Eigentlich sollen in den Gottesdiensten der katholischen Kirchen alle Sinne angesprochen werden. In Corona-Zeiten ist das nicht so einfach, denn Gottesdienste mit Mundschutz und Abstand halten machen die sinnliche Erfahrung nicht einfach. Natürlich gibt es auch jetzt in den Kirchen viel zu sehen: Liturgische Gewänder, Bilder und Statuen, wertvolle Gefäße. Es gibt auch viel zu hören: die Musik, die Predigt, die Gebete. All das kann man auch am Fernseher oder beim Internet-Livestream erleben. Aber an Festtagen gibt es auch etwas zu riechen: Weihrauch will dem Gottesdienst eine besondere Duft-Note verpassen. Da klappt das mit der digitalen Übertragung leider noch nicht. Und weil wir sie das auch im Radio nicht riechen lassen können, hat sich Burkard Vogt von einem Mitarbeiter des Würzburger Liturgiereferates wenigstens erzählen lassen, woher die Faszination an diesen liturgischen Wohlgerüchen kommt.
Veranstaltungshinweis:
Wenn sie nicht nur vom Weihrauch hören sondern ihn auch riechen wollen: morgen Abend bietet der Miltenberger Stadtpfarrer Jan Kölbel ein kleines Weihrauchseminar in der Stadtpfarrkirche an. “Wie Weihrauch steige mein Gebet zu dir auf“ ist der Titel der Veranstaltung. Es gibt einen kleinen Einblick in die Geschichte des aromatischen Harzes und ein paar Riechproben ... also nichts für schwache Nasen. Los geht’s morgen, am Montag, den 15. Juni um 19.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche in Miltenberg.