In dieser wahrhaftigen XXl-Folge, die nur knapp unter der Zwei-Stunden-Grenze bleibt, lernen wir die großartige Konstanze kennen. Sie ist Wienerin, höchst erfolgreiche Schauspielerin, Kabarettistin, Romanautorin, Regisseurin und nicht zuletzt Drehbuchautorin - und feiert hier mit uns auf den Tag genau ein Jahr Nüchternheit. Konstanze erzählt, wie im Kulturbetrieb Alkohol einfach immer dazugehört hat, wie er als Problemlöser diente, wie er Unsicherheit und Schüchternheit verschwinden ließ, wie er scheinbar half, strukturelle Ungerechtigkeiten, denen sie als Frau ausgesetzt war, auszuhalten. Sie spricht auch über ihre schmerzhafte Kindheit in einem Weinbauerndorf südlich von Wien, von einer "eiskalten Mutter" und einem überstrengen Vater, den der Alkoholkonsum ins Grab bringt - und davon, wie das Gefühl "Ich bin falsch" als stigmatisierende Überschrift über ihrer Kindheit stand und warum sie früh lernte, sich "von sich selbst wegzutrinken". Wir hören vom Regiment des "Königs Alkohol" am Theater und erfahren, wie Konstanze lange Jahre ihren Selbstbetrug aufrecht erhielt, wie sie aufwändige "Genussinszenierungen" erfand, um immer weiter und mehr trinken zu können. Erst, als sie betrunken mit dem Weinglas in der Hand beim Spielen mit der heißgeliebten Enkelin weggedämmert, gelingen ihr Erkenntnis und der finale Absprung. Ein ganz persönliches, anrührendes und lebenskluges Gespräch mit einer Frau, die heute sagt: "Es ist niemals zu spät aufzuhören!"
Hier findet ihr Konstanzes eigenen Podcast "Generation O ...wie Omi!": https://open.spotify.com/show/0XR1dfJElgvABm9SW6R6gZ
Und hier findet ihr Informationen zur No&Low-Messe "Unbeschwipst" am 04.10. in Wien: https://www.markterei.at/zukuenftig/unbeschwipst-wiens-erste-messe-fuer-no-low-getraenke-curated-by-keinlow