„Tiere töten für den Artenschutz?“ – der Gedanke klingt für viele zunächst absurd. Umso größer war die Empörung, als im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass im Nürnberger Tiergarten zwölf Paviane getötet wurden. Der Fall hat eine breite gesellschaftliche Debatte ausgelöst – über Zoos, Verantwortung und die Grenzen dessen, was akzeptabel erscheint.
In dieser Folge ordnen Dr. Thomas Kölpin, Direktor der Wilhelma, und Co-Hostin Laura Cloppenburg ein, was hinter solchen Entscheidungen steckt. Es geht um Populationsmanagement als zentrales Instrument des Arterhalts, um biologische Grundlagen und um die Frage, warum wir bei verschiedenen Tierarten sehr unterschiedliche Maßstäbe anlegen – etwa wenn Huftiere selbstverständlich verfüttert werden, bei anderen Arten aber Empörung entsteht.
Außerdem werfen wir einen Blick darauf, wie Populationsmanagement international gehandhabt wird, warum es in Zukunft eher an Bedeutung gewinnen dürfte – und wie die Wilhelma konkret mit diesem Thema umgeht.