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Zwischen Berlin und Bremen, mitten im herrlichen Wendland liegt die kleine Gemeinde Schnega. Hier treffen wir uns am Bahnhof mit Dr. Stefan Carsten, Zukunftsforscher und Stadtgeograf. Auf unserem Rundgang durch das 1.300-Seelen-Dorf plaudern wir über löchrige Busfahrpläne, jugendliches Landerleben, den Privatraum Auto und die Bedeutung von Tankstellen als soziale Treffpunkte. Wir lauschen dem Plätschern des Mühlenbachs, staunen über riesige Traktoren und freuen uns über Fachwerkarchitektur. Beim Picknick am Schnegaer Teich blinzeln wir in die Sonne und hängen unseren Gedanken hinterher. Wie wird sie aussehen – die zukünftige Mobilität auf dem Land?
Auf Schusters Rappen, dem ältesten und ursprünglichsten Verkehrsmittel, durchstreifen wir das Viertel. Gemeinsam mit der Stadtplanerin und bremischen Vertreterin des Fuß e.V. Angelika Schlansky spazieren wir im Gänsemarsch auf Bürgersteigen, huschen durch versteckte Schleichwege, finden zum Verweilen einladende Sitzgelegenheiten, vermerken Änderungsbedarfe und entdecken Gelungenes. Beim Gehen nämlich ist Zeit und Ruhe zum Umschauen, Sprechen und Austauschen. Oder wie Thomas Bernhard schrieb: »Wenn wir gehen, und dadurch unser Körper in Bewegung kommt, dann kommt auch unser Denken in Bewegung.« Sagen wir doch!
Röhrende Motoren, quietschende Reifen oder doch eher lautloses Dahingleiten – wie klingt denn nun die Freiheit auf vier Reifen? Das Automobil, der Deutschen liebstes Kind verändert sich grundlegend. Und wir uns mit ihm. Weg vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität, privater Wallbox und dem Traum vom autonomen Fahren. Mit Michael Frieß, Leiter des Mercedes-Benz Werks Bremen, bewegen wir uns durch die Multimodalität im öffentlichen Raum. Wir sprechen über den Zauber der zweiten Hochzeit, die Tücken des technischen Wandels und ergeben uns genussvoll dem emotionalen Sog der Beschleunigung.
MHKW,
Elektromobilität,
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