Arbeit Bildung Zukunft

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By Dr. Lukas KagerbauerBusinessScienceEducationManagement
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Arbeit Bildung Zukunft episodes

  • Predictive Maintenance im Wärmenetz: 14 % weniger Verluste
    Gäste: Frank Wendel, ÜZ Mainfranken und Tim Lachner, Uni Würzburg / KI-Regio

    Ein Regelventil klemmt auf halber Position. Die Wohnung wird warm, der Kunde ruft nicht an, und trotzdem drückt dieses eine Haus die Effizienz eines ganzen Wärmenetzes. Solche Fehler sieht heute niemand, außer jemand setzt sich hin und liest Zeitreihen von über hundert Hausanschlussstationen.

    Darüber spreche ich mit Frank Wendel von der ÜZ Mainfranken und Tim Lachner von der Universität Würzburg. Die beiden arbeiten im Transferprojekt KI-Regio der Universität Würzburg daran, aus Betriebsdaten eine Vordiagnose zu machen, bevor der Monteur losfährt.

    Drei Sätze aus dem Gespräch

    Manchmal findet man was, manchmal aber auch nicht. (Frank Wendel über die Fehlersuche vor Ort)

    Das sind Faktoren, die wir nicht merken und die der Kunde nicht merkt. Erst wenn wir in die Messdaten schauen und die Zeitreihen händisch analysieren, kann man so einen Fehler identifizieren. Aber bei über hundert Stationen pro Wärmenetz ist das ein mühseliges Unterfangen. (Frank Wendel)

    Alles, was ich vorher optimiere und an Wärme einspare, muss ich schon mal nicht transformieren. (Frank Wendel über den eigentlichen Hebel)

    Themen der Folge

    • 🕵️ Die teuerste Fehlerklasse ist die unsichtbare: Eine Station läuft, der Kunde ist zufrieden, und die Rücklauftemperatur ist trotzdem dauerhaft zu hoch.
    • 📊 Warum die Betriebsdaten allein nicht reichen. Sie sind nicht gelabelt, das Modell weiß also zunächst nicht, wie ein Fehler überhaupt aussieht.
    • 🚪 Rund hundert Stationen nach Wärmebedarf und Effizienz gerankt, etwa die Hälfte begangen. Aus diesen Protokollen entstehen die Label für das Modell.
    • 📉 Ergebnis der manuellen Optimierung 2024 und 2025: 14 Prozent weniger Netzverluste. Die KI soll nicht das Ergebnis liefern, sondern das Suchen skalierbar machen.
    • Kapitelmarken

      00:00 Warum ein kleiner Fehler ein ganzes Wärmenetz ausbremst

      00:59 Frank Wendel, die ÜZ Mainfranken und was eine Energiegenossenschaft ist

      03:23 Tim Lachner: Business Analytics trifft Wärmenetz

      06:41 Wartung heute: Anruf, Ausrücken, Ursachensuche vor Ort

      10:02 Der Fehler, den niemand merkt: das halb offene Ventil

      12:07 Daten ohne Label: wie man Anomalien trotzdem findet

      16:26 Begehungen vor Ort: woher die Wahrheit für das Modell kommt

      20:51 Studierendenteam und Dashboard

      22:13 14 Prozent weniger Netzverluste, komplett von Hand

      25:12 Ausblick: Feldtest, Schnittstelle und die nächsten Jahre

      Über die Gäste

      Frank Wendel

      Frank Wendel verantwortet bei der ÜZ Mainfranken eG das Energie- und Kommunalmanagement. Er ist seit 2024 im Unternehmen. Davor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart und hat im Rahmen seiner Promotion zur Digitalisierung von Wärmenetzen gearbeitet. Bei der ÜZ kümmert er sich um die Bestandsnetze und ihre Transformation, um Potenzialanalysen für neue Netze und um die kommunale Wärmeplanung.

      Tim Lachner

      Tim Lachner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Business Analytics von Prof. Dr. Christoph M. Flath an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er hat dort Wirtschaftsinformatik im Bachelor und im Master studiert und arbeitet an der Frage, wie sich in komplizierten Systemen bessere Entscheidungen treffen lassen. Im Projekt KI-Regio betreut er die Zusammenarbeit mit der ÜZ Mainfranken und das Projektseminar, in dem Studierende das Analysemodell und das Dashboard entwickeln.

