Bier ist eines der ältesten und am weitesten verbreiteten Kulturprodukte der Menschheit. Aber was steckt eigentlich dahinter? In dieser Folge schauen wir mit unserer ethnologischen Brille auf eine kulturelle Praxis, die viel mehr ist als Handwerk: Bierbrauen als soziales, politisches und symbolisches Ereignis.
Wir sprechen darüber, warum Bier in vielen Gesellschaften nicht aus Überfluss gebraut wird, sondern um Überfluss zu erzeugen. Wir schauen uns an, wie Macht durch Bewirtung ausgeübt wird und warum das Bierbrauen in vielen Kulturen Frauenarbeit war - und was die Kolonisierung damit gemacht hat.
Außerdem: Was verbindet die Tarahumara in Nordmexiko mit der Craft-Beer-Bewegung in Berlin oder Wien? Und was verrät uns das Getränk in unserem Glas über die Gesellschaft, in der wir leben?
Prost!
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Weiterführende Literatur zum Thema:
· Wulf Schiefenhövel und Helen Macbeth (Hg.): Liquid Bread: Beer and Brewing in Cross-Cultural Perspective (Berghahn Books, 2011)
· Michael Dietler: Alcohol: Anthropological/Archaeological Perspectives (Annual Review of Anthropology, 2006)
· Michael Dietler: Theorizing the Feast: Rituals of Consumption, Commensal Politics, and Power in African Contexts (in: Feasts, hg. von Dietler und Hayden, Smithsonian Institution Press, 2001)
· Michael Dietler: Driven by Drink: The Role of Drinking in the Political Economy and the Case of Early Iron Age France (Journal of Anthropological Archaeology, 1990)
· John G. Kennedy: The Role of Beer in Tarahumara Culture (American Anthropologist, 1963)
· Igor de Garine und Valerie de Garine (Hg.): Drinking: Anthropological Approaches (Berghahn Books, 2001)
· Alexandre Enkerli: Brewing Cultures: Craft Beer and Cultural Identity (2006, unveröffentlichtes Konferenzpapier, zitiert in antropologi.info)
· Frances Hayashida: Ancient Beer and Modern Brewers: Ethnoarchaeological Observations of Chicha Production in Peru (Journal of Anthropological Archaeology, 2008)