Baden-Württemberg erzählt. Kulturwissenschaft und Sprachwissenschaft im Dialog

Baden-Württemberg erzählt. Kulturwissenschaft und Sprachwissenschaft im Dialog

By Valeska Flor und Julia BraunSociety & CultureScienceEducation
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Baden-Württemberg erzählt. Kulturwissenschaft und Sprachwissenschaft im Dialog episodes

  • Folge 5: Sprache und Macht
    mit Sarah Boysen

    🎙️ Folge 5: Sprache und Macht

    Warum gilt Schwäbisch oft als Markenzeichen, während Sächsisch belächelt wird? In dieser Folge geht es um die Frage, wie Dialekte bewertet werden und welche Rolle Macht, Prestige und gesellschaftliche Zuschreibungen dabei spielen.

    Zu Gast ist die Kulturwissenschaftlerin Sarah Boysen. Gemeinsam sprechen wir über die soziale Funktion von Dialekten, über den Slogan „Wir können alles außer Hochdeutsch“ und über Wahrnehmungen zwischen schwäbischen und sächsischen Sprachformen. Außerdem hören wir eine historische Aufnahme einer Heimatvertriebenen, die schildert, wie sie Dialekt gelernt hat. Die Folge fragt danach, wann sich bestimmte Sprachformen durchsetzen und welche Faktoren neben Prestige dabei eine Rolle spielen.

    49 min
  • Folge 4: Arbeit und Freizeit
    mit Simone Egger

    🎙️ Folge 4: Arbeit und Freizeit

    Wie haben sich Arbeit und Freizeit im Laufe des 20. Jahrhunderts verändert? In dieser Folge geht es um den Wandel von der landwirtschaftlich geprägten Arbeitswelt auf dem Bauernhof hin zur Fabrikarbeit und zu neuen Zeitstrukturen im Alltag.

    Zu Gast ist Simone Egger, Juniorprofessorin für Europäische Kulturanthropologie an der Universität des Saarlandes. Sie spricht über strukturelle und soziale Veränderungen, die mit der Urbanisierung des ländlichen Raums einhergingen, und über unterschiedliche Vorstellungen von Freizeit in Stadt und Land. Die Folge schlägt zudem eine Brücke zur Gegenwart und stellt die Frage, ob frühere Arbeits und Lebensformen nicht auch größere Errungenschaften kannten als unsere heutigen.

    45 min
  • Folge 3: Wie funktioniert kulturwissenschaftliche Dialektforschung?
    mit Hubert Klausmann

    🎙️ Folge 3: Wie funktioniert kulturwissenschaftliche Dialektforschung?

    Wie wurde Dialektforschung früher betrieben und was hat sie heute mit Kulturwissenschaft zu tun? In dieser Folge nehmen euch Julia Braun und Valeska Flor mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Arbeitsstelle Sprache in Südwestdeutschland. Vom Tonbandbus der 1950er Jahre bis zur aktuellen Dialektforschung geht es um Archive, Methoden und Perspektiven.

    Zu Gast ist Hubert Klausmann, der über Dialekte, Kulturwandel und die Arbeit mit einem großen Archiv spricht. Thema sind unter anderem alte Wörter wie „Brente“, Märkte als soziale Räume und die Frage, wie aus Tonbandaufnahmen nicht nur ein Sprachatlas, sondern auch Hörbücher, Ausstellungen und Schulprojekte entstanden sind. Die Folge zeigt, was Dialekte über Gesellschaft, Alltag und Region verraten.

    55 min
  • Folge 2: Stimmen der Zwangsmigration
    mit Margret Findeisen

    🎙️ Folge 2: Stimmen der Zwangsmigration

    Wie lassen sich historische Tonbandaufnahmen heute beforschen? Und was erzählen uns die Stimmen aus dem Arno-Ruoff-Archiv über Migration im deutschen Südwesten?

    In dieser Folge ist Margret Findeisen zu Gast und berichtet aus ihrer Dissertation zu Tonbandaufnahmen aus den 1950er Jahren, die mit sogenannten „Heimatvertriebenen“ angefertigt wurden. Im Gespräch geht es um kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Archivmaterial, um Erinnerung und um Gespräche mit Nachfahren der aufgenommenen Personen.

    Die Episode zeigt, wie Migration Baden-Württemberg seit langem prägt und welche Spuren diese Erfahrungen bis in die Gegenwart hinterlassen haben.

    36 min
  • Folge 1: Einführung

    🎙️ Shownotes – Folge 1: Einführung

    In der ersten Folge von „Baden-Württemberg erzählt“ stellen Valeska Flor (Kulturwissenschaft) und Julia Braun (Sprachwissenschaft) das Konzept des Podcasts vor: ein Dialog über den ländlichen Raum Baden-Württembergs, Sprache, Dialekt und Transformationsprozesse.

    Gemeinsam werfen sie einen Blick auf eine besondere historische Tonbandaufnahme aus dem Arno-Ruoff-Archiv: Eine 1899 geborene Bäuerin und Winzerin aus Oberbergen erzählt aus ihrer Jugend. Die Aufnahme erlaubt Einblicke in Alltag, Arbeit und gesellschaftliche Veränderungen im ländlichen Raum und ist zugleich ein wertvolles Beispiel für einen alemannischen Basisdialekt.

    Die Episode zeigt, wie kulturwissenschaftliche und sprachwissenschaftliche Zugänge zusammenwirken können:

    • Was sagen solche Aufnahmen über Lebenswelten, Mobilität und Wandel?
    • Wie lassen sich Dialekt, Sprachgeschichte und regionale Identitäten darin erkennen?
    • Und wie prägen historische Vorstellungen von „Ländlichkeit“ noch heute unseren Blick?
    Ab der nächsten Folge werden Gäste eingeladen, die weitere Dimensionen des ländlichen Raums eröffnen. Hörbeispiele aus dem Archiv begleiten uns dabei durch den gesamten Podcast.

    🔎 Infos zur historischen Aufnahme

    Aufnahmezeitraum: 1950er/60er Jahre
    Sprecherin: 70-jährige Bäuerin & Winzerin, geb. 1899
    Herkunft: Oberbergen (heute Teil von Vogtsburg, Kaiserstuhl)
    Aufgenommen im Rahmen sprachwissenschaftlicher Dialektforschung
    Themen: Jugend, Alltag, Rollenbilder, Arbeit, sprachliche Merkmale

    13 min

About Baden-Württemberg erzählt. Kulturwissenschaft und Sprachwissenschaft im Dialog

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In diesem Podcast untersuchen die Kulturwissenschaftlerin Valeska Flor und die Sprachwissenschaftlerin Julia Braun (Ludwig-Uhland-Institut, Universität Tübingen) den kulturellen Wandel und die…