Sein Taufname ist Michael Fischer. Den legte er ab, als er sich mit Anfang 20 entschied, Mönch in der Abtei Königsmünster in Meschede zu werden. Seitdem heißt er Pater Abraham. Aber er ist sehr viel mehr als ein Pater. Er ist Priester, Metallgestalter, Leiter der Abtei-Schmiede, bildet junge Menschen aus und organisiert Bestattungen. Als Benediktiner habe er mehrere Berufungen, sagt Pater Abraham: im Kloster Gott zu suchen, als Priester Brückenbauer zwischen Gott und den Menschen zu sein und als Schmied eine sinnhafte und erfüllende Arbeit auszuüben. In Bewegung bleiben, ist dem Benediktiner wichtig. Seit ein paar Jahren hat er seinen Hauptwohnsitz mitten in Hannover, wo er mit drei anderen Mönchen in der „Cella Sankt Benedikt“ lebt. „Kirche will bei den Menschen sein, sich nicht aufdrängen“, sagt der charismatische Mönch. Für seine Institution findet er kritische Worte: „Die Kirche gibt Antworten auf Fragen, die keiner hören will.“ Wie er das anders macht, erzählt Pater Abraham im Gespräch mit Beate Schmies. Er verrät auch, dass er gerne mal mit einem Porsche fährt, seine Zufriedenheit aber in anderen Dingen findet. Ein Podcast mit einem Pater, der modern denkt und gern lacht.