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Gemeinsame Geborgenheit für Jahrzehnte, Glückseligkeit für immer? Ganz so laufen auch gelingende Beziehungen nicht. Was zugleich bedeutet: Wenn wir wissen und akzeptieren, dass in jeder Partnerschaft Konflikte auftreten, ist schon viel gewonnen. Wenn wir Unstimmigkeiten aushalten können, ohne sofort agieren zu müssen und Konflikte bewusst in Dialogen austragen, sind wir auf einem guten Weg.
Auch die Bösels waren an vielen Gabelungen, an denen es „so oder eben auch anders“ ausgehen hätte können. So im Schulskikurs-Alter ihres eigenen Kennenlernens und danach glaubten sie selbst noch, ein Streit sei quasi das Beziehungsende. Und haben entsprechend auch einige „Enden“ in ihrer Beziehung gehabt.
Konflikte sind nicht das Ende einer Beziehung. Sie können zu Meilensteinen einer bewussten Auseinandersetzung miteinander gemacht werden.
Außer der Akzeptanz für Unstimmigkeiten gibt es weitere sinnvolle Strategien – und gar nicht so geheime Geheimnisse – für gelingende, haltbare Beziehungen:
• Aktivität und Dranbleiben. Eine Beziehung ist nicht das, was einem jeden Tag geschenkt wird, nur weil man irgendwann in eine Phase akuter Verliebtheit hineingeraten ist. Die Verliebtheit ist die Phase vor dem Schaufenster: Da zeigt sich zunächst nur das Schönste an allem und das Kleingedruckte fehlt oder wir wollen es nicht lesen.
• Liebe meint nicht einfach einen Zustand und im Sinne einer Partnerschaft nicht einfach ein Gefühl. Schon Erich Fromm wusste vor Jahrzehnten: „Liebe ist eine Aktivität, kein passiver Affekt.“
• Den eigenen Anteil an schwierigen Situationen sehen und den Anteil, der gar nicht zur Gegenwart gehört. Spoiler: Der kann erstaunlich hoch sein und liegt gerne mal bei 90 Prozent, die von der Vergangenheit herrühren oder gar von Kindheitserfahrungen.
• Freunde haben, die der Beziehung zugewandt sind – im Ganzen und frei von Parteiergreifen, Ratschlägen und Bewertungen.
• Auf ein Quäntchen Glück hoffen. Das braucht’s immer auch. Und das im Kopf zu behalten bewahrt vor dem belastenden Fehlschluss „die, die es nicht schaffen, sind selber schuld“.
• Sich eine Dosis Humor bewahren – immer.
Und welche Rolle spielt Vergebung? Bleib dran! In „Beziehung ohne Ablaufdatum – Teil 2“ geht’s weiter in Sachen krisensichere Partnerschaft.
Abonniere diesen Podcast, um zukünftige Folgen zu hören – und teile ihn gerne mit Menschen, die von sachkundigen Tipps in Sachen Liebe, Partnerschaft und Familie profitieren könnten.
• 🔗Folge 3: Beziehung ohne Ablaufdatum – Teil 2 https://liebesdoppel.podigee.io/3-beziehung-ohne-ablaufdatum-teil-2
By Dr. Sabine Bösel & Roland BöselGemeinsame Geborgenheit für Jahrzehnte, Glückseligkeit für immer? Ganz so laufen auch gelingende Beziehungen nicht. Was zugleich bedeutet: Wenn wir wissen und akzeptieren, dass in jeder Partnerschaft Konflikte auftreten, ist schon viel gewonnen. Wenn wir Unstimmigkeiten aushalten können, ohne sofort agieren zu müssen und Konflikte bewusst in Dialogen austragen, sind wir auf einem guten Weg.
Auch die Bösels waren an vielen Gabelungen, an denen es „so oder eben auch anders“ ausgehen hätte können. So im Schulskikurs-Alter ihres eigenen Kennenlernens und danach glaubten sie selbst noch, ein Streit sei quasi das Beziehungsende. Und haben entsprechend auch einige „Enden“ in ihrer Beziehung gehabt.
Konflikte sind nicht das Ende einer Beziehung. Sie können zu Meilensteinen einer bewussten Auseinandersetzung miteinander gemacht werden.
Außer der Akzeptanz für Unstimmigkeiten gibt es weitere sinnvolle Strategien – und gar nicht so geheime Geheimnisse – für gelingende, haltbare Beziehungen:
• Aktivität und Dranbleiben. Eine Beziehung ist nicht das, was einem jeden Tag geschenkt wird, nur weil man irgendwann in eine Phase akuter Verliebtheit hineingeraten ist. Die Verliebtheit ist die Phase vor dem Schaufenster: Da zeigt sich zunächst nur das Schönste an allem und das Kleingedruckte fehlt oder wir wollen es nicht lesen.
• Liebe meint nicht einfach einen Zustand und im Sinne einer Partnerschaft nicht einfach ein Gefühl. Schon Erich Fromm wusste vor Jahrzehnten: „Liebe ist eine Aktivität, kein passiver Affekt.“
• Den eigenen Anteil an schwierigen Situationen sehen und den Anteil, der gar nicht zur Gegenwart gehört. Spoiler: Der kann erstaunlich hoch sein und liegt gerne mal bei 90 Prozent, die von der Vergangenheit herrühren oder gar von Kindheitserfahrungen.
• Freunde haben, die der Beziehung zugewandt sind – im Ganzen und frei von Parteiergreifen, Ratschlägen und Bewertungen.
• Auf ein Quäntchen Glück hoffen. Das braucht’s immer auch. Und das im Kopf zu behalten bewahrt vor dem belastenden Fehlschluss „die, die es nicht schaffen, sind selber schuld“.
• Sich eine Dosis Humor bewahren – immer.
Und welche Rolle spielt Vergebung? Bleib dran! In „Beziehung ohne Ablaufdatum – Teil 2“ geht’s weiter in Sachen krisensichere Partnerschaft.
Abonniere diesen Podcast, um zukünftige Folgen zu hören – und teile ihn gerne mit Menschen, die von sachkundigen Tipps in Sachen Liebe, Partnerschaft und Familie profitieren könnten.
• 🔗Folge 3: Beziehung ohne Ablaufdatum – Teil 2 https://liebesdoppel.podigee.io/3-beziehung-ohne-ablaufdatum-teil-2