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Apple zieht den Stecker: Größter Rechner wird ersatzlos gestrichen


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(Bildquelle: GIGA)

Ein legendärer Apple-Rechner verschwindet – und diesmal gibt es kein Comeback.

Apple hat den Mac Pro offiziell eingestellt und von seiner Website entfernt. Gleichzeitig bestätigt das Unternehmen: Es wird keinen neuen Mac Pro mehr geben. Damit endet die Geschichte von Apples einst leistungsstärkstem Desktop-Mac. Ersetzt wird er faktisch durch den Mac Studio, der mittlerweile die Rolle als High-End-Rechner für Profis übernimmt.

Mac Pro eingestellt: Apple zieht endgültig den Stecker

Lange wurde spekuliert, jetzt ist es offiziell: Der Mac Pro ist Geschichte. Apple hat das Gerät still und leise aus dem Sortiment gestrichen und zugleich klargemacht, dass kein Nachfolger geplant ist (Quelle: 9to5Mac).

Das ist ein bemerkenswerter Schritt – schließlich galt der Mac Pro über Jahre hinweg als das Nonplusultra für professionelle Anwender, etwa in der Video- und Musikproduktion oder bei 3D-Workflows. Doch die Realität sah zuletzt anders aus: Der Mac Pro war ein Nischenprodukt mit extrem hohem Einstiegspreis und für viele Nutzerinnen und Nutzer schlicht überdimensioniert.

Der Anfang vom Ende: Ein Design, das nicht funktionierte

Der Niedergang des Mac Pro begann bereits 2013 – mit einem Design, das Apple damals als revolutionär feierte. Der zylindrische „Trashcan“-Mac sollte alles anders machen, wurde aber schnell zum Problemfall. Die Idee: Alle Komponenten rund um einen zentralen Kühlkern anordnen, gekühlt von einem einzigen Lüfter. Das Ergebnis war zwar leise, aber technisch eine Sackgasse.

Vor allem fehlten klassische Erweiterungsmöglichkeiten wie PCIe-Steckplätze für Grafikkarten. Stattdessen setzte Apple auf externe Lösungen über Thunderbolt – ein Ansatz, der viele Profi-Nutzer enttäuschte. Selbst Apple musste später einräumen, dass das Konzept ein Fehler war. Die thermischen Einschränkungen machten Upgrades praktisch unmöglich.

Das heutige Mac-Pro-Design wurde vor sieben Jahren vorgestellt:

» Video ansehen: Apple-Informationsvideo: Mac Pro 2019 vorgestellt

2019: Comeback mit klassischem Tower – aber zu spät

Erst 2019 kehrte Apple zum klassischen Tower-Design zurück. Der neue Mac Pro bot wieder modulare Erweiterungen mit mehreren PCIe-Slots – genau das, was sich Profis gewünscht hatten. Doch der Schaden war bereits angerichtet. Der Mac Pro blieb ein Luxusgerät für eine sehr kleine Zielgruppe.

Ein Update folgte 2023 mit dem M2 Ultra Chip, doch darüber hinaus tat sich wenig. Insgesamt gab es in den letzten 13 Jahren gerade einmal drei größere Aktualisierungen – für ein Flaggschiff-Produkt deutlich zu wenig.

Der wahre Nachfolger: Mac Studio übernimmt

Während der Mac Pro stagnierte, baute Apple im Hintergrund eine Alternative auf: den Mac Studio. Das kompakte Desktop-System bietet inzwischen nahezu die gleiche Leistung wie der Mac Pro – allerdings deutlich günstiger, moderner und für deutlich mehr Nutzer interessant.

Mit aktuellen Apple-Silicon-Chips wie dem M3 Ultra (und erwarteten Updates in naher Zukunft auf M5-Basis) ist der Mac Studio heute klar Apples stärkster Desktop-Rechner für Profis. Der einzige echte Unterschied: Erweiterungen per PCIe fallen weg. Doch genau das scheint für Apple kein entscheidender Faktor mehr zu sein.

Fazit: Ein leiser Abschied mit Ansage

Dass Apple den Mac Pro einstellt, kommt letztlich nicht überraschend. Zu selten Updates, zu teuer, zu speziell – und mit dem Mac Studio längst eine attraktivere Alternative im Portfolio.

Der Mac Pro war einmal das Symbol für kompromisslose Leistung bei Apple. Am Ende blieb davon vor allem eines: ein spannendes Kapitel Technikgeschichte, das jetzt endgültig abgeschlossen ist.

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