🇩🇪 Auf der gedanklichen Reise zurück in meine Kindheit ist „Vui mehr“ auf bayerisch entstanden. Eine Liebeserklärung an das Kind, das uns zu dem Menschen gemacht hat, der wir heute sind und das noch immer in uns steckt. Und eine Erinnerung daran, dass Grenzen manchmal nicht so fest sind, wie wir oder unser Umfeld das vielleicht glauben. Und dass es sich lohnt, mal darüber hinauszuschauen, um herauszufinden, was sonst noch so in uns und in unseren Mitmenschen steckt.
🇬🇧 On a mental journey back to my childhood, the song "Vui mehr" in Bavarian was born. It’s a love letter to the child who shaped us into the people we are today and who still lives within us. It’s also a reminder that boundaries are sometimes not as set in stone as we, or those around us, might believe. And that it’s worth looking beyond them to discover what else lies within us and in the people around us.
Text, Musik & Arrangement: Theresa
Harfe & Gesang: Theresa
© 2022 Theresa. All rights reserved.
Des kloana Kind, des i moi war, lebt nu in mir und nimm i‘s war,
San all die Träume und a Sorgen, gar ned so tiaf in mir verborgen,
I nimm des kloane Kind an‘d Hand – und sog mia geng jetzt mitanand, durchs Leb‘n.
Weil alles was i heute bin, war i ned word‘n warst du ned g‘wen.
I hob die gern, I g‘her zu dir – und du, du bist a Teil von mir.
I bin so vui was koana woaß, bin manches ned, wo‘s oiwei hoast, des war mei Ding.
Und alles was i scho erlebt hab, war‘s sche und manches moi a hart,
des macht mi aus, des zoagt mei G‘sicht, des is mei ganz mei eig‘ne Gschicht.
Des Leb‘n lafft so vor sich hin, und i – i steck da mitten drin,
Kann vieles steuern, aktiv führ‘n, doch manchmal muas i akzeptier‘n,
Dass‘ ned so lafft, wia i‘s gern hätt – dann muas i zoagn was in mir steckt.
I kannt mi weigern, randalier‘n, mi selber und an Hoit verlier‘n,
Oder i schau wohin‘s mi bringt, wenn mei Weg a neie Richtung nimmt.
I bin so vui was I nu ned woaß, bin manches ned, wo‘s bisher hoast, des war mei Ding.
Doch alles was i scho erlebt hab, war‘s sche und manches moi a hart,
des macht mi aus, des zoagt mei G‘sicht, des is mei ganz mei eig‘ne Gschicht.
De Welt de is ned schwarz und weiß, grenzenlos und bunt draht se sie im Kreis,
Doch was i g’lernt hab von kloa auf, steckt in meim Kopf, geht da ned raus.
Was fremd is passt oft ned dazu, stört mei Weltbild, stört mei Ruah
Doch wenn i woaß wer i wirklich bin, kann i a seng was i ois g‘winn,
Wenn i ned abblock, mi ned sperr, am anderen wachs – nu mehr „i“ wird.
Da is so vui was I ned woaß, vui mehr ois des wo’s oiwei hoaßt „des muas so sei“
Und wenn i dann was neis erlebt hab, manchmal sche und manchmal hart,
dann machts mi aus, dann zoagts mei G‘sicht, dann werd’s mei ganz mei eig‘ne Gschicht.
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