      Links und Ressourcen

      • KI-Regio: https://ki-regio.de/
      • ÜZ Mainfranken eG: https://www.uez.de
      • ÜZ Mainfranken, Nahwärme-Netze: https://www.uez.de/energiewende/waermeversorgung/nahwaerme-netze
      • ÜZ Mainfranken, Klimaschutz-Netzwerke: https://www.uez.de/energieloesungen/klimaschutz-netzwerke
      • Tim Lachner, JMU Würzburg: https://www.wiwi.uni-wuerzburg.de/wiba/team/tim-lachner/
      • Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Business Analytics, JMU Würzburg: https://www.wiwi.uni-wuerzburg.de/wiba/startseite/
      • LinkedIn Frank Wendel: https://www.linkedin.com/in/frank-wendel-4b535513a/
      • LinkedIn Tim Lachner: https://www.linkedin.com/in/tim-lachner-918768237/
      • Vorherige KI-Regio-Folge mit Robin Derzbach und Adites: https://youtu.be/QfeANR63g_Q
      • Folge mit der ÜZ Mainfranken zum Thema Windkraft: https://youtu.be/QfeANR63g_Q
      • Über den Podcast

        Arbeit Bildung Zukunft ist der Podcast für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Wir verbinden akademische Forschung mit konkretem Praxisnutzen, für Unternehmen, HR und alle, die die Arbeitswelt von morgen aktiv gestalten wollen. Neue Folgen erscheinen regelmäßig auf allen großen Podcast-Plattformen und auf YouTube.

        33 min
      • Social Media Marketing für KMU: Was authentisch wirkt
        Gäste: Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge, Universität Würzburg, Denisa Garcia, FLYERALARM

        Jedes Unternehmen will authentisch wirken, doch woran macht man das fest? Die Forschung hat darauf eine unbequeme Antwort: Ob etwas authentisch ist, entscheidet nicht das Unternehmen, sondern der Kunde. Damit wird aus einem Marketing-Buzzword eine Frage an den ganzen Betrieb.

        Für viele kleine und mittelständische Unternehmen mit knappen Marketingbudgets kann das wiederum eine echte Chance sein, denn oftmals schlagen einfache Rohformate teuren Hochglanzproduktionen.

        Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge, Lehrstuhlinhaberin für BWL und Marketing an der Universität Würzburg, und Denisa Garcia, die bei FLYERALARM die Social-Media-Kommunikation verantwortet.

        „Wir sind nicht einfach nur Mittelstand, wir sind der Mittelstand, weil unsere Kunden der Mittelstand sind.“ (Denisa Garcia)

        „Authentizität wird in der Regel aus Kundensicht gemessen. Das heißt, Authentizität ist an der Stelle eine Wahrnehmung.“ (Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge)

        „Erzählt einfach Geschichten über euch, die echt sind und wahr sind.“ (Denisa Garcia)

        Themen der Folge

        🎯 Erst das Ziel, dann der Content. Employer Branding und Vertriebsunterstützung brauchen verschiedene Posts.
        🪞 Authentizität ist eine Wahrnehmung beim Kunden. Wer sie erzeugen will, muss zuerst wissen, wofür das eigene Haus steht.
        👥 Der billigste Test vor der Veröffentlichung: Wenn die eigenen Leute den Post befremdlich finden, stimmt die Richtung nicht.
        📺 Der WM-Spot mit Präsident Knabe, hochkant im Selfiemodus gefilmt, mit Abbruch mitten im Satz. Warum das funktioniert.
        🔗 Kanalwahl und Medienbrüche: Wann LinkedIn und Fachcommunities besser tragen als TikTok.
        🤝 Micro-Influencer ab 500 Followern, und warum bei langfristigen Kooperationen die DNA passen muss.
        🤖 KI im Marketing: Wo sie hilft und ab wann die Engagement-Zahlen abrutschen.

