Sara Nuru gewinnt 2009 als erste schwarze Frau die Castingshow „Germany’s Next Topmodel“. Doch nach Jahren im internationalen Modelbusiness verschiebt sich ihr Fokus: Sie gründet mit ihrer Schwester Sali das Sozialunternehmen nuruCoffee und den Verein nuruWomen e.V., der Frauen in Äthiopien mit Mikrokrediten unterstützt. Sie setzt sich außerdem in den sozialen Medien für Aufklärung zum Thema Weibliche Genitalbeschneidung (Female genital mutilation/FGM) ein.
Im Podcast erzählt Sara von ihren Wurzeln, ihrer Familie und dem Weg ihrer Eltern von Äthiopien nach Bayern. Sie berichtet über ihre Arbeit für Frauen in Äthiopien, die deren gesellschaftliche Rolle stärkt. Zusammen mit Lena Prieger spricht Sara über Ursachen und Folgen von FGM und darüber, wie Hilfe möglich ist – auch in Bayern und Deutschland.
Hört rein und lasst euch inspirieren von diesem offenen Gespräch mit Sara Nuru!
Triggerwarnung: In dieser Folge sprechen wir explizit über Gewalt gegen Frauen, insbesondere weibliche Genitalverstümmelung. Wer sich damit nicht wohlfühlt, sollte die entsprechenden Stellen überspringen oder eine andere Folge unseres Podcasts hören.
Saras Kindheit und Familie: Aufwachsen als Tochter äthiopischer Eltern in Erding und MünchenDie Bedeutung von Heimat, Gemeinschaft und ZugehörigkeitVon Germany’s Next Topmodel zum eigenen Sozialunternehmen: Warum Sara Nuru ihr Leben neu ausrichtetNuruCoffee & nuruWomen e.V.: Wirtschaftliche Selbstständigkeit für Frauen in Äthiopien durch MikrokrediteFrauen stärken – Gesellschaft stärken: Wie Mikrokredite Leben und Rollenbilder verändernWeibliche Genitalbeschneidung: Zahlen, Fakten, Mythen – und Hilfe in Bayern und DeutschlandWie Sara Nuru und das Bayerische Sozialministerium gemeinsam für Prävention und Unterstützung arbeitenVereinbarkeit von Familie und Beruf, Sinnsuche, Muttersein und Unternehmertum„Plötzlich ist die Frau auch gleichwertig, weil sie ihr eigenes Geld verdient. Dem Mann auch gegebenenfalls die Stirn bieten kann, weil sie jederzeit auch gehen kann, weil sie nicht abhängig ist und auch keine Gewalt ertragen muss.“
„Und ich glaube, hätte ich diese Reise und diese Erfahrung nicht gemacht, so zeitgleich, hätte ich das alles gar nie hinterfragt, sondern hätte das einfach mitgemacht und gelebt und so hingenommen. Und jetzt im Nachhinein ist es das Beste, was mir passieren konnte.“
„Aber ja, es ist schon eine Zerreißprobe und nicht einfach. Aber dadurch, dass wir zum Glück etwas Sinnstiftendes tun dürfen, machen wir es mit so viel Herzblut. Und auch, wenn es anstrengend ist und wir wenig Schlaf haben und viel Kopfzerbrechen, freuen wir uns doch jeden Tag, dass wir das machen dürfen. Und wissen ganz genau, warum wir was tun.“
• Beratungs- und Präventionsnetzwerk Bayern: Hilfe & Beratung für Betroffene und bedrohte Mädchen/Frauen
• Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ – 116 016
• Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung: Informationen in Deutsch und vielen weiteren Sprachen
• Hilfsfonds für betroffene Frauen
• Nuru Coffee: Das Sozialunternehmen von Sara Nuru
• nuruWomen e.V.: Mikrokredite & Frauenförderung in Äthiopien
„Bayern gemeinsam stark“ – Der Podcast mit Menschen, die uns inspirieren.
Eine Produktion des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales.
Du kennst jemanden, der Gewalt erfährt oder davon bedroht ist?
Informiere dich und hilf weiter: Bayern gegen Gewalt