Selten wurde in Deutschland über das Schicksal von Flüchtlingen so heftig gestritten wie momentan. Die Positionen der verschiedenen Parteien scheinen so zementiert zu sein, dass sogar die Regierungskoalition zwischenzeitlich gefährdet war - und immer noch auf wackligen Füßen steht.
Der Streit dreht sich um Regularien. Die Menschen, um die es geht, interessieren kaum mehr.
Einer, dem die Flüchtlinge nicht egal sind, ist Erik Marquardt. Er hat als Fotograf 2017 Afghanistan bereist und war die letzten Monate auf dem Mittelmeer unterwegs. Er hat in dieser Woche einen Fotovortrag in der Katholischen Hochschulgemeinde Würzburg gehalten.
Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat sich ebenfalls diese Woche. Da heißt es: "...dass die Pflicht zur Rettung von Menschen in Seenot im Völkerrecht verankert ist. Entweder der Staat nimmt sich dieser Aufgabe selbst an oder er muss nichtstaatliche Organisationen handeln lassen und sie unterstützen. Wer beide Wege blockiert, nimmt Leiden und Tod von Flüchtlingen sehenden Auges in Kauf."
Autorin und Sprecherin ist Petra Langer.