        ⏱️ Kapitel

        00:00 Zwei Perspektiven auf Social Media: Forschung und Praxis
        04:43 Welche Ziele Social Media im Mittelstand erfüllen soll
        06:30 Wenn die eigene Zielgruppe der ganze Mittelstand ist
        11:14 Authentizität ist eine Wahrnehmung, kein Bauchgefühl
        16:13 Erwartungshaltung: Warum Hochglanz nicht automatisch schadet
        17:48 Der Knabe-Spot, der absichtlich mitten im Satz abbricht
        20:49 Menschen und Geschichten schlagen Grafik mit Call-to-Action
        24:01 Kanalwahl und der Sprung zwischen offline und digital
        29:34 Influencer: DNA statt Reichweite
        36:53 KI im Marketing, die Angst vor Fake und der Glaube an Analoges

        Über die Gäste

        Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge ist Lehrstuhlinhaberin für BWL und Marketing an der Universität Würzburg und leitet die Forschungsgruppe Digital Marketing & E-Commerce.

        Denisa (Denny) Garcia verantwortet die Social-Media-Kommunikation bei FLYERALARM in Würzburg und ist dort im neunten Jahr. Sie begann im Community Management, baute im Digital Hub Teams und Geschäftsmodelle mit auf und arbeitete im Branchenvertrieb. Heute führt sie die Kommunikation durch einen Transformationsprozess.

        Links & Ressourcen

        Lehrstuhl für BWL und Marketing, Universität Würzburg: https://www.wiwi.uni-wuerzburg.de/marketing
        Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jana-kristin-prigge-108289215/
        Denisa Garcia auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dennygarcia/
        FLYERALARM: https://www.flyeralarm.com/de/
        Arbeit Bildung Zukunft auf YouTube: https://www.youtube.com/@arbeitbildungzukunft

        45 min
      • Wissen Arbeitgeber, welche Benefits ihre Beschäftigten wirklich schätzen?
        Gast: Max Müller, Doktorand, Universität Bonn

        Ein Betrieb in Bonn findet keine Leute und weiß nicht,woran es liegt. Zwei Wochen später sitzt ein vergleichbarer Betrieb vor 78 Bewerbungen auf drei Ausbildungsplätze. Was macht den Unterschied?

        Im Kern geht es darum, wie gut Betriebe wirklich wissen, was ihren Beschäftigten wichtig ist? In einem Working Paper mit 761 Unternehmen und 3.203 Beschäftigten unterschätzen sie den Wert von Benefits im Schnitt um 17 Prozent, bei jeder einzelnen Leistung. Darüber spreche ich mit Max Müller, Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn. 

        Themen der Folge

        💶 Welche Benefits sind den Beschäftigten in Euro ausgedrückt, wie viel wert?
        Homeoffice 553 Euro im Monat, Vier-Tage-Woche 417 Euro, planbare Arbeitszeiten394 Euro.
        📉 Betriebe unterschätzen das bei jeder einzelnen Leistung, im Schnitt um 17 Prozent. Am stärksten bei planbaren Arbeitszeiten mit 27 Prozent.
        🚪 Wer kein Homeoffice anbietet, liegt um 35 Prozent daneben.
        🧠 Der Grund: Projection Bias: Man ankert die Einschätzung in den eigenen Präferenzen
        👥 Jüngere und weibliche Entscheider liegen näher an den tatsächlichen Präferenzen.
        🔗 Und es kostet: Pro Standardabweichung stärkerer Unterschätzung melden Betriebe 8 bis 10 Prozentpunkte mehr Fachkräftemangel. Eine Korrelation, keine Kausalität – dennoch spannend. 

        Gemeinsam mit Max und Simon werden wir einen Workshop /eine Veranstaltung planen, um mit Betrieben in den Dialog zu kommen. Interessierte Unternehmen können sich zudem direkt melden – ich verbinden dann mit Max, denn der Dialog mit Unternehmen trägt dazu bei, die Forschung zu verbessern. 

        Über den Gast:

        Max Müller ist Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn. Bachelor und Master hat er an der Universität Würzburg gemacht und war zuletzt ein Jahr in den USA. Kennengelernt haben wir uns in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zur Integration von Geflüchteten in Ausbildung. Das Working-Paper hat er gemeinsam mit Simon Cordes verfasst, ebenfalls Universität Bonn. 

        Timemarks:

        00:00  Einstieg und kurz über Max Müller
        06:29  Der Handwerker in Bonn und die 78 Bewerbungen
        15:10  Studiendesign: Homeoffice oder 500 Euro?
        19:34  Die fünf Leistungen und das Kernergebnis
        26:46  Projection Bias: warum Betriebedanebenliegen
        35:52  Selbst gemachter Fachkräftemangel
        43:11  Ausblick und Angebot an Unternehmen 

        Links und Ressourcen:

        Working Paper „Do Firms Know What Workers Want?" (Simon Cordes und Max Müller, 27. Februar 2026)
        Max Müller @Universität Bonn: LINK
        Podcast: https://www.kagerbauer.de/podcast ‍

        53 min
      • ABZ 02-78 Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) – Nachhaltig im Beruf handeln
        Gäste: Nicole Duschka (Deutsche KlimaStiftung) & Tim Oberdieck (ATLANTIC Hotel Sail City)

        Seit 2021 ist Nachhaltigkeit fester Bestandteil jedes neu geordneten Ausbildungsberufs. Das ist bekannt. Die Herausforderung ist nicht die Wissensvermittlung, sondern vielmehr die projektbezogene, praktische Umsetzung in der betrieblichen Praxis.

        Darüber spreche ich mit Nicole Duschka, Projektleiterin im Projekt BBNE Lobby der Deutschen KlimaStiftung, und Tim Oberdieck, Hoteldirektor des ATLANTIC Hotel Sail City in Bremerhaven. Das Projekt "BBNE Lobby" wird im Rahmen des Programms "Nachhaltig im Beruf - zukunftsorientiert ausbilden" durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

        Themen der Folge

        • 🌱 Was BBNE, also Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung, tatsächlich meint: nicht nachhaltig handeln nach Anweisung, sondern verstehen und erleben, wie Nachhaltigkeit funktioniert.
        • 📋 Die Standardberufsbildposition „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ ist seit 2021 in jedem neu geordneten Beruf Pflicht. Aber wie kommt das in den Betrieben an und wie wird es vermittelt?
        • 🏨 Über 500 Maßnahmen in 13 Jahren im ATLANTIC Hotel Sail City. Der Anstoß kam aus der Belegschaft, die Direktion war am Ende der Kette und nicht am Anfang.
        • 📈 Warum sich das rechnet: Ein abgebrochener Ausbildungsvertrag kostet Bewerbungsprozess, Einarbeitung und Zeit. Diese Kosten fallen weg, wenn Menschen bleiben wollen.
        • 🚀 Ausblick: BBNE Lobby geht in eine zweite Förderphase über zwei Jahre. Geplant sind ein BBNE-Check zur Standortbestimmung und das Materialheft „Einfach mal machen“.
        • Über die Gäste

          Nicole Duschka hat im Projekt BBNE Lobby bei der Deutschen KlimaStiftung in Bremen die Projektleitung inne. Sie hat klassisch mit einer Ausbildung begonnen, viele Jahre an einem außerschulischen Lernort Bildungsangebote koordiniert und entwickelt und sich anschließend als Beraterin für solche Lernorte selbstständig gemacht. Sie war selbst mehrere Jahre Ausbilderin und kennt den Ausbildungsalltag aus eigener Erfahrung. Im Projekt verantwortet sie die Region Bremen, wobei die Deutsche KlimaStiftung mit ihren Angeboten auch bundesweit im Einsatz ist.

          Tim Oberdieck ist gelernter Hotelfachmann, hat die Hotelfachschule in Heidelberg besucht, neun Betriebe im In- und Ausland durchlaufen und ist seit 2010 Hoteldirektor des ATLANTIC Hotel Sail City in Bremerhaven. Seit 2013 treibt er dort unter dem Titel #gruenunterwegs eine Nachhaltigkeitsstrategie voran, ausgezeichnet unter anderem mit dem Bremer Klimaschutzpreis 2018 und dem Bremer Landestourismuspreis 2022. Er ist Botschafter des Projekts BBNE Lobby.

          Links & Ressourcen

          • BBNE Lobby (Projektwebsite, Formate und Termine): https://bbne-lobby.de
          • Deutsche KlimaStiftung: https://www.deutsche-klimastiftung.de
          • Projektseite BBNE Lobby bei der Deutschen KlimaStiftung: https://www.deutsche-klimastiftung.de/projekte/bbne-lobby/
          • ATLANTIC Hotel Sail City Bremerhaven: https://www.atlantic-hotels.de/hotel-sail-city/
          • Nachhaltigkeit im Sail City (Green Sail): https://www.atlantic-hotels.de/en/hotel-sail-city/green-sail-sustainability/
          • Verbundausbildung meerzukunft³: https://meerzukunfthochdrei.de/
          • BIBB zur Standardberufsbildposition „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“: [https://www.bibb.de/de/139364.php
          ](https://www.bibb.de/de/139364.php
          )

          53 min
        • ABZ 02-77 Wie baut man eine souveräne Cloud für die deutsche Verwaltung?
          Gast: Nikolaus Hagl, CEO Delos Cloud GmbH & Head of Sovereign Cloud, SAP

          𝘐𝘮 𝘗𝘰𝘥𝘤𝘢𝘴𝘵 𝘴𝘱𝘳𝘦𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳 ü𝘣𝘦𝘳 𝘧𝘰𝘭𝘨𝘦𝘯𝘥𝘦 𝘛𝘩𝘦𝘮𝘦𝘯:

          🧭 Souveränität ist nicht gleich Abschottung: Vier Dimensionen entscheiden — wo die Daten liegen, wo die Technik läuft, wer sie betreibt und welches Recht gilt. Wer nur den Serverstandort prüft, hat drei Viertel der Frage übersehen.

          🔐 Der Knackpunkt Microsoft: „Microsoft ist für Delos Technologielieferant." Dahinter stehen sicherheitsüberprüftes Personal über den gesamten Stack, ein mit dem BSI definierter Update-Prüfprozess mit Stopp-Möglichkeit und begleiteter Support ohne freien Systemzugriff.

          🏛️ Warum es trotzdem hakt: 11.000 Kommunen, viele davon mit drei IT-Mitarbeitenden. Die können nicht digitalisieren — egal wie gut die Erkenntnis ist. Die Antwort ist nicht mehr Geld, sondern das Modell der Stadtwerke: gemeinsame Plattformen statt Einzelprojekte.

          🤖 KI und Souveränität: Kein eigenes Frontier-Modell besitzen wollen — sondern die Plattform, auf der Modelle austauschbar bleiben. Mistral souverän betrieben, dazu ein MoU mit OpenAI auf Delos-Seite.

          ✅ Souveränität ist mehrdimensional: Ein deutscher Serverstandort allein sagt noch nichts darüber aus, wer im Zweifel Zugriff hat.

          ✅ Wahlfreiheit ist selbst ein Souveränitätskriterium — wer nur einen Anbieter hat, bleibt abhängig.

          ✅ Der Engpass ist nicht die Technik, sondern der Mut, mit 80 % zu starten. Bei Daten und Sicherheit gelten weiter 100 %.

          𝐔𝐧𝐝 𝐧𝐮𝐧? 𝐃𝐢𝐞 𝐔𝐡𝐫 𝐭𝐢𝐜𝐤𝐭! Bis 2030 fehlen der öffentlichen Verwaltung rund eine Million Fach- und Führungskräfte. Das ist ohne Digitalisierung und Automatisierung nicht aufzufangen — in der Verwaltung genauso wenig wie im Mittelstand. Die Erkenntnis ist da. Jetzt geht es ums Machen.

          Links: https://www.deloscloud.de

          52 min
        • ABZ 02-76 - Economist Corner – Programm für Aufschwung und Beschäftigung
          Gute Ansätze und die Suche nach Wachstumsimpulsen

          Die Koalition hat sich auf ein „Programm für Aufschwung und Beschäftigung" geeinigt:

          34 Maßnahmen, rund 10 Milliarden Euro Entlastung, Bürokratierückbau mit Beweislastumkehr. Im Kern sind viele gute Ansätze erkennbar. Echte Investitions- und Wachstumsimpulse sehen jedoch anders aus.

          Darüber spreche ich in unserem Podcast-Format „Economist-Corner“ mit Prof. Dr. Peter Bofinger, Seniorprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg und langjähriger Wirtschaftsweiser.

          🔍 Steuerreform unter der Lupe: 10 Mrd. € klingen groß — sind aber ein Viertelprozent des BIP, und ein Teil gleicht nur die kalte Progression aus. Das Urteil von Prof. Bofinger: „Homöopathische Dosen statt echter Medizin."

          📉 Investitionen: den Investitionsbooster (17 Mrd. € Steuerausfall 2028, Wirkung fraglich) durch eine echte Investitionsprämie von z.B. 10 % ersetzen — wenn Unternehmen in Deutschland investieren.

          🤖 Zukunftstechnologien: Im Papier werden KI, Halbleiter und Batterien genannt — Geld ist nicht hinterlegt. Gerade in diesen strategisch wichtigen Feldern ist gezielte und konsequente Industriepolitik wichtig. Die High-Tech Agenda in Bayern hat bereits gute Impulse geliefert, die es im Bund zu übernehmen gilt.

          ✅ Kernbotschaft: Gute Ansätze — aber wer Wachstum will, darf sich nicht im Klein-Klein verzetteln.

          ✅ Bürokratieabbau ist wichtig – aber, es braucht darüber hinaus echte Investitionsimpulse, die Wertschöpfung bringen.
          ✅ Deutschland (und auch Mainfranken) hat viel Potenzial: Robotik, KI, Raumfahrt-Informatik z.B. rund um Würzburg und Schweinfurt — was fehlt, ist Tempo und eine Strategie und finanzielle Mittel, die Cluster konsequent stärken.

          Reinhören lohnt sich. 🎧

          LINK ZUM PROGRAMM: hier klicken

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          26 min
        • ABZ 02-75 Warum 40 Prozent aller Führungswechsel scheitern
          Gast: Navid Nazemian, Executive Transition Coach und Autor

          Wir reden über Demografie, über ganze Führungsgenerationen, die jetzt in den Ruhestand gehen. Im Mittelstand gehen gerade reihenweise Inhaber und Geschäftsführer von Bord, neue rücken nach. Die eigentliche Frage ist: Wie gelingt der Übergang — und warum misslingt er so oft? Die Kosten für Organisation durch diese Friktionen sind enorm.

          Darüber spreche ich in der neuen Folge mit 𝗡𝗮𝘃𝗶𝗱 𝗡𝗮𝘇𝗲𝗺𝗶𝗮𝗻, Executive Transition Coach und Autor von „Mastering Executive Transitions“. 26 Jahre Konzern (Adidas, GE, Vodafone, Roche, BAT), heute begleitet er CEOs durch genau diese Phase. Er arbeitet dabei mit dem Double Diamond Framework.

          𝗞𝗲𝘆 𝗧𝗮𝗸𝗲𝗮𝘄𝗮𝘆𝘀:

          ✅ Scheitern ist selten fachlich. Es sind People, Culture, Politics — die Klaviatur wird größer, je weiter oben man spielt.

          ✅ „What got you here won’t get you there“: Wer die alten Muster mitbringt, scheitert mit ihnen. Die neue Rolle braucht ein neues Playbook.

          ✅ Die ersten 90 Tage gehören dem Zuhören — zwei Ohren, ein Mund. Die großen Weichen kommen erst ab Monat vier.

          ✅ 𝗠𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹𝘀𝘁𝗮𝗻𝗱 & 𝗙𝗮𝗺𝗶𝗹𝗶𝗲𝗻𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻: Nachfolge ist hier kein Projekt, sondern ein Identitätswechsel. Ratschlag: mindestens drei Jahre vorher anfangen.

          Links & Ressourcen:

          • Buch „Mastering Executive Transitions“: https://www.masteringexecutivetransitions.com
          • Navid Nazemian auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/navidnazemian/

          47 min
        • ABZ 02-74 - Innovation entsteht nicht in Positionspapieren
          Gast: Prof. Dr.-Ing. Jan Schmitt, Vizepräsident, THWS

          🌟 Innovation entsteht nicht in Positionspapieren oder Beschlüssen!

          Innovation entsteht durch das koordinierte Zusammenwirken vieler mutiger Menschen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft.

          In dieser Podcast-Folge habe ich mit Prof. Dr.-Ing. Jan Schmitt, Vizepräsident für Forschung und Gründung an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) genau darüber gesprochen. Welche Faktoren fördern die Innovationsfähigkeit von Regionen und welchen Beitrag liefern die einzelnen Stakeholder im Ökosystem?

          Das ist wichtig und relevant, denn gerade Regionen, die stark industriell geprägt sind – und hierzu zählt u.a. die Region Schweinfurt – befinden sich aktuell in einem massiven Transformationsprozess. Die Herausforderung besteht darin starke und innovative industrielle Kernbereiche zu sichern, auszubauen und gleichzeitig neue Wertschöpfungsbereiche aufzubauen. Das passiert nicht über Nacht, sondern ist ein Prozess. Damit dieser Prozess erfolgreich wird, braucht es ein starkes und eng vernetztes Ökosystem / Innovationssystem. Alle Akteure können (und müssen) einen wesentlichen Beitrag leisten – angefangen von den Hochschulen über Wirtschaft, Politik, Institutionen bis hin zur Gesellschaft.

          Im Podcast sprechen wir über folgende Themen:

          • Welche Akteure prägen ein echtes Innovationssystem?
          • Wer hat welche Rolle und wie sieht das Zusammenspiel zwischen Hochschule, Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft aus?
          • Aufzählungs-Text🎓 Die THWS als Wirtschaftsmotor:
          • Technologietransferzentren, das Startup-Lab WERK:RAUM, CAIRO (KI-Zentrum) und praxiserfahrene Professorinnen und Professoren als direkte Brücke in die Wirtschaft.
          • 💡 Förderung intelligent einsetzen:
          • Staatliche Mittel als Zündfunke — und wie private Investitionen danach den Weg von der Forschungsidee zur Marktreife tragen müssen.
          • 🏗️ KI-Gigafactory auf den Conn Barracks in Schweinfurt:
          • Hier entsteht mehr als nur gigantische Rechenkapazität: Hier entsteht ein potenzieller Katalysator für ein neues Gründungs- und Transferökosystem —im Norden Bayerns und im Herzen von Europa.

            Und nun? Packen wir es an!

            Die Herausforderungen sind enorm – es gilt die Potenziale und Netzwerke zu bündeln und zu nutzen. Von der Wissenschaft und Wirtschaft bis zur Politik – wir haben in der Region Schweinfurt, aber auch in ganz Bayern und Deutschland mutige Menschen, die Zukunft gestalten wollen.

            Lasst uns anpacken!

            Aber erst müsst ihr den Podcast hören - Spaß;-) – aber freuen würde ich mich schon.

            51 min
          • ABZ 02-73 I 14leafs – regionaler VC Fonds verbindet Wissenschaft, Technologie und Forschung

            Auch außerhalb der Startup-Metropolen München, Hamburg oder Berlin gibt es viele smarte Menschen mit vielversprechenden Geschäftsideen. Ein Grund, warum die Ideen nicht zum Fliegen kommen oder die Gründer/innen in die Metropolen abwandern, ist fehlendes lokales Wagniskapital.

            Um diese Lücke in Mainfranken zu schließen, gibt es jetzt einen lokalen VC Fonds - “14leafs” – der innovative Geschäftsmodelle aus der Wissenschaft und Startup verbindet. Dahinter stecken die JMU, die Sparkasse Mainfranken und Stellavent Capital.

            In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Prof. Dr. Axel Winkelmann, Partner bei 14leafs und Inhaber des Lehrstuhls für BWL und Wirtschaftsinformatik an der JMU Würzburg.

            „Wachstum muss in vielen Fällen sehr schnell entstehen, weil Märkte immer schneller besetzt werden und Märkte immer schneller aufgebaut werden müssen. Dafür braucht es Kapital – Wagniskapital."

            Themen der Folge

            In der aktuellen Podcastfolge diskutieren wir über folgende Themen:

            • 🏦 Das Konsortium hinter 14leafs: JMU Würzburg, Sparkasse Mainfranken und Stellavent Capital

            • 📊 Das Investitionsmodell: 50 Millionen Euro Zielvolumen, 40–50 Startups, von kleinen 5-stelligen Tickets bis 7-stelligen Co-Investments

            • 🌱 Mehr als Kapital: Wie 14leafs einen eigenen Accelerator aufbaut, der Gründerteams in der Professionalisierung vom Startup zum Scale-up begleitet

            • 🗺️ Warum der Fonds „14leafs" heißt: 14 Nobelpreise der Wissenschaftsregion, Weinlaub und eine Hommage an den Maple Leaf als Goldstandard des Anlegens

            • 🚀 New Space, Biotech, KI: Welche Branchen in Mainfranken das größte Potenzial haben

            • 📈 Startup-Klima 2026: Positiver Gründersaldo, wachsende Dynamik –

            Die Botschaft: „Hört auf, Deutschland und unsere Region schlecht zu reden – es braucht eine positive Einstellung, Mut und Machermentalität".

            Mehr dazu gibt es in der aktuellen Podcast-Folge.

            Links: https://www.14leafs.de

            44 min
          • ABZ 02-72 KI im Mittelstand – vom Datenfundament bis zur Hyperautomation
            Gast: Prof. Dr. Axel Winkelmann

            „Strategie ist nicht nur KI, sondern Strategie ist eigentlich Effizienzsteigerung durch Automatisierung – und damit Möglichkeit zur Skalierung weit über das hinaus, was man heute händisch in einem Unternehmen machen könnte."

            „Das Wichtigste für alle Arten von Digitalisierung und Automatisierung ist letzten Endes das Datenfundament."

            „Anwendungswissen ist entscheidend und notwendig für das neue Wissen – das Bewertungswissen."

            Themen der Folge:

            • 🏗️ Datenfundament zuerst: Prof. Winkelmann erklärt am konkreten Beispiel eines Maschinenbauers (die Notation „13x17x23S" im Freifeld), warum fehlende semantische Datenqualität jede KI-Initiative zum Scheitern bringt – bevor sie überhaupt beginnt.
            • 🔄 Hyperautomation als Gesamtstrategie: KI allein reicht nicht. Die wirksame Antwort heißt Hyperautomation: die Integration von ERP-Systemen, RPA, Process Mining und KI zu einer durchgängigen Automatisierungsarchitektur.
            • 📊 Adoption Gap im Mittelstand: 41 % der deutschen Unternehmen nutzen KI (Bitkom 2026) – aber der Abstand zwischen „KI testen" und „KI strategisch einsetzen" ist enorm.
            • 🎓 Anwendungswissen und Bewertungswissen: Das neue Kompetenzmodell: Erst Anwendungswissen (wie funktioniert der Prozess?), dann Bewertungswissen (ist der KI-Output korrekt?). Ohne das Erste kein Zweites.
            • 👴 Demografischer Wandel als Schutzpuffer: Bis 2030 werden rund 600.000 Stellen pro Jahr unbesetzt bleiben. Das ermöglicht Automatisierung ohne Massenentlassung – ein historisch einmaliges Zeitfenster.
            • 🤖 Blick nach vorne: Autonome Fahrzeuge und humanoide Roboter stehen in einem exponentiellen Entwicklungskorridor. In 2–5 Jahren werden sie Logistik, Produktion, Handwerk und Pflegeberufe grundlegend verändern.
            • 🌍 Optimismus für den Standort Deutschland: Deutsche Hochschulen bilden Weltklasse-Talente aus, die Forschung ist international wettbewerbsfähig – und durch Automatisierung entsteht eine reale Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
            • Über den Gast:

              Prof. Dr. Axel Winkelmann ist seit 2012 Professor für BWL und Wirtschaftsinformatik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen ERP-Systeme, Business Process Management, Robotic Process Automation, Hyperautomation und KI im Mittelstand. Er leitet das größte ERP-Labor Deutschlands und begleitet regionale Unternehmen aktiv beim Digitalisierungstransfer. Darüber hinaus ist er Unternehmer, Investor und Mitgründer des 14leafs VC Funds sowie Host des ERP-Podcasts mit über einer Million Downloads.

              Links & Ressourcen

              • LinkedIn Prof. Dr. Axel Winkelmann: https://www.linkedin.com/in/axelwinkelmann/
              • Digitalkompass Mainfranken: https://www.digitalkompass-mainfranken.de
              • StellaVent: https://stellavent.de
              • InnoHubs: https://innohubs.de
              • 14Leafs Fund: https://14leafs.de
              • Über den Podcast

                „Arbeit Bildung Zukunft ist der Podcast für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Wir verbinden akademische Forschung mit konkretem Praxisnutzen — für Unternehmen, HR und alle, die die Arbeitswelt von morgen aktiv gestalten wollen. Neue Folgen erscheinen regelmäßig auf allen großen Podcast-Plattformen und auf Youtube."

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