammen sind. Und – ihr ahnt es schon – die Wirklichkeit war dann nicht ganz so rosarot wie all unsere Träume, denn nach einer schönen Pärchenphase im Spätsommer schieben sich mit dem Herbst dunkle Wolken in den “Alltag” unserer Beziehung und im November zieht Anja dann den Schlussstrich und beendet unsere gemeinsame Zeit.
Das war natürlich echt übel, vor allem im düstersten Monat des Jahres, November. Autsch. Aber der Vorteil als Musiker ist ja, dass so ein Moment eine wunderbare Inspiration für sehr traurige (aber daher auch sehr schöne) Songs sein kann. Ich hab das Phänomen ja schon in meiner Snack Folge zu “Ein kleines Stück” beschrieben, da war es ja auch der zurückkehrende Liebeskummer, der mich erwischt und inspiriert hat. Das Ende der Beziehung mit Anja hat eben auch ein schönes Lied ausgelöst, das heißt “denn morgen bricht mein Winter an” und passt perfekt für den heutigen Tag, denn diese Folge erscheint am 21. Dezember, Winteranfang…
By Jochen QuindelHallo zusammen, wir nähern uns dem Ende der 2. Staffel von Endstation Germering, die ja den Titel “Raus aus dem Kinderzimmer” trägt. In dieser Staffel habt mit mir nochmal meine ersten Auftritte als Liedermacher durchlebt, seid mit mir zusammen von zuhause in das blaue Zimmer in der Moosach WG gezogen und habt einige musikalische Zeugnisse dieser Zeit zu hören bekommen. Und der Gast (bzw. eigentlich die Gastgeberin) der heutigen Folge hat für mich eine ziemlich zentrale Rolle in dieser Zeit gespielt.
Wir schreiben den Frühsommer 1995, meine musikalischen Projekte kommen immer mehr in Schwung, ich bin sowohl solo als Goldberg als auch als Bassist der Band Splendid auf den Bühnen des Münchner Umlands unterwegs. Und mit dabei – manchmal im Publikum, manchmal zusammen mit Teresa auch hinter mir als Sängerin auf der Bühne – ist Anja, eine junge Frau aus unserer Freundesclique, die – das finde ich ziemlich cool – auch Schlagzeugerin bei der Germeringer Band Quill ist. Und es ergibt sich, dass wir uns näher kommen und dann – an einem schönen Julitag – feststellen, dass wir gerne ein Paar sein wollen. Das ist dann natürlich ein echtes Highlight in meinem Leben.
Der Haken ist, dass Anja kurz darauf (vielleicht war das sogar am nächsten Tag) für mehrere Wochen nach Griechenland reist und mich – frisch verliebt, aber einsam – in Moosach zurücklässt. Diese Sommerferien sind auf jeden Fall die längsten meines Lebens, ich arbeite 4 Wochen davon als Briefträger in Moosach und bin jeden Tag mit meinem gelben Fahrrad in den Nebenstraßen des Viertels unterwegs.
Anja und ich schreiben uns Briefe von Moosach nach Griechenland und zurück und träumen davon, wie es wird, wenn wir endlich zusammen sind. Und – ihr ahnt es schon – die Wirklichkeit war dann nicht ganz so rosarot wie all unsere Träume, denn nach einer schönen Pärchenphase im Spätsommer schieben sich mit dem Herbst dunkle Wolken in den “Alltag” unserer Beziehung und im November zieht Anja dann den Schlussstrich und beendet unsere gemeinsame Zeit.
Das war natürlich echt übel, vor allem im düstersten Monat des Jahres, November. Autsch. Aber der Vorteil als Musiker ist ja, dass so ein Moment eine wunderbare Inspiration für sehr traurige (aber daher auch sehr schöne) Songs sein kann. Ich hab das Phänomen ja schon in meiner Snack Folge zu “Ein kleines Stück” beschrieben, da war es ja auch der zurückkehrende Liebeskummer, der mich erwischt und inspiriert hat. Das Ende der Beziehung mit Anja hat eben auch ein schönes Lied ausgelöst, das heißt “denn morgen bricht mein Winter an” und passt perfekt für den heutigen Tag, denn diese Folge erscheint am 21. Dezember, Winteranfang…