Der Wind der Veränderung fegt ganz schön. Noch mehr denn je heißt es mitfließen und dem Ausdruck geben, was jetzt Ausdruck braucht. Radikalität hat für meine Begriffe nichts mit Kampf zu tun, weder für etwas noch gegen etwas. Radikalität fordert auf, sich auf die Wurzeln, den Ursprung, die Ursprünglichkeit zu besinnen. Der Wind, der da draußen gerade so extrem bläst, reißt alles mit, was wir nicht mehr sind. Wir dürfen uns noch klarer zu uns bekennen, zu uns stehen, für uns stehen, ein neues, noch tieferes Selbstverständnis entwickeln. Die Kraft, die jetzt gelebt werden will, ist eine erlöste Kraft. Still, tief, ohne Rechtfertigung, ohne Erklärungen. Eine Kraft, die aus Frieden in sich selbst entsteht, aus dem puren, wertfreien Sein.