Folge 11
Was können Akupunktur, manuelle Therapie, Kräuter und eine gezielte Fütterung bei Pferden mit Equinem Asthma bewirken?
Im dritten und letzten Teil der Gesprächsreihe mit Tierärztin Katja Görts ergänzen Lisa und Katja die bisher besprochenen schulmedizinischen Maßnahmen um weitere therapeutische Möglichkeiten. Dabei geht es ausdrücklich nicht um Alternativen zur klassischen Tiermedizin, sondern um eine sinnvolle, individuell abgestimmte Kombination verschiedener Ansätze.
Katja erklärt, welche Auswirkungen eine chronisch erhöhte Atemarbeit auf den Bewegungsapparat haben kann. Verspannte Zwischenrippenmuskulatur, ein dauerhaft belastetes Zwerchfell, Spannung im Brustbein und eingeschränkte Beweglichkeit können dazu führen, dass betroffene Pferde den Rücken nicht mehr richtig öffnen und insgesamt weniger leistungsfähig wirken.
Außerdem sprechen Lisa und Katja darüber, wie Akupunktur und Akupressur Pferde mit Atemwegsproblemen unterstützen können. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird nicht nur das Symptom Husten betrachtet. Puls, Zunge, Konstitution und weitere diagnostische Punkte helfen dabei, die Behandlung individuell auf das jeweilige Pferd abzustimmen.
In dieser Folge erfahrt Ihr unter anderem:
• Wie Equines Asthma den Bewegungsapparat beeinflussen kann
• Warum die Mobilisation von Brustkorb, Rippen und Zwerchfell sinnvoll sein kann
• Wie Akupunktur und Akupressur ergänzend eingesetzt werden
• Weshalb nicht jedes hustende Pferd dieselben Akupunkturpunkte benötigt
• Welche Rolle westliche und chinesische Kräuter spielen können
• Warum pflanzliche Mittel nicht automatisch nebenwirkungsfrei sind
• Wie Omega 3 Fettsäuren die Fütterung von Asthmapatienten ergänzen können
• Was bei Leinsamen und Leinöl beachtet werden sollte
• Welche Bedeutung ausreichendes Trinken für den Abtransport von Schleim hat
• Wie Äpfel, Birnen, Brennnesseln, Karotten und weitere Futtermittel gezielt eingesetzt werden können
Lisa und Katja machen deutlich, dass eine erfolgreiche Therapie mehrere Ebenen einbeziehen sollte. Haltung, Bewegung, Inhalation, Medikamente, manuelle Therapie, Akupunktur und Ernährung können gemeinsam dazu beitragen, das körperliche Wohlbefinden des Pferdes zu verbessern.
Falls du Teil 1 und 2 noch nicht gehört hast, hör dort am besten zuerst rein. Dort sprechen wir über die Entstehung und Diagnostik des Equinen Asthmas sowie über Haltung, Inhalation und das tägliche Management betroffener Pferde.