BfG GewässerWissen

BfG GewässerWissen

By Martin Labadz | Bundesanstalt für GewässerkundeScience
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BfG GewässerWissen episodes

  • Den Algen auf der Spur
    Wenn die kleinen Organismen zum Problem werden
    5: Den Algen auf der Spur

    Überdurchschnittlich warmer und trockener Juni: Die hohen Temperaturen der vergangenen Tage haben auch die Wassertemperaturen in unseren Flüssen ansteigen lassen. Und die Trockenheit führte zu sinkenden Wasserständen. Ideale Bedingungen für die Algen in unseren Bundeswasserstraßen. In den letzten Jahren hatten sommerliche Algenblüten besonders in der Mosel und der Oder gravierende Auswirkungen – wir alle erinnern uns zum Beispiel noch an das Fischsterben in der Oder im Jahr 2022. Was aber steckt hinter diesen Algenblüten, die besonders in den warmen Monaten eines Jahres immer wieder auftreten?

    Detektivarbeit

    Die BfG-Öffentlichkeitsarbeit geht in der neuen Folge „Den Algen auf der Spur“ des BfG-Podcasts „GewässerWissen“ dieser Frage nach und macht sich auf Spurensuche nach dem Phytoplankton, zu dem die Algen und Cyanobakterien zählen. Wir sprechen mit BfG-Expertinnen und -Experten über Faktoren wie Klima, Nährstoffeinträge und Wasserstand, die das Algenwachstum beeinflussen und darüber, warum speziell in den Sommermonaten das Risiko für toxische Blüten steigt. Der aktuelle Niedrigwasserbericht der BfG bestätigt zudem: Das seit dem 10. Juni überwiegend in Mitteleuropa trockene Wetter und die überdurchschnittlich hohen Lufttemperaturen lassen die Wasserstände in den Bundeswasserstraßen wieder sinken. Im Labor sprechen wir mit BfG-Wissenschaftlern/-innen über innovative Methoden, wie die eDNA-Analyse und die Non-Target-Analytik. Wie nutzt die BfG diese, um zum Beispiel das Toxin zu identifizieren, dass zu der ökologischen Katastrophe in der Oder im August 2022 führte? Langzeitdaten aus über 20 Jahren und modernste molekulargenetische Techniken helfen dabei, derartig gefährliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

    Begleiten Sie uns zu den Messstationen und in die Labore der BfG und erfahren Sie, wie wir durch gezielte Forschung dazu beitragen, die Lebensräume unserer Flüsse nachhaltig zu bewirtschaften und gleichzeitig zu schützen.

    "GewässerWissen" wird von der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz produziert.

    Weitere Informationen
    • Wissenschatliche Veröffentlichung: Climate change triggered planktonic cyanobacterial blooms in a regulated temperate river (https://www.nature.com/articles/s41598-024-66586-w)
    • BfG-Referat "Mikrobielle Ökologie" (https://www.bafg.de/DE/1_Die_BfG/Organisation/Abteilung_U/U2/mikrobielle_oekologie_node.html)
    • BfG-Referat "Gewässerchemie" (https://www.bafg.de/DE/1_Die_BfG/Organisation/Abteilung_G/G2/gewaesserchemie_node.html)
    • 35 min
    • Wenn die Alpen schmelzen
      Wie Gletscher- und Schneeschmelze den Rhein prägen
      Folge 4: Am 22. März ist Weltwassertag, und das diesjährige Motto lautet: "Unsere Gletscher schützen". Doch was haben die Gletscher mit der Arbeit der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) zu tun? Und wie beeinflussen sie den Wasserstand des Rheins – eine der wichtigsten Wasserstraßen Europas? Antworten darauf liefert die neue Folge des BfG-Podcasts GewässerWissen mit dem Titel: "Wenn die Alpen schmelzen – Wie Gletscher- und Schneeschmelze den Rhein prägen".
      Ernüchternde Bilanz

      In dieser Episode erfahren Sie, warum das Schmelzwasser aus den Alpengletschern besonders in heißen, trockenen Sommern essenziell für den Rhein ist und welche dramatischen Auswirkungen der Klimawandel auf diese Wasserressource hat. Gemeinsam mit Peter Krahe und Dr. Enno Nilson, beide Hydrologen der BfG, sowie Dr. Petra Schmocker-Fackel vom Schweizer Bundesamt für Umwelt, beleuchten wir die Ergebnisse zweier Forschungsprojekte der Internationalen Kommission für die Hydrologie des Rheins. Diese Projekte zeigen nicht nur, welchen Anteil Schnee- und Gletscherschmelze am Rheinabfluss haben, sondern auch, wie sich dieser Anteil durch den Klimawandel bis Mitte des Jahrhunderts verändern wird – mit zum Teil ernüchternden Prognosen.

      Mehr dazu in der neuesten Folge des BfG-Podcasts GewässerWissen.

      Weitere Informationen
      • Schnee- und Gletscherschmelze im Rhein 2012-2016: ASG1-Projekt
      • Schnee- und Gletscherschmelze im Rhein 2018-2021: ASG2-Projekt
      • 23 min
      • Wasser für den Frieden
        Zwei BfG-Experten im Interview zum Weltwassertag
        Folge 3: Wasser für den Frieden: Zwei BfG-Experten im Interview zum Weltwassertag

        “Water for peace – Wasser für den Frieden“ lautet das diesjährige Motto des Weltwassertages. Die BfG als Bundesbehörde hat eigentlich keinen großen Einfluss darauf, dass Wasser weltweit friedlich genutzt wird. Oder doch? Die BfG-Öffentlichkeitsarbeit hat sich mit zwei BfG-Experten getroffen und ist dieser Frage nachgegangen – aus BfG-Sicht und aus der Perspektive des Zentrums für Wasserressourcen und globalen Wandel.

        Die BfG ist international vernetzt

        Ohne Wasser kein Leben, diese Tatsache ist, glaube ich, den meisten von uns bewusst. Doch unsere Wasserressourcen sind gefährdet. Um aufmerksam zu machen, wie wichtig die Ressource Wasser für uns alle ist, haben die Vereinten Nationen den Weltwassertag ins Leben gerufen. Und das bereits 1992. Das diesjährige Motto: Water for Peace – Wasser für den Frieden.

        Kriege, Klimawandel, Bevölkerungswachstum – laut der UN und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) sind unsere weltweiten Wasserressourcen durch die aktuellen Krisen gefährdet. Nachzulesen zum Beispiel in den aktuellen Berichten zum Zustand der globalen Wasserressourcen und des Klimas. Bei letzterem spricht die Präsidentin der UN-Organisation sogar von „Alarmstufe Rot“.

        Welchen Beitrag die Bundesanstalt für Gewässerkunde leisten kann, dass die Ressource Wasser gemeinsam besser genutzt wird, das erfahren Sie in dieser Folge des BfG-Podcasts „GewässerWissen“.

        25 min
      • Vom Molekül zum Flusseinzugsgebiet – 75 Jahre BfG
        Die BfG feiert ihren 75. Geburtstag.
        Folge 2: Vom Molekül zum Flusseinzugsgebiet – 75 Jahre BfG

        Die BfG feiert ihren 75. Geburtstag. Seit der Gründung im Jahr 1948 ist viel geschehen. Der gesellschaftliche Blick auf unsere großen Flüssen hat sich gewandelt. Technische Innovationen und neue gesetzliche Rahmenbedingungen haben zu großen Verbesserungen zum Beispiel bei der Wasserqualität geführt. Die Bundesanstalt hat sich kontinuierlich weiterentwickelt hin zu einer interdisziplinären Institution. Heute sind Flussgebiete das „Spielfeld“ der BfG, und zwar in ihren quantitativen, qualitativen und ökologischen Ausprägungen und deren Wechselwirkungen. Doch wie kam es dazu? Darüber berichten in der aktuellen Folge des BfG-Podcasts „GewässerWissen“ ehemalige und heutige Kolleginnen und Kollegen aus ihrer ganz persönlichen Sicht.

        BfG - Ressortforschungseinrichtung und mehr

        Die Gesprächspartner/-innen stehen mit ihrem persönlichen Werdegang und ihren Erfahrungen für eine Bundesanstalt, die mit den Jahren gewachsen ist und sich zu einer anerkannten und geschätzten Ressortforschungseinrichtung im Bereich der Gewässerkunde entwickelt hat, national wie auch international.

        Tauchen Sie ein in die ereignisreiche Geschichte der Bundesanstalt, und blicken Sie hinter die Kulissen. Erfahren Sie, wie die BfG die ökologischen Entwicklung der Gewässer mitgestaltet hat und welche Rolle die deutsche Wiedervereinigung bei dem gespielt hat, was die BfG heute verkörpert: Das gewässerkundliche Institut des Bundes.

        32 min
      • Spurensuche
        Wo kommt unser Wasser her - wo fließt es hin?
        Folge 1: Spurensuche

        Nitrat und Phosphat aus der Landwirtschaft, Arsen und Uran aus natürlichen Quellen: Unser Grundwasser ist immer stärker belastet. Und darunter leiden auch die Flüsse, die sich im ständigen Austausch mit dem Grundwasser befinden. So gelangen Schadstoffe auch in das Trinkwasser, denn: Mehr als 70 Prozent werden aus Uferfiltrat oder direkt aus dem Grundwasser gewonnen, aus dem einige der schädlichen Stoffe in den Aufbereitungsanlagen nicht herausgefiltert werden können. Um herauszufinden, wie die Schadstoffe in das Grundwasser und somit in die Gewässer und unser Trinkwasser gelangen, gehen BfG-Wissenschaftler jetzt an Bord des BfG-Messbootes Tinca und machen sich auf Spurensuche an der Mosel.

        Von der deutsch-französischen Grenze bis zur Mündung der Mosel in den Rhein in Koblenz: Martin Labadz begleitet Wissenschaftler/-innen der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) einen Tag auf dem Forschungsboot der BfG. Mit Hilfe modernster Sensorik und bestimmter Spurenstoffe – den sogenannten Tracern – sind sie auf der Suche nach Gebieten entlang der Mosel, in denen der Fluss mit dem Grundwasser in regem Austausch steht. Der Fachbegriff lautet „Oberflächen-/Grundwasser-Interaktion. Mit dem Wasser wird auch eine Menge an gelösten und festen Stoffen mittransportiert. Das können wichtige Stoffe sein, wie z.B. Nährstoffe. Aber auch Schadstoffe gelangen so in unser Grundwasser, in unsere Flüsse und Ozeane und in unser Trinkwasser. Darunter auch sogenannte Mikroverunreinigungen, wie zum Beispiel Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Arzneimitteln und Körperpflegeprodukten.

        Stofftransport zwischen Oberflächen- und Grundwasser

        Seit Jahren beschäftigt die Wissenschaft daher die Frage, welche Wege diese Stoffe zusammen mit dem Wasser nehmen. Kann man sich etwa die stofflichen Eigenschaften von Wasser für Forschung und Wissenschaft zunutze machen? Und so mehr über die Wege des Wassers herausfinden? Ein wichtiger Aspekt dabei: Wie sind Oberflächen- und Grundwasserkörper miteinander verbunden? Das Thema ist komplex weil die Prozesse komplex sind. Bisherige Untersuchungen fanden auf kleinskaliger Ebene statt – also oft im Quellgebiet eines Flusses. Hier sind Flussbreite, Wassertiefe und Einzugsgebiet überschaubar. Wird der Fluss in seinem weiteren Verlauf immer breiter und tiefer, dann wird es schwieriger. Und genau hier setzt das neue BfG-Projekt Oberflächen-Grundwasser-Interaktion entlang der Mosel (OGIMo) an. Die BfG-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen herausfinden, wie Oberflächen- und Grundwasser an den Bundeswasserstraßen miteinander verbunden sind. Sie erhoffen sich so Erkenntnisse über den Transport von Stoffen vom Fluss in den Untergrund und die damit verbundenen Prozesse. Besonders interessant dabei wird sein, wie sich sogenannte wasserbauliche Eingriffe, also zum Beispiel Renaturierungsmaßnahmen oder der Bau von Schleusen oder Wehren, diese natürliche Verbindung möglicherweise stören. Die Folgen: Einerseits können Stoffe von einem Wasserkörper in den anderen transportiert werden. Andererseits können Wasserstände in den Flüssen oder der Grundwasserspiegel sinken. Für Schifffahrt und Landwirtschaft gleichermaßen ein Problem.

        Weitreichende Erkenntnisse

        Die Erkenntnisse, die die Forscher aus diesem Projekt erlangen, sind dabei von großer gesellschaftlicher aber auch wissenschaftlicher Bedeutung: Sie tragen einerseits dazu bei, bei Baumaßnahmen an den Wasserstraßen die sensible Koexistenz zwischen Oberflächen- und Grundwasser so wenig wie möglich zu stören. Andererseits liefern sie der wissenschaftlichen Community einen weiteren wichtige Baustein bei der Beantwortung der Frage: Wo kommt unser Wasser eigentlich her und was passiert mit ihm auf seinem Weg durch unsere Umwelt.

        Die Interviewpartner

        Martin Labadz spricht mit Dr. Axel Schmidt, einer der Initiatoren des Projektes, über die Idee, die hinter OGIMo steckt. Auf dem Forschungsboot Tinca erklärt ihm Projektkoordinator Dr. Simon Mischel, wie die Probenahme für die Tritium- und Radonmessung abläuft. Und am Fuße eines Weinberges an der Mosel trifft er Dr. Dirk Radny, der zeigt, wie Proben aus dem Grundwasser genommen werden.

        23 min

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      Kommen Sie mit und schauen Sie hinter die Kulissen der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Der BfG-Podcast "GewässerWissen" begleitet unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihrer täglichen…