Es klingt unglaublich wie bedrückend: Alle 30 Stunden wird in Argentinien eine Frau von ihren Lebensgefährten oder Ex-Partnern umgebracht. Vor allem Gewalt gegen Frauen gehört in Lateinamerika zum Alltag. Und die galt lange als Tabu, als "Verbrechen aus Leidenschaft" oder schlicht als "Privatsache". Diese Zeiten sollen ein für alle mal vorbei sein fand eine Gruppe von Journalistinnen und sozialen Aktivistinnen; 2015 riefen sie erstmals zum Protest auf. Unter dem Hashtag #NiUnaMenos. Und trafen damit offenbar einen wichtigen Nerv: Hunderttausende gingen auf die Straße. In Argentinien, dann in Nachbarländern und schließlich in der ganzen Region. Inzwischen gibt es in Argentinien Gesetze, die Frauen besser schützen sollen. Doch gegen die Realität sind solche Paragraphen oft machtlos. Und die Gewalt hält weiter